TourenFührer - Route

Gipfel: Piz Pisoc, 3173 m

Hanspeter Willi

Route: Val Zuort - Fuorcletta da Pisoc (P.3017 LKS) - Südgrat

Val Zuort - Fuorcletta da Pisoc (P.3017 LKS) - Südgrat
Alpine Wanderung
1753 m
5.0 Stunden
Ausgangspunkt der Tour ist der Ortsteil Fontana (1402 m) von Tarasp.

Kurz oberhalb von Tarasp-Fontana steigt man ostseitig des aus dem Val Zuort kommenden Baches auf einem Waldweg zu Punkt 1717 im Val Zuort auf.
Schwierigkeit: T2, Pfad.

Einer Pfadspur folgt man nun durch Wald zu den oberhalb einer Höhe von 1800 Meter beginnenden Geröllhalden. Über diese steigt man auf Pfadspuren, den Felsriegel auf 2200 Meter Höhe ostseitig umgehend, hoch bis zum Punkt 2536.
Schwierigkeit: T3, Pfad, Begehungsspuren.
Zeitbedarf: 3 Stunden.

Zum Beginn der Rinne zur Fuorcletta da Pisoc (Punkt 3017, ohne Name auf der LKS) gibt es nun zwei Alternativen:
Besser (da etwas weniger mühsam und steinschlaggefährdet) steigt man entlang der Westseite des Piz Pisoc über die Felsstufe Punkt 2717 hoch, dahinter wird der Beginn der Rinne sichtbar.
Alternativ folgt man dem Talgrund des Val Zuort weiter, bis auf etwa 2600 Meter Höhe die Rinne von unten sichtbar wird. Man arbeitet sich nun direkt hoch zu den westseitigen Wänden des Piz dals Vadès und folgt diesen kräftezehrend in feinstem Geröll und unter gelegentlicher Zuhilfenahme der Randfelsen zum eigentlichen Beginn der Rinne auf ca. 2780 Meter Höhe.
Schwierigkeit: T4, weglos, mühsamer Steilschutt.
Zeitbedarf: 30 - 45 Minuten.
Hinweis: Niemals gerade zur Rinne hochsteigen, wenn sich oberhalb weitere Personen am Berg befinden - erhebliche Steinschlaggefahr, der Steilheit des Geländes wegen stürzen abgehende Steine bis in den Talboden durch!

Die Rinne zur Fuorcletta da Pisoc kann ziemlich mühsam und steinschlaggefährdet entlang der Felswand mit nach oben hin zunehmender Schwierigkeit ganz durchstiegen werden.
Schwierigkeit: bis T5+, je nach gewählter Route, weglos, Schrofen, im Ausstiegsbereich der Rinne Kletterei bis Schwierigkeitsgrad II-.

Man wechselt aber mit Vorteil sobald als möglich nach links hinaus in die nördlichen Begrenzungsfelsen der Rinne, wo über Schutt, Schrofen und Felsbänder ohne Probleme der Südgrat des Piz Pisoc etwas oberhalb der Einmündung der Rinne erreicht wird. Das Gelände sieht dabei von unten schwieriger aus, als es in Wirklichkeit ist. Es ist keine Kletterei notwendig, Pfadspuren und Steinmännchen im oberen Teil helfen bei der Orientierung.
Schwierigkeit: T4 - T5, je nach gewählter Route, weglos, Schrofen.
Zeitbedarf: 30 Minuten.
Hinweis: Im Bereich der Rinne herrscht eine erhebliche Steinschlaggefahr aus den mit Schutt überladenen Wänden des Piz dals Vadès!

Ab Fuorcletta da Pisoc ist der Aufstieg entlang des Südgrates mit rotweissen Markierungen versehen. Man folgt über Geröll, Schrofen und Felsstufen mehrheitlich dem Grat, wobei ein Aufschwung westseitig umgangen wird. Die Route ist nirgends ausgesetzt und erfordert nur an einzelnen Stellen wenige Meter Kletterei im Schwierigkeitsgrad I.
Schwierigkeit: T5, Schrofen, leichte Kletterstellen.
Zeitbedarf: 45 Minuten.
Bei einwandfreien Tourenbedingungen, wie man sie im Sommer und Frühherbst normalerweise antrifft, ist nebst festem Schuhwerk und einem Helm gegen Steinschlag keine weitere bergtechnische Ausrüstung notwendig.
Rechnet man mit erschwerten Verhältnissen wie Hartschnee, Eis oder gefrorenen Böden, entschärft das Mitführen und die Verwendung von Steigeisen brenzlige Situationen und hilft, unnötige und leider allzu oft tragisch endende Bergunfälle zu verhindern.

Zur besonderen Beachtung:
In der zur Fuorcletta da Pisoc führenden Rinne und ihrem näheren Umfeld herrscht auch bei Topverhältnissen am Berg erhebliche Steinschlaggefahr aus den mit Schutt überladenen Wänden des Piz dals Vadès. Ein Helm und vor allem eine angepasste Routenwahl sind hier für eine unfallfreie Besteigung sehr wichtig.
Die Ostseite des Gipfels liegt im Gebiet des Nationalparks, eine Begehung vom Val S-charl her ist nicht erlaubt.
Ergänze diese Route (Val Zuort - Fuorcletta da Pisoc (P.3017 LKS) - Südgrat) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 14 vom 08.04.2017
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Hanspeter Willi

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