TourenFührer - Route

Gipfel: Schafbergwand, 1908 m

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Route: Sandi in the Moon (6b+)

Sandi in the Moon (6b+)
Klettertour
200 m
3.5 Stunden
Von Wildhaus (1098m) dem Wanderweg Richtung Gamplüt folgen. Vor Erreichen der Bergstation rechts halten und der Forststrasse entlang zur Alp Fros. In der letzten Rechts-Spitzkehre die Strasse verlassen und dem Pfad folgen, der etwas rechtshaltend unter die Wand führt. Zur östlichen Südwand mit der Route Sandi in the Moon gelangt man, indem man unter den Felsen auf einem deutlichen Pfad weiter nach rechts quert, zuletzt über ein exponiertes Band kletternd. Gehzeit ab Wildhaus ca. 1 Stunde.
Es handelt sich um eine Route des Vorarlbergers Wilfried Ammann aus den 80er Jahren. Ursprünglich (vor allem in den letzten beiden Seillängen) eher kühn abgesichert, wurde sie 2004 saniert, ist nun mit Inoxmaterial sehr gut ausgerüstet und hat sich dadurch zu einem Neoklassiker mit vielen Begehungen entwickelt.
Die Route bietet vorwiegend Plattenkletterei in sehr schönem, wasserzerfressenem Kalk, die Schwierigkeiten sind sehr homogen verteilt. Zwischen den Haken ist in etwa der Schwierigkeitsgrad 6a+ obligatorisch.

SL 1, 6a+, 50m: Schöne Platte mit vielen feinen Schüppchen. Unten prima abgesichert, oben 1x ein etwas längerer Abstand, hier evtl. ein Friend oder Keil nützlich.

SL 2, 1, 25m: Vorwiegend Gehgelände. Zuerst etwas gerade hochsteigen, dann linkshaltend dem Band entlang aufwärts. Stand bei einzelnem Bohrhaken und Sanduhr.

SL 3, 6a+, 30m: Schöne Kletterei an feinen Wasserrillen. Zu Beginn der Schlüsselstelle ist der Haken etwa auf Fusshöhe, diese Passage kann mit einem Keil (Rock Nr.4) noch besser gesichert werden. Im einfacheren (5c+) Mittelteil dieser Seillänge etwas grössere Abstände, wo 1-2 Keile/Friends angenehm sein können.

SL 4, 6a+, 30m: Prima Kletterei an weiterhin perfektem Fels. Zuerst etwas gemächlicher an Wasserrinnen und Löchern, richtig schwierig wird es erst zum Schluss, wo eine feine, plattige Aufwärtsquerung nach rechts zum Stand wartet. Achtung: Am Ende der Seillänge nach rechts zum Stand klettern und nicht gerade hoch, auch wenn dort ein Bohrhaken steckt. Jener (anderer Plättlityp) gehört zur Route "Hoi Du", welche an dieser Stelle quert.

SL 5, 6b+, 20m: Die ersten 10m stellen die Schlüsselpassage der Tour dar. Hier ist einfach alles (Griffe, Tritte) noch ein bisschen abschüssiger als sonst, doch im rauhen Fels kann man sich höherzaubern, fantastico! Der Rest der Seillänge ist wieder etwas gemütlichere Wasserrinnenkletterei (6a).

SL 6, 6a+, 25m: Zum Schluss nochmals eine homogene, super schöne Seillänge an kompaktem, wasserzerfressenem Fels.

Abstieg: Abseilen über die Route - alle Stände sind ausgerüstet, zwei davon können ausgelassen werden, so dass man in 4x wieder unten ist.
Nötig sind 2x50m Seil. Um alle Bohrhaken zu klinken, sind 11 Express notwendig. In den letzten 3 Seillängen sind zusätzliche Sicherungsmittel kaum sinnvoll anzubringen, in der ersten und dritten Seillänge wie oben erwähnt eventuell schon (=angenehm, es geht aber auch ohne).

Die Route ist an sich sehr gut eingebohrt, nur an einigen wenigen Stellen hat es entweder doch etwas längere Abstände, oder müssen schwierigere Stellen über den Haken bewältigt werden (schon gut so, ist ja kein Klettersteig).
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Nr. 2 vom 04.06.2007
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