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Gipfel: Gingglegg, 1891 m

AndréTT

Route: Klettersteig Ziel (Ferrata Rio di Tel)

Klettersteig Ziel (Ferrata Rio di Tel)
Klettersteig
leicht
1012 m
5.0 Stunden
Anfahrt:
Auf der SS 38 entweder von Osten (Meran) nach Partschins (Parcies)), oder von Westen (Reschenpass, oder Ofenpass) über Spondinig ostwärts bis zum Abzweig von der SS 38 bei St. Helena (S. Elena). Nordwärts in den Ort hinein. In südwestliche Richtung nach Rabland kommt man zur Talstation der Texelbahn (574 m). Oder man fährt im Ort nordwestwärts in den Wasserfallweg (Via Cascata). Auf dieser schmalen Teerstraße aus dem Ort hinaus und bergauf bis hinter den Häusern von Salten (779 m) bis kurz vor dem Rechtsabzweig der Straße nach Tabland. Der Wanderparkplatz, den es dort oben einst gab, ist nicht mehr gestattet, anzufahren. Die Straße ist nur noch von Anwohnern erlaubt, zu benutzen. An linker Straßenseite gibt es einen Schotterplatz, wo man unter einem Feigenbaum Schatten hat (879 m). In der Nähe steht eine Picknickbank. Alternativ findet man 250 m weiter bergauf an linker Straßenseite einen kleinen, sonnigen Schotterparkplatz vor kleinem Sportplatz (928 m).
Alternativ kann man von der Talstation (633 m) mit der bis 25 Personen fassenden Gondel der 1,6 km langen Texelbahn im Pendelbetrieb hinauf zum Gasthof Giggelberg (1544 m) fahren. Dann verpasst man allerdings einen der höchsten und schönsten Wasserfälle Südtirols.
Zustieg:
Vom Parkplatz vor der Linksabzweigung zu den Häusern von Tabland wandert man auf dem Teersträßchen bergauf links am Waldkindergarten „Birkenwald“, dann rechts vom Wasserkraftwerk vorbei zum Gasthof „Birkenwald“. Hier biegt man links ab zur ersten Brücke über einen Bachlauf. Vor der zweiten Brücke über den Zielbach (Rio di Tel) unmittelbar dahinter steht ein Wegweiser, wo man rechts abbiegt Richtung Wasserfall (10 min.). Auf dem Rückweg kommt man bei 2. Brücke wieder an. An rechter Bachlaufseite (Wanderweg Nr. 8B) wandert man in 5 min. hinauf zum Wasserfall mit 97 m Fallhöhe, welcher während der Schneeschmelze, bzw. Schmelze des Lodnerfernes nachmittags bis 6000 Liter Wasser pro Sekunde hinab stürzen läßt. Am Gasthaus „Wasserfall“ und am Wasserkraftwerk rechts vorbei trifft man wieder auf das Teersträßchen. Auf diesem wandert man 12 min. in nördliche Richtung bis zum Wegweiser bei einem Naturhonig-Stand und Wegweiser kurz vor dem Haus Flötscher. Hier schlägt man links ein und wandert auf rot-weiß signalisiertem Waldpfad (Nr. 8B) hinauf und über eine Bachbrücke, bis man wieder auf die Straße trifft (13 min.). Hier rechts einschlagend wandert man bis zur Rechtskurve mit Brücke mit dem Wasserkraftwerk Birkenwald, wo man links abbiegt. Nach 17 min. stößt man auf die Schotterpiste bei einem Brunnen mit einer Picknickbank (Meraner Höhenweg). Rechts haltend führt der unbefestigte Fahrweg in 10 min. zum Berggasthof und Schutzhütte Nassereith (Rif. Nassereto, 1523 m). Hier befindet sich die Talstation der Materialseilbahn zur Lodner-Hütte im Naturpark Texelgruppe.
Wer mit der Texelbahn hinauffuhr, wandert über den Meraner Höhenweg (Weg-Nr. 24) in einer 1 Std. hierher.
Vor dem Schutzhaus Nassereith biegt man beim Wegweiser rechts ab (Richtung Tablander Alm, bzw. Klettersteig). Links führt rot-weiß markierter Bergeg Nr. 8 links vom Zielbach hinauf zur Lodner-Hütte. Auf diesem Weg kommt man im Abstieg hierher zurück. Unmittelbar nach der Holzbrücke über den Zielbach mit Weidetüren verläßt man den Meeraner Höhenweg (Nr. 24) nach links und folgt dem Wegweiser nordwärts ins Zieltal. Über einen Grashang erreicht man eine Wiesenkuppe, wo der Pfad geradeaus zum Wasserschacht vor der Felswand führt. Zuvor biegt man links ab und folgt roten Punkten und Steinmandl Richtung erster Wasserfall des Zielbaches. Nach 15 min. steht man am Einstieg über eine schräge, grasdurchsetzte Felsschwelle (1590 m). Sicherheitstechnische Hinweise der Texelbahn als Auftraggeber des KS stehen dreisprachig auf einem Schild vorm Einstieg.
