TourenFührer - Route

Gipfel: Alperschällihorn, 3039 m

Hanspeter Willi

Route: Safiental - Alperschällilücke - Nordflanke, Nordostgrat

Safiental - Alperschällilücke - Nordflanke, Nordostgrat
Alpine Wanderung
1314 m
3.3 Stunden
Vom Staubecken 'im Sand' im hintersten Ende des Safientals (ca. 1 km hinter dem Turrahus) steigt man auf dem Wanderweg über Piggamad und den Höllgraben zur Alperschällilücke auf.
Schwierigkeit: T3, bis zum kleinen Seelein auf 2454 Meter Höhe Pfadspur, dann meist weglos über Geröll, markiert.
Zeitbedarf: 2 Stunden.

Die Nordflanke des Alperschällihorns dominieren zwei Geröllfelder, die durch einen Felsriegel getrennt sind.
Man quert von der Alperschällilücke her kommend das untere Geröllfeld, bis man sich unter dem von der Alperschällilücke her nicht sichtbaren Durchstieg ins obere Geröllfeld befindet. Den Durchstieg ermöglicht eine erst hoch im Geröllfeld sichtbar werdende, wenig steile Geröllrinne.
In grobem, schlecht verfestigtem Geröll steigt man nun mühsam zur Rinne hoch und gelangt durch diese zum den Durchstieg markierenden Steinmann am Beginn des oberen Geröllfeldes.
Schwierigkeit: T4, im oberen Bereich Begehungsspuren.
Zeitbedarf: 30 Minuten.

Das etwas besser gangbare obere Geröllfeld durchsteigt man nun ebenfalls bis zu seinem obersten Ende. Von hier folgt man nun links haltend in wieder mühsamer werdendem Geröll der erst breiten und steilen Rampe in die Ostflanke des Berges. Die Rampe verflacht sich nach oben hin zusehends, wird etwas abschüssig und verschmälert sich zum Schluss hin auf Bänder von gegen einem Meter Breite. Man folgt ihr, bis sie an einer breiten, direkt zum Grat hochführenden Rinne endet. Dieser Punkt wird ebenfalls durch einen Steinmann markiert.
Schwierigkeit: T4, wenige Steinmännchen, kaum Begehungsspuren.
Zeitbedarf: 30 Minuten.

Den Felsen am rechten Rand dieser Rinne folgend steigt man nun mit der nötigen Vorsicht zum Grat hoch. Dabei ist jeder Griff und Tritt zu prüfen, da das Gestein in der Rinne unsäglich brüchig ist.
Den Grat erreicht man bei einer markanten, geologisch interessanten Stelle, wo der dunkle Fels von hellen Streifen unterbrochen wird.
Schwierigkeit: T5, der Brüchigkeit wegen anspruchsvollster Teil des Anstiegs.
Zeitbedarf: 5 bis 10 Minuten.

Nun folgt man dem Grat, wobei die erste Gratkuppe gut gangbar westseitig knapp unterhalb des Grates auf schmalen Schuttbändern traversiert wird.
Anschliessend wechselt man kurz in die Ostflanke, worauf man rasch den Gipfel erreicht.
Schwierigkeit: T4.
Zeitbedarf: 10 Minuten.

Der effektiv höchste, von einem kleinen Steinmännchen markierte Punkt bietet nur sehr wenig Platz. Man erklimmt ihn ostseitig des Grates in etwas abschüssigem, brüchigem Gelände.
Schwierigkeit: T5.
Zeitbedarf: 2 bis 5 Minuten.
Bei einwandfreien Tourenbedingungen, wie man sie im Hochsommer und Frühherbst normalerweise antrifft, ist nebst festem Schuhwerk keine weitere bergtechnische Ausrüstung notwendig.
Rechnet man mit erschwerten Verhältnissen wie Hartschnee, Eis oder gefrorenen Böden, entschärft das Mitführen und die Verwendung von Steigeisen brenzlige Situationen und hilft, unnötige und leider allzu oft tragisch endende Bergunfälle zu verhindern.

zusätzliche Hinweise:
Auf der gesamten Route ist bis auf die letzten Meter des Gipfelköpfchens keine Kletterei erforderlich. Weicht man dem übelsten Geröll über Fels aus, sind kurze Stellen im Schwierigkeitsgrad I zu bewältigen.
Die aus feinem bis grobem Geröll bestehenden Halden sind instabil und benötigen im Auf- wie im Abstieg die entsprechende Vorsicht und Zeit, um üblen Verletzungen vorzubeugen.
Der Berg weist wie auch die umliegenden Gipfel in seiner Substanz brüchiges Gestein auf. Den Umgang mit Bröselfels sollte man bei einer Begehung dieser Route unbedingt gewohnt sein.
Ergänze diese Route (Safiental - Alperschällilücke - Nordflanke, Nordostgrat) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 5 vom 29.08.2013
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Hanspeter Willi

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