TourenFührer - Route

Gipfel: Chaiserstock, 2515 m

Pifä

Route: Fantastica

Fantastica
Klettertour
100 m
3.0 Stunden
Von der  Lidernenhütte dem Normalweg entlang bis man unter die SW-Wand des Chaiserstocks gelangt. Zuletzt über eine steile Geröllhalde an den Wandfuss (Zeitbedarf ca. 1.5-2 Stunden). Dieser Zustieg ist bei entsprechenden Schneeverhältnissen auch im Winter mit Ski gut machbar.
Nomen est Omen, es handelt sich wirklich um eine absolut fantastische Kletterei. Die Route ist recht gut (jedoch nicht nach neustem Plaisir-Standard) abgesichert und verläuft in abwechslungsreicher und fordernder Kletterei grösstenteils in bombastisch strukturiertem Kalk.

Von den Erstbegehern wurde zuerst der Name Fantasia gewählt. Im Lauf der Zeit hat sich aber der Name Fantastica etabliert. Nachzulesen ist dies im Wandbuch am Ausstieg, welches schon Jahrzehnte zurückdatiert. Heute erhält die Route erstaunlicherweise nur noch wenige Begehungen, in den letzten vier Jahren waren es weniger als 10 Stück!

Der Einstieg befindet sich ungefähr in der Fallinie des Gipfels. Die Route ist nicht angeschrieben, jedoch mit einem schwach sichtbaren roten Punkt und einem Normalhaken am Einstieg markiert. Etwas Spürsinn für das Auffinden ist nötig.

Von der ersten, eher mässig abgesicherten Seillänge (5c+) lasse man sich nicht abschrecken. Erst nach vielen Metern folgt ein Normalhaken, noch viel weiter oben dann einige (Ring-)Bohrhaken. Es lohnt sich, dran zu bleiben...

In der zweiten Seillänge folgt ein fantastischer Tanz auf rauhen Kalkplatten. Gut abgesichert, Premium-Fels, 6a+ ist die Bewertung, welche die Erstbegeher ins Wandbuch schrieben.

Die dritte Seillänge beginnt mit einem Quergang nach links. Es handelt sich gleich um die Schlüsselstelle (6a) dieser Seillänge. Keine Sorge, das geht schon, auch wenn das Risiko eines etwas unangenehmen Sturzes in den Stand besteht.

Die vierte Seillänge kann mit der fünften kombiniert werden. 50m Seile reichen bequem bis zum Ausstieg. Hier trifft man auf wunderschönen Kalk-Rillenfels von allerbester Qualität. Die Absicherung ist gut und die Schwierigkeiten liegen nur etwa im Grad 5c.

Vom letzten Stand erreicht man in wenigen Schritten das Gipfelkreuz. Ein Fussabstieg auf dem Normalweg ist gut möglich. Es kann auch über die Route abgeseilt werden. Vom obersten Stand knapp 50m an Stand 3, danach 45m an Stand 1 und schliesslich etwa 40m zum Einstieg.
Benötigt werden 50m Seile und 10 Expressschlingen. Ein kleines Friendset (bis Camalot .75 oder Camalot 1) kann dienlich sein. Es sind zwar nicht viele Placements möglich, aber ich war dennoch froh um die Klemmgeräte, die ich gesetzt habe. Kühne Kletterer kommen bestimmt ohne aus. Klemmkeile sind schwierig einzusetzen und auch nicht nötig.
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Nr. 5 vom 20.10.2010
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