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Gipfel: Lauterbrunner Breithorn, 3780 m

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Route: Westgrat ab Fafleralp

Westgrat ab Fafleralp
Berg-/Hochtour (Sommer)
2050 m
8.0 Stunden
Aufstieg zum Biwak

SCHWIERIGKEIT T3. Von der Busendstation beim Parkplatz Gletscherstafel (1766m) wandert man über eine Asphaltstrasse zur Fafleralp (1795m). Nun wendet man sich westwärts und steigt auf einer Forststrasse berauf zum Uistre Talbach. Hier verlässt man die Forststrasse und folgt dem Wanderweg zum Blauseeli ins maleische Uisters Tal. Der Weg führt stets ansteigend dem Bach entlang bis in den hintersten Talkessel. Vom Talkessel beginnt nun der steile Aufstieg nach Nordosten über die Geröll- und Schuttflanke "An Verlorne Weng". Auf zirka 2500m erreicht man eine Weggabelung wo man den markierten Bergweg zum Blauseeli verlässt und nach links weiter den steilen Schutthang über einen unmarkierten Pfad steil aufsteigt. Auf 2700m let sich der Hang zurück und man kommt in ein Gerölltal das zu den Gletschrschliffplatten nordöstlich P.2916m des Chindelspitza-Grates leitet. Die Gletscherschliffplatten auf 2900m unterhalb des Üsser Talglletschers eignen sich gut für ein Biwak. Man findet dort sauberes Schmelzwasser und ebene Platten wo man sein Nachtlager aufschlagen kann. Wegen dem Felsuntergrund ist es dort jedoch schwierig ein Zelt dort aufzustellen.

Gletscherzustieg zum Westgrat von Süden

SCHWIERIGKEIT WS-. Vom Biwakplatz steigt man weegen Spalten in einem grossen Linksbogen bis unterhalb vom Chlys Tschingelhorn / Kleines Tschingelhorn über den Üsser Talgletscher auf. Zwischen 3000m und 3080m hat es einige grössere Spalten welche bei Schneeauflage Vorsicht verlangen. Nun quert man unter den Tschingelhörner nach Osten zum Inner Talgletscher wobei man unter dem Couloir des Grossen Tschingelhorn bis 3180m aufstiegt und anschliessend die Felsinsel südöstlich vom Grossen Tschingelhorn auf 3120m umgeht. Auch hier ist unbedingt die Spaltengefahr zu beachten, denn es lauern einige tiefe versteckte Löcher! Nach der Querung gelangt man einfach und wenig ansteigend in die Wetterlücke (3174m) und weiter zum Anfang des Lauterbrunner Breithorn Westgrates.

Gesammer Westgrat

SCHWIERIGKEIT ZS-. Man geht den Grat direkt aus der Lücke an und erklettert die ersten Felsen (II). Bald gelangt man in einfacheres Gelände (Schutt, kleine Felsstufen) mit Wegspuren. Man erreicht so das Gratstück mit dem roten Turm welches mit Bohrhaken abgesichert und schön zu Klettern (II+) ist. Nun steigt man immer etwa der Gratschneide entlang bergauf durch einfacheres Gelände (Fels I-II) zum Vermessungspunkt P.3403,0m welcher mit einer Holzstange markiert ist. Hier sollte man auf Steinmännchen und Wegspuren achten um den optimalen Weg zu erwischen. Vom Vermessungspunkt steigt man meistens dem Grat entlang (I-II) bis in vor eine deutilche Scharte. Schon vor der Scharte folgt man Spuren die vor dem Felszacken in die Südwestflanke leiten und gelangt so durch eine Rinne in die kleine Scharte (Fels II), alternativ kann auch schwieriger (III) direkt in die Scharte abgeklettert werden. Über einige Felsen (II) und Schutt gelangt man zum anschliessend zum unteren Felsriegel welcher über die ganze Südwestflanke reicht. Man wendet sich etwa 50m in die Flanke wo ein deutlicher Kamin die Schwachstelle der Steilstufe ist. Der Kamin (III) ist mit Bohrhaken und Schlingen abgesichert. Oberhalb der Felsstufe wendet man sich wieder zum Grat und gelangt über Schutt und einfache Felsen zum oberen Felsriegel welcher ebenfalls über die gesammte Südwestflanke zieht. Entlang Eisenstangen wendet man sich hier ebenfalls in die Südwestflanke und gelang so zu einem Couloir mit einem Fixseil und Sicherungsstangen. Nach dem Couloir steigt man dem Fixsteil entlang bis zu dessen Ende bei einer Sicherungsstange. Danach quert man wieder zurück auf den Grat wo die oberste Sicherungsstange verankert ist. Nach wenigen einfachen Felsen betritt man auf 3700m das Gipfelfirnfeld das zum obersten schmalen Gratstück hoch zieht. Das letzte Gratstück zum höchsten Punkt ist sehr ausgesetzt, besteht aus einfachen Felsen (I+) und Firn. Am Rand des Gipfelfirnfeldes und dem obersten Gipfelgrat sollte man unbedingt auf Wechten achten!
Übliches Hochtourenmaterial (Seil, Pickel, Schlingen, Steigeisen...).
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Nr. 4 vom 15.08.2011
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