TourenFührer - Route

Gipfel: Güferhorn, 3379 m

Bernie_83

Route: Westgrat, aus der Länta über die Läntalücke

Westgrat, aus der Länta über die Läntalücke
Berg-/Hochtour (Sommer)
1290 m
4.5 Stunden
Von der Länta-Hütte SAC 200 Meter taleinwärts, dort über die Brücke des Valser Rheins auf die Ostseite wechseln, und dann einige Höhenmeter richtung Furggelti (Bergwanderweg) hinauf bis zur Abzweigung Läntagletscher. 0.25 h.
Nun auf dem weiss-blau-weiss markierten Gletscherpfad bis zur Abzweigung Läntalücke (grosser Steinmann, roter Pfeil, beim Bach, der sich vom Schwarzhorn herunterzieht, ca. 2250m). 0.5 h.
Auf deutlichem Weg, und ab der Abzweigung bis zur Läntalücke immer den roten Markierungspunkten folgend, über die alte Seitenmoräne hoch zu einem haushohen Felsblock. 0.25 h (ab Hütte 1 h).
Die Route steigt nun weiter nach Südosten über gut eingewachsenes Geröll an und wechselt östlich von P. 2388 in Grashänge mit guten Trittspuren. In 2600 Metern Höhe wird die nördliche Seitenmoräne des westlichen Güfergletschers erreicht, über die auf deutlichem Weg bis zum grossen Steinmann in 2780 Metern Höhe aufgestiegen wird. 1 h (ab Hütte 2 h). Ein roter Pfeil weist nun nach Süden auf den flachen Gletscher hinaus, den man horizontal in einen schwach ausgeprägten Geröllsattel auf der gegenüberliegenden Seite quert (kleiner Steinmann). Nun auf deutlichen Wegspuren den Schutthang zu P. 2902 hoch, wobei zwei wenig hohe Felsstufen mit Ketten gesichert sind. 1 h (ab Hütte 3 h).
Nun immer dem Grat folgend (Fixseile), am Schluss durch ein Querband (Ketten), hoch zu P. 3058. 0.5 h (ab Hütte 3.5 h).
Von dort immer dem Westgrat folgend, vorbei an den Schultern P. 3125 und P.3332, auf den 3379 Meter hohen Gipfel des Güferhorns. 1 h (ab Hütte 4.5 h).
Der Grat bietet keine nennenswerten Schwierigkeiten, zwei Stellen erfordern die Hände, mehrheitlich weisen deutliche Trittspuren den genauen Routenverlauf.

HINWEIS A:
Die Tour ist bei trockenen Verhältnissen vorallem im August und September ideal.
Bis Mitte Juli kann entlang des Aufstieges, insbesondere an der Rippe zu P. 3058 Altschnee liegen. Sind dort die Ketten und Fixseile unter Schnee begraben, ist die Tour erheblich schwieriger einzustufen.

HINWEIS B:
Für die Traverse des westlichen Güfergletschers können Steigeisen hilfreich sein, insbesondere, wenn nach kalten Nächten der Schnee oder das Eis hart gefroren ist.

ROUTENBEGEHUNG VOM 10.07.2022:
Die Route bis zur Läntalücke ist wohl wegen des starken Rückgangs des Permafrosts? mittlerweile weitaus schwieriger einzustufen respektive nicht mehr empfehlenswert. Es hat viele Stellen mit losem Gestein / Geröll, welches kaum mehr Halt bietet und die Begehung schwierig macht. Zudem besteht an diesen Stellen absturzgefahr. Nicht alle diese Stellen sind aktuell mit zusätzlichen Steilen gesichert - wir hatten einen erfahrenen Hochtourengeher dabei, der glücklicherweise den Vorstieg übernehmen und uns dann sichern konnte. Eine Kettensicherung kurz vor der Läntalücke ist zudem ausgerissen, weshalb die Kette nur noch bedingt als Aufstiegshilfe verwendet werden kann. Wir würden die Route bis zur Läntalücke nicht noch einmal begehen.
Komplette Hochtourenausrüstung mit Seil, Pickel, Steigeisen und Klettergurt. Für den Aufstieg zur Läntalücke sind Selbstsicherungsschlingen mit HMS Karabinern für die Ketten und Fixseile sehr praktisch.
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESER ROUTE (AUSWAHL)
topo.verlag Hochtouren Topoführer Bündner Alpen (3. Aufl., 2021)
 
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Nr. 4 vom 11.07.2022
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