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Gipfel: Murmele Klettersteig / Übungssteig b.d. Zufallhütte, 2265 m

AndréTT

Route: Murmele Klettersteig

Murmele Klettersteig
Klettersteig
leicht
79 m
0.5 Stunden
Anfahrt:
Von Westen nach dem Reschenpass (1507 m) fährt man auf der SS 40 und ab Spondinig auf der SS 38 durch den Vinschgau Richtung Meran. Nach dem Ort Schlanders (Silandro) biegt in Goldrain (Coldrano, 662 m) nach Süden die Straße ab (braunes Schild Martelltal) nach Martell (Martello). Wer von Osten (Meran) anreist, kommt auf der SS 38 über Meran dorthin (662 m). Im Sommer gibt es alternativ die Anreise von Norden durch das Ötztal über mautpflichtiges Timmelsjoch (2474 m) und durch das Passeiertal auf der SP 44 nach Meran. Von Martell führt die Straße weiter taleinwärts in 10 Kehren hinauf zum 1800 m hoch gelegenen Zufritt-Stausee (Lago di Gioveretto). An dessen Westufer vorbei führt das Teersträßchen südwestwärts in weitern 8 Kehren hinauf zum Alpengasthof „Enzian“. Der kostenpflichtige Parkplatz „Schönblick“ befindet sich an linker Straßenseite kurz dahinter (2055 m). Unterhalb des Münzautomaten gibt es ein öffentliches WC mit warmen Wasser und daneben Abfallcontainer. Oberhalb endet das Sträßchen für öffentlichen Fahrverkehr. An linker Straßenseite folgt dann die Talstation des Materialseillifts zur Marteller Hütte, danach an rechter Straßenseite jene des Versorgungslifts zur Zufallhütte.
Zustieg:
Vom Parkplatz führt unbefestigte Straße südwärts zu einer Brücke in einer Linkskurve über den Plima-Bach. Davor biegt man rechts bei einem Wegweiser ab und steigt über eine Weidewiese auf rot-weiß signalisierten Wanderweg Nr. 151 aufwärts in den Fichtenwald (Richtung Zufallhütte). Bei einer Weggabelung hält man sich links. Anschließend trifft man auf den Wanderweg 36, der von linkem Tal hinaufkommt. Auf diesem südostwärts im rechten Bogen um die Anhöhe halb rum, auf welcher die Zufall-Hütte steht. Vor dem ehemaligen Bad-Haus zweigt der Gletscherlehrpfad zur Hängebrücke ab. Nach 30 min. hat man die Zufall-Hütte erreicht (Rifugio Nino Corsi, 2265 m). Bereits 1882 erbaute diese die ehemalige DÖAV-Sektion Dresden. Während des I. Weltkrieges wurde dort ein österreichisch-ungarisches Nachschub-Lager errichtet. Nach dem Krieg wurde die Hütte geplündert und verfiel. 1927 wurde diese von der CAI-Sektion Mailand wieder aufgebaut und nach dem Ski-Alpinisten benannt. Seit 2015 verwaltet das Land die Hütte durch Pachtvergabe und Sanierungsmaßnahmen. Zwischen der Hütte und der Kapelle stehen Informationstafeln zum Geschehen an der Ortler-Front im I. Weltkrieg. Man hält sich nun nordwärts (Wegweiser: Madritschjoch, Weg-Nr. 151). Dabei geht man links an kleiner Holzhütte (Sauna) vorbei zu einem Wegekreuz. Unmittelbar nach einer Felsnische einige Meter hinab sieht man an linker Felswand die Info-Tafel über den Klettersteig und unteres Ende des 16 mm dicken Drahtseils (5 min.). Da der Abstieg wieder zur Zufallhütte zurückführt, kann man sich bereits dort anseilen und seinen Rucksack deponieren.
Route: (Schwierigkeit: KS 3+ / C):
Der Übungssteig wurde 2013 errichtet, um KS-Kurse auf der Zufall-Hütte anbieten zu können. Darum gibt es keine Hinweisschilder unterwegs zu diesem. Er besteht aus 3 kurzen Abschnitten mit jeweils zunehmender Schwierigkeit (B, B+, C). Auf Eisenbügel wurde weitgehend verzichtet, so dass man lernt, auf dem Felsgestein zu treten. Darum nicht bei Nässe empfehlenswert. Auch wegen einiger erdiger Stellen. Dass Sicherungsseil ist stabil verlegt, die Fixanker sind nicht weiter als 2 m auseinander. Der Einstieg (2260 m) in die nordöstlich ausgerichtete Felswand beginnt senkrecht hinauf dann rechts hin zu einer schrägen Platte. Danach erreicht man erste grasige Terrasse mit Blick zur Hütte. Hier könnte man nach links aussteigen. Anschließend führt das Seil rechtsquerend zu einem Felsband und von dort weiter zur zweiten Grasrampe. Dort besteht nächste Fluchtmöglichkeit. Letzter Abschnitt wird weiter die Wand nach rechts querend gestiegen zu einer Verschneidung. Durch diese links hinauf zum Ausstieg auf den bewaldeten Ost-Ausläufer vom Mutspitz (15 min.).
Abstieg: Man folgt dem Trampelpfad halb links zu einem unmarkierten Bergweg vom P 2443. In diesen links einschlagen und dann hinab, bis dieser vor ehemaligem 1916 gebauten Schlachthaus an der Felswand auf Wanderweg Nr. 103 stößt. Auf diesem die letzten Meter zur Hütte (10 min.). Abstieg von der Hütte zum Parkplatz in 30 min. entweder auf selbem Weg, wie aufgestiegen, oder durch die Schlucht auf dem Gletscherlehrpfad.
KS-Set, Helm
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Nr. 1 vom 16.08.2020
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