TourenFührer - Route

Gipfel: Piz Mungiroi, 3057 m

Albrecht Gauss

Route: Überschreitung SO-Grat des N-Gipfels, SW-Grat des südlichen Hauptgipfels von Casaccia

Überschreitung SO-Grat des N-Gipfels, SW-Grat des südlichen Hauptgipfels von Casaccia
Berg-/Hochtour (Sommer)
1650 m
5.5 Stunden
Von Casaccia (1458 m) auf dem markierten Wanderweg (wegen Felssturzgefahr inzwischen auf neuem Weg steil durch den Wald, westlich des alten Weges) ins Val Maroz und über Maroz Dora nach Maroz Dent (ca. 2025 m). Von dort nach Südwesten und dann nach Süden über die Brücke über die Maira (nicht schon vor der Brücke nach Westen abbiegen und auf nicht markierten Pfadspuren dem Bach entlang gehen; sonst im weiteren Verlauf, je nach Jahreszeit, ggf. schwieriger Bachübergang!) und dann weiter nach W, später SW auf dem markierten Wanderweg zum Sattel 2520 m und hinab an das nördliche See-Ende des Lägh da la Duäna (2466 m). Dort den Wanderweg Richtung Norden verlassend und später Richtung NW ansteigend oberhalb der kleineren Felsabbrüche angenehm in Rasenmulden und auf Rasenbändern bis auf ca. 2800 m, ca. 250 m südöstlich vom P. 2970 m. Auf Pfadspuren jetzt nach Norden und durch eine Lücke im Felsband auf die Schutthalden oberhalb der Felsabbrüche unterm P. 2970 m. Die Schutthalden nach Westen querend kommt man in den Sattel (ca. 2950 m) zwischen dem Piz Mungiroi Nordgipfel (3046 m) und dessen SO-Grat und dem P. 2970 m. Nun direkt über den SO-Grat des N-Gipfels (Stellen II/II+) auf den N-Gipfel und leicht auf den südlich gelegenen Hauptgipfel (3056 m), ca. 5 ¼ bis 5 ½ h inkl. Pausen von Casaccia (L/WS-).

Die Einstufung des SW-Grates (vom Sattel 3004 m, südlich des Piz Predarossa, zum südlichen Hauptgipfel) mit „WS“ im Clubführer Bündner Alpen Bd. 3 (M. Hunziker, SAC-Verlag 1994) erscheint unterbewertet, auch wenn man berücksichtigt, dass die Abstiegsperspektive zur Überbewertung der Schwierigkeit verleitet. Wahrscheinlich relativ neu an ca. 4 Bohrhaken angebrachte Fixseile unterstreichen evtl. diese Einschätzung. Da im oberen Teil ein Fixseil über überhängendes Gelände verläuft, ist ein Ablassen über das Seil ohne Sicherung und ohne Kletterausrüstung heikel, was bei der Begehung am 21.09.2018 der Fall war.
Nach dem letzten Fixseil im SW-Grat, das etwas nach NW in eine Rinne unterm Grat führt, muss man wieder etwas ansteigen und zum Grat nach S zurückqueren. Der weitere Abstieg in den Sattel (P. 3004) unterm Piz Predarossa ist dann leicht, ebenso wie die Rückkehr zum Anstiegsweg, wo man südwestlich unter den Felsabbrüchen des P. 2970 m Trinkmöglichkeiten an Bächen findet.

Bei fehlender Kletterausrüstung (Klettergurt, Schlinge, Schraubkarabiner bzw. wahrscheinlich 40 m-Seil zum Abseilen) sollte man den Abstieg über den SW-Grat entlang der Fixseile vermeiden und stattdessen über die schuttige, triviale NO-Flanke absteigen und auf der Höhe von ca. 2850 m Richtung Süden in den Sattel (ca. 2950 m) zwischen dem Nordgipfel (3046 m) des Piz Mungiroi und dem P. 2970 m zurückkehren.

Albrecht Gauss, solo

für den direkten Abstieg/Anstieg über den SW-Grat: Klettergurt, Schraubkarabiner, Schlinge; zum Abseilen wahrscheinlich 40 m Seil ausreichend
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