Schwierigkeit: KS 3 / C-):
Der im Jahr 2020 nach EN 1461 gebaute Klettersteig besteht aus 10 Seilabschnitten mit 12 mm Seildicke, die fortlaufend von oben nach unten nummeriert und mit Abschnitt-Blechmarken gekennzeichnet sind. Die 20 mm dicken Ankerstifte sitzen stellenweise nur 1 m auseinander. Auf dem Steig überwindet man ca. 300 Hm. Ursprünglich bestand der Plan, in der Bachschlucht einen Parcours einzurichten bestehend aus zwei 1-Seil-Brücken und zwei 2-Seil-Brücken. Aus Umweltschutzgründen (Naturpark) kam vorerst nur eine 26 m lange Hängebrücke neben einer Tyrolienne zum Bau. Über erdige und grasbewachsene Felsstufen und ein Grasband gelangt man an rechter Schluchtseite zum ersten Wasserfall. Vor diesem überquert man die Bachschlucht entweder über eine stabile Hängebrücke mit längs angeordneten Trittblechen, oder links davon die Tyrolienne. Letztere besteht aus zwei 12 mm dicken Stahlseilen. Das linke ist das Lauf-Seil, auf welcher vorhandene Doppelseilrolle (Tandem Speed, Fabr. Petzl, 24 kN, < 13 mm) sowie beide Einzelrollen für das textile 10 mm Rückholseil laufen. Linkes, 80 cm entferntes, parallel verlaufendes Seil dient zusätzlicher Sicherung. Hierbei ist zu beachten: Das Laufseil ist so konstruiert, dass man nicht gefährlich gegen die Landestation trifft. Sondern hängt so flach, dass man ggfs. (abhängig vom Schwung) letzte Meter sich zum Ende ziehen muss. Die Doppelseilrolle ist vorhanden. An der hängt eine 45 cm lange Kette mit selbstsicherndem Karabiner. Damit hängt man jedoch so weit unterhalb des Laufseiles, dass man mit den Händen kaum mehr das Seil erreichen kann. Besser ist darum, die Kette zu halbieren, indem man den vorhandenen Karabiner in oberen Ring an der Doppelseilrolle einhakt und sich mit eigenem selbstsichernden oder Schraubkarabiner direkt in seinen Gurt, nicht am Bandfalldämpfer (!), einhängt (nur statische Belastung). So kann man sich ggfs. die letzten Meter zum Ende ohne Anstrengung hinziehen. Beim Einhängen einer Seilsicherung in linkes Seil ist zu beachten: Diese sollte wenigstens 1,5 m lang sein, damit solche während der Seilfahrt nicht als Bremse wirkt. Idealerweise bringt man eine Einfach- oder Doppelseilrolle für das Gleiten über das Sicherungsseil mit, und hängt den Sicherungskarabiner in die Seilrolle. Dann gibt es keinen Bremseffekt und man bekommt maximale Fahrt. Ansonsten verzichtet man besser auf zusätzliche Seilsicherung, bevor diese einen auf halber Strecken zum Stehen bringt.
Gegenüber einer Wasserrohrleitung wandert man auf anderer Bachseite nun lichten Hang hinauf zur nächsten Felspartie. Einige breite Eisenbügel führen zu einer Felsverschneidung. Seilabschnitt 5 führt dann über wenige schmale Bügel zu einer senkrechten Wand. Nach dieser wird eine Felskante rechtsherum luftig überwunden. Seilabschnitt 3 führt zum Blechkasten für das Wandbuch. Anschließend folgt man dem Seil über grasdurchsetztes Blockwerk hinauf zum Wanderweg Nr. 8 (1¼ Std.). Man klettert über das Holzgeländer. Links steht eine Bank, wo man sich ausseilen kann. Rechts befindet sich der Wegweiser von Gingglegg (1891 m), wo westwärts der Bergweg zur Zielspitze abzweigt.
Abstieg: Auf dem Lodner-Hüttenweg (Nr. 8) südwärts hinunter zum Kaserstein (1750 m), an dessen Stein eine Mini-Hütte lehnt. Dann in 2 Kehren hinab zur Schutzhütte Nassereith (30 min.). Weiter auf gleichem Weg zurück wie aufgestiegen (1,5 Std.), bzw. zur Bergstation der Texelbahn beim Berggasthaus Giggelberg (1 Std.).
KS-Set, Helm, mind. 1,5 m langes Sicherungsseil und (idealerweise) zusätzliche Seilrolle für den Lauf über das Sicherungsseil neben dem Laufseil der Tyrolienne. Zusätzlicher selbstsichernder Karabiner zum Einhängen in die Kette an der Doppelseilrolle, welche man zur Hälfte verkürzen sollte, um näher am Laufseil zu bleiben.
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Nr. 5 vom 06.09.2020
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