TourenFührer - Route

Gipfel: Eiger, 3970 m

b&s

Route: Heckmair-Route

Heckmair-Route
Nordwände
1800 m
12.0 Stunden
den einstieg der "heckmair" erreicht man am einfachsten, indem man von der station eigergletscher dem ungefähren verlauf des eigertrails folgt, bis man westlich des ersten pfeilers über firnfelder in die wand einsteigen kann (1/2 h).

über diese firnfelder, die durch kurze wandstufen unterbrochen werden, steigt man bis zum zerschrundeten pfeiler hoch und erreicht bald darauf eine steilstufe. ein quergang nach rechts führt zu den plattigen felsen vor dem schwierigen riss. über die platten und den riss weiter, anschliessend links haltend richtung hinterstoisser-quergang. dieser berühmte quergang ist früh im jahr meistens noch mit genügend eis gespickt, sodass man sich nicht den arg zerfledderten seilen anvertrauen muss. nach dem quergang erreicht man wenig oberhalb das schwalbennest, wo eine erste bequeme biwakmöglichkeit besteht (2h).

nun steigt man das erste eisfeld empor und erklettert mithilfe des kurzen eisfalls die stufe zum zweiten eisfeld (fehlt der eisfall, benutzt man die felsen links davon). dieses ersteigt man linkshaltend und erreicht so die felsen des bügeleisens. in schöner, aber schwieriger kletterei zum nachfolgenden schneeband, wo linkshaltend das todesbiwak erreicht wird. viele bequeme biwakplätze (2h).

wiederum quergang nach links zur rampe, die bis zum wasserfallkamin einfach zu erklettern ist (hier kleiner biwakplatz, das spanier-biwak). nun in zwei unangenehmen, schwieriegen seillängen durch den kamin und die nachfolgende rinne auf's rampeneisfeld. auf diesem hoch bis zum brüchigen band. biwakmöglichkeiten. quergang nach rechts zum brüchigen riss, durch diesen hoch zum beginn des götterquergangs mit schönen biwakplätzen, die am abend sogar sonne erhalten (je nach sonnenstand) (4h).

der götterquergang ist früh im jahr ebenfalls mit genügend firn und eis bedeckt, sodass er nicht allzuviel nervenflattern bereitet. in der nun folgenden spinne über die wenig ausgeprägte rippe hoch zum ersten couloir. linkshaltend aufwärts bis zur letzten schwierigen seillänge, dem quarzriss. nach dieser kurzen seillänge quert man zunächst links, dann ein wenig abwärts und erklettert durch eine kurze rissverschneidung das kleine podest (corti-biwak). von hier links entlang von alten seilen absteigen, um eine ausgeprägte rinne zu erreichen. durch diese hoch bis zur schulter, kurz rechtshaltend und weiter aufwärts bis zum beginn des firngrates, der die N- und NE-wand trennt. über diesen hinauf zum mittellegigrat und über diesen zum gipfel (4,5h).
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Nr. 19 vom 04.08.2015
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Nikrok, b&s, Ralf Sussmann

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