TourenFührer - Route

Gipfel: Große Leiterspitze / Stockzahn, 2750 m

AndréTT

Route: Gramais – Bödma – Brantweinboden – Sacktal – Im Sack – Alblitjöchl – NW-Kar – Leiterscharte – Gr. Leiterspitze – Leiterscharte – SO-Kar - Bitterichsee – Gufelhütte – Branntweinboden – Bödma - Gramais

Gramais – Bödma – Brantweinboden – Sacktal – Im Sack – Alblitjöchl – NW-Kar – Leiterscharte – Gr. Leiterspitze – Leiterscharte – SO-Kar - Bitterichsee – Gufelhütte – Branntweinboden – Bödma - Gramais
Alpine Wanderung
1680 m
12.0 Stunden
Zufahrt:
Von Nordosten (Reutte) auf der B198 entlang des Lechs südwestwärts bis Häselgehr / Luxnach, oder von Westen (Bregenzerwald) auf der B 200 über den Hochtannbergpass ostwärts nach Warth und weiter auf der B 198 ins Lechtal bis Häselgehr. Dort biegt man ab auf die 8 km lange schmale Teerstraße südwärts über Riefen bis Gramais, wo die Straße endet. Vor der Brücke findet man rechts und links einige kostenfreie Tagesparkplätze (1328 m). 200 m weiter rechts gibt es einen kostenpflichtigen Dauer-Parkplatz am Ende der Teerstraße.
Route: (Schwierigkeit: T5 / K1- / WS-):
An der Brücke steht ein gelber Wegweiser. Man wandert über die Brücke Richtung Branntweinboden. Im Gschwendt passiert man etwas oberhalb die Kirche. Auf geteerter Forststraße kommt man südwärts über eine Wiese an der Marienkapelle (1345 m) im Raut vorbei. Am Ende der Wiese (Hinter Raut, 1359 m) endet auch die geteerte Forststraße und geht in eine Schotterpiste über. Eine Bachfurt wird auf einem Alu-Steg überschritten. Danach biegt nach rechts ein Forstweg ab hinunter zur Brücke (1352 m) über den Otterbach (20 min., Wegweiser), welcher nach Gramais zurückführt (Rundweg). Man bleibt aber geradeaus durch den Wald weiter südwärts bis zur Lichtung Bödma (7 min.). Ab hier beginnt rot-weiß signalisierter Bergweg (Nr. 626) am östlichen Ufer des Otterbaches. Nach 20 min. erreicht man den Wegweiser, wo nach rechts der Steig abzweigt ins Landschaftskar. Man bleibt geradeaus. Unmittelbar vor dem Branntweinboden (1490 m) überquert man den Bach aus dem Glabtal über einen Alu-Steg, der im Winter jedoch abgeräumt wird. Beim Wegweiser am Branntweinboden teilt sich der Weg. Nach rechts biegt man ab zur Leiterspitze (Richtung Memminger Hütte). Nach links führt der Weg Nr. 626 zur Gufelhütte, bzw. zur Hanauer Hütte. Auf diesem kommt man im Rückweg hier wieder an. Man wandert nun rechts haltend zum linken Ufer des Otterbaches (5 min.). Steinmännchen signalisieren eine Bach-Überquerung über lose Steine. Man kann aber auch weiter südwärts am linken Ufer laufen, bis man nach ca. 100 m über einen Alu-Steg die Bachseite nach rechts wechselt, sofern der Steg dort noch liegt. Ab hier beginnt steiler Aufstieg durch dichte Latschen und anfangs einige Kiefern und Lärchen ins Sacktal hinauf. Oben öffnet sich das Tal und gibt Sicht frei. Rechterhand sieht man nahe Landschaftsspitze, links erblickt man den zackigen Grat östlich der kleinen Leiterspitze. Vom höchsten Punkt (P 2186) wandert man in eine grasige, manchmal wasserführende Mulde „im Sack“ hinab. Diese wird durchquert und anschließend wird wieder aufgestiegen zum Wegweiser (1¾ Std.). Dort biegt nach links ab der Weg Nr. 621 zur Hanauer Hütte, bzw. Nr. 627 zum Württemberger Haus. Man bleibt geradeaus (Richtung Madau, bzw. Memminger Hütte) und wandert in 15 min. auf dem Weg-Nr. 621 hinauf zum flachen Wiesensattel Alblitjöchl (2281 m). Dort steht nächster Wegweiser. Südostwärts käme man hinab nach Madau. Nach links weist gelber Wegweiser „Leiterspitze“ zur nördlich Felsgradgruppe. Dies ist insofern irreführend, weil man annehmen könnte, das zu diesen der Zustieg beginnt. Zumal am Felsfuß zwei Steinmandl stehen. Trittspuren führen in bröseliges Blockgestein hinauf, wo man sogar recht verbleichende Punkte