TourenFührer - Route

Gipfel: Damavand (Iran), 5671 m

Pius Furger

Route: Von Rineh auf den Damavand

Von Rineh auf den Damavand
Skitour / Snowboardtour
Der Damāvand ("frostiger Berg“) oder Demawend (germanisierte Version) in der Provinz Māzandarānim im Elburs-Gebirge ist der höchste Berg Irans.
Er überragt als nur noch leicht rauchender Vulkanberg etwa 70 km ost-nordöstlich von Teheran südlich des Kaspischen Meeres alle umliegenden Berge. Er ist einer der höchsten freistehenden Berge der Welt. Der Höhenunterschied vom Fuss des Berges bis zum Gipfel beträgt bis zu 4.700 m, also deutlich mehr als beim Mount Everest.

Nach der Besteigung des Ararat in der Osttürkei haben wir bei Gurbulak die Grenze zum Iran überschritten und sind von Tabriz aus nach Teheran geflogen.
In gut vier Stunden erreichen wir das Bergdorf Rineh und beziehen im spartanisch eingerichteten Gästehaus der iranischen Bergsteigerföderation Quartier.

26. April:
Mit nostalgischen Allradfahrzeugen werden wir bei regnerischem Wetter von Einheimischen bis fast zum Ausgangspunkt der Besteigung,der Moschee Gusfandsara, transportiert.
Zuerst heisst es rund eine Stunde die Ski schultern, bevor es auf Ski hinauf geht zur neuen Bargah-e-Sewom-Hütte auf 4300 m.

27. April:
Da draussen ein Sturm vom Gröbsten tobt, verbringen wir den grössten Teil des Tages indoor. Die Hütte ist leider ungeheizt, die Indoor-Temperatur bewegt sich um die Nullgrad-Grenze. Daunenbekleidung ist auch innerhalb der Unterkunft kein Luxus.
Seit einer Woche sei das Wetter am Damavand schlecht, berichtet ein Franzose. Für den nächsten Tag ist jedoch eine Wetterbesserung prognostiziert.

28. April:
Da wir vom Ararat her bestens akklimatisiert sind, packen wir unsere Chance und nehmen den Gipfel in Angriff. Das Wetter ist erfreulich, der Wind macht uns jedoch auch heute zu schaffen.
Von der Hütte steigt man durch eine sich aufsteilende Schneerinne gerade hinauf und quert dann auf rund 5000 m nach rechts zu einem Felsriegel.
Auf 5250 m lassen wir die Ski zurück und überwinden mit den Steigeisen etwas rechtshaltend die letzten 450 m zum Gipfel.
Das Panorama auf dem Gipfel ist atemberaubend.
Wir fahren später nach einem Zwischenhalt in der Hütte bis fast zur Moschee Gusfandsara ab.
Nach einer weiteren Nacht im Gästehaus in Rineh gehts zurück nach Teheran und dann am nächsten Tag via Istanbul heimwärts.

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Nr. 1 vom 06.05.2011
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Pius Furger

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