TourenFührer - Route

Gipfel: Mont Blanc / Monte Bianco, 4808 m

b&s

Route: Innominatagrat

Innominatagrat
Berg-/Hochtour (Sommer)
3300 m
14.0 Stunden
tag 1:
vom parkplatz bei frêney im val veny (1560) überquert man die beiden brücken, die über die reissenden gletscherausflüsse des glacier du miage führen und steigt auf gut markiertem, gegen schluss klettersteigähnlichem weg zum ref.monzino (oder gamba) (2590) auf. (2 h) wer noch nicht genügend akklimatisiert ist, tut gut daran, hier beim sehr freundlichen und hilfsbereiten hüttenwart eine akklimatisierungsnacht einzulegen.
von der monzino-hütte auf wegspuren richtung N weiter an den glacier du brouillard und über diesen weiter zum col du frêney (3680) nördlich der pte.innomée. es ist ratsam, diesen sattel vor 10 uhr zu erreichen, da mit der sonneneinstrahlung der steinschlag aus den östlich gelegenen felsen stark zunimmt. vom sattel zunächst über firn, dann über unangenehme felsen hoch zu den beiden bivak-schachteln éccles (oder lampugnani). (4h)
eine alternative möglichkeit ist das überklettern des felsgrates zur pointe innomée (3729), womit sich die zustiegszeit knapp verdoppelt. (ZS, meistens fels)

tag 2:
es gibt 2 möglichkeiten, den col éccles zu erreichen: entweder seilt man von der oberen bivak-schachtel einmal gegen W auf den gletscher ab und steigt über den steilen gletscher zum pass hoch (im spätsommer kann der bergschrund schwierigkeiten bereiten) oder interessanter: man folgt den steinmännern und wegspuren nach NE, um so den gesamten grat zu überschreiten (interessante kletterstellen, doch hie und da nicht einfache wegfindung - es empfiehlt sich, am vorabend den ersten teil auszukundschaften. vom letzten aufschwung gelangt man mit ein bis zweimal abseilen auf den col éccles. (variante 1: ZS, 1h / variante 2: S, 2h)
nun wird die wegfindung einfach: alles entlang des grates, manchmal auch leicht links davon klettert man zu den beiden steilen roten türmen. diese werden zunächst durch einen risskamin (schlüsselstelle, IV bis V) und anschliessend nach kurzer E-seitiger traverse durch einen riss (III) erklettert. diese beiden türme bieten als einzige wirklich tollen mt.blanc-granit an. weiterhin dem grat entlang oder auch wieder wenig westlich ausweichend zum bekannten kurzen firngrätchen. vor dem letzten steilaufschwung beginnt man links gegen die steinschlaggefährdete rinne anzusteigen, überquert sie an geeigneter stelle, um auf der mittleren rippe gegen den brouillard-sporn hochzuklettern. je nach firnlage am schluss durch die steinschlagrinne oder auf den rötlichen felsen östlich davon auf den sporn. dieser führt zunächst in einfacher kletterei, zum schluss mit firn auf den brouillard-grat, über diesen wiederum gelangt man zum mt.blanc du courmayeur (4748).(S, 6 bis 8 h)
vom mt.blanc du courmayeur leicht absteigend zum col majeur (4741) und über den letzten firnhang zum hauptgipfel (4808). (L, 1/2 h)

abstieg:
je nach firnlage besteht bis circa mitte/ende august die möglichkeit, via die gonella-route zurück ins val veny zu gelangen.
ist diese route infolge zu starker ausaperung nicht mehr begehbar, bleiben einem nur folgende zwei varianten:
via "trois monts" zur aiguille du midi, um mit der luftseilbahn nach chamonix zu gelangen. von hier gibt es circa alle 2 stunden einen bus durch den tunnel nach courmayeur, wo man einen ortsbus zurück ins val veny besteigen kann. [sobald die bahnen auf italienerseite wieder in betrieb sind, kann man im juli und august auch mit der télécabine vallée blanche (oder auch zu fuss vom col du midi aus) nach der pointe helbronner und von dort per luftseilbahn nach entrèves bei courmyeur fahren.]
oder man steigt via dôme du goûter und bosses-grat zum nid d'aigle ab. per bahn nach st.gervais-les-bains, mit bus nach le fayet, per zug nach chamonix und dann wie oben beschrieben weiter ins val veny.
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Nr. 7 vom 05.09.2013
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