immer wieder vorfindet. Hierbei handelt es sich um eine alte Kraxel-Route (K 1), welche sich stets entlang der Westflanken der Felstürme entlang zog bis hin zum schwarzen Splitt-Sattel unterhalb nördlicher Steilrinne zur Leiterscharte. Stattdessen folgt man einfacher und schneller vom Albitjöchl noch ca. 50 Hm westwärts hinab und biegt vor einer Lacke links ab in das lange Schutt- und Geröllfeld des Nordwest-Kars unterhalb der Leiterscharte. Dort trifft man auf deutliche Trittspur hinauf zum 40° steilen Couloir an der Nordseite der Leiterscharte. Die sandige und gröllige breite Rinne steigt man an deren linken Seite in Felsnähe auf, wo man auch Halt findet für die Hände. Lediglich auf halber Höhe wechselt man in die Mitte, wo sich haltbares Felsgestein befindet. Nach 1,5 Std. hat man die Leiterscharte erreicht rechts vom markanten schmalen Felsturm in der Scharte (2532 m). Von hier führen rote Striche nach rechts zur Nordseite des Gipfelaufbaus, dann nach links drehend hinauf zum Gipfel (20 min.). Dortiges Holzkreuz mit Bergbuch-Box wurde im Jahr 1979 von der Bergwacht Gramais errichtet und 1 Jahr später vom Pfarrer aus Elmen eingeweiht.
Abstieg:
Auf gleicher Route hinab zur Leiterscharte (20 min.). Beim Stein mit dem roten Pfeil und der Aufschrift „Bittrich“ biegt man rechts (ostseitig) hinab, den deutlichen Trittspuren folgend. Zwar ist der Hang schon ziemlich „abrasiert“, aber nicht so steil wie nordseitiges Couloir. Etwas unterhalb findet man rote Markierungen auf Steinen vor. Im unteren Geröllfeld gibt es sogar erneuerte rot-weiße Markierungen, obwohl diese Route in den neuen Karten nicht eingetragen ist. (Warum nicht ?) Man läuft ostwärts weiter und biegt dabei links oberhalb vor einer Lacke im unteren Ende des Leiterferners ab, bis man auf den Bergweg-Nr. 27 trifft, der vom Württemberger Haus über die Bitterscharte führt. Beim dortigen Wegweiser hält man sich links und steigt ostwärts über eine geröllreiche Felsstufe in 20 min. hinab zum idyllischen Bitterichsee (2242 m). Von dort steigt man nordostseitig hinab in das Hochtal Vorder Gufel. Nach 1 Std. kreuzt man den Bergweg Nr. 621, der von der Lacke „Im Sack“ abzweigt, die man im Aufstieg passierte. Während der Bergweg Nr. 627 nach rechts abbiegt zum Gufelgrasjoch (Wegweiser: Steinseehütte) läuft man geradeaus weiter hinab, um den Vorderen Gufelbach zu überqueren und anschließend wieder aufzusteigen. Rechts vom Weg steht auf breiter Graskuppe die kleine Gufelhütte (2103 m) mit dem blauen Schild „Gemeinde Zams 10 Giflhütte“ (20 min.). Ostwärts trifft man im grasigen Hochtal nach 10 min. auf den Bergweg Nr. 626, welcher rechts vom Gufelgrasjoch hinabkommt (Wegweiser). Hier schlägt man links ein und wandert unsteil bergab zum nächsten Wegweiser, wo der Bergweg-Nr. 621 geradeaus weiter führt zur Hanauer Hütte über das Gufelseejoch (35 min.). Hier biegt man jedoch links ab und es beginnt ein sehr steiler, wurzelreicher Abstieg durch Latschen und Erlengesträuch. 4 Passagen sind neuerdings durch 14 mm dicke Stahlseile und einige Eisenbügel entschärft worden. Auf halber Höhe erinnert eine Gedenktafel an eine am 2.10.1999 abgestürzte Berggängerin der DAV-Sektion Memmingen. Unterwegs gibt es sehenswerte Blicke auf die Wasserfälle vom Gufelbach an den Nordwänden der hohen Felsstufe. Nach 1,5 Std. kommt man beim Wegweiser im Branntweinboden wieder an. Von hier zurück zum Parkplatz wie hergekommen (1 Std.).
Steinschlaghelm
Ergänze diese Route (Gramais – Bödma – Brantweinboden – Sacktal – Im Sack – Alblitjöchl – NW-Kar – Leiterscharte – Gr. Leiterspitze – Leiterscharte – SO-Kar - Bitterichsee – Gufelhütte – Branntweinboden – Bödma - Gramais) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 1 vom 30.10.2019
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