TourenFührer - Route

Gipfel: Hoher Ifen / Hochifen, 2230 m

Hanspeter Willi

Route: Sibratsgfäll, Hirschgundtal – Kesselgunten - Hintere Hochrubachalpe – Löwental - Gottesacker - Ifenmauer

Sibratsgfäll, Hirschgundtal – Kesselgunten - Hintere Hochrubachalpe – Löwental - Gottesacker - Ifenmauer
Alpine Wanderung
1375 m
5.3 Stunden
Ausgangspunkt der Route bildet die österreichisch-deutsche Landesgrenze (956 m) im Hirschgundtal, da auf deutschem Gebiet ein Fahrverbot besteht.
Hierher ab Sibratsgfäll mit Auto auf einer schmalen, aber guten Teerstrasse (3 km).

Man folgt der flach verlaufenden Teerstrasse auf deutschem Staatsgebiet bis zu den Häusern von Hirschgund.
Schwierigkeit: T1, Teerstrasse.
Zeitbedarf: 20 Minuten.
Distanz: etwa 1½ Kilometer.

Hier zweigt man ab und folgt der Fahrstrasse zur Hinteren Rubachalpe (979 m). Diese überquert den Achbach und führt durch Weiden in nur mässiger Steigung zur besagten Alpe.
Von hier folgt man der nun steiler werdenden Strasse bergwärts bis zur auf 1230 Meter liegenden Hütte im Kesselgunten.
Schwierigkeit: T1, Naturstrasse.
Zeitbedarf: 1 Stunde.
Distanz: etwa 3½ Kilometer.

Ab hier führt eine markierte, im Gelände aber nur wenig ausgeprägte Pfadspur erst kurz über Wiese, bald aber durch Wald sehr steil empor auf die Weiden der Vorderen Hochrubachalpe. Über diese hochsteigend trifft man bald einmal auf eine Naturstrasse, der man bis zur auf ca. 1575 m hoch gelegenen Jagdhütte folgt.
Schwierigkeit: T3, schwach ersichtliche Pfadspur, wenige Markierungen.
Zeitbedarf: 45 Minuten.

Ab Jagdhütte steigt man einem Pfad folgend 75 Höhenmeter in den Talboden (1500 m) der Hinteren Hochrubachalpe ab.
Nun steigt man in etwa dem Talboden folgend auf einer Pfadspur über Weide ostwärts zur Landesgrenze an, wo auf 1560 m Höhe der Weg Richtung Hirscheck abzweigt.
Schwierigkeit: T2, Pfad, markiert.
Zeitbedarf: 30 Minuten.

Der weitere Aufstieg führt nun weglos, aber sehr gut rotweiss markiert in fast reinem Karstgelände weiter ostwärts das Löwental hoch, bis sich am Sattel im Bereich der ehemaligen Gottesackeralpe auf 1835 m Höhe die verschiedenen Routen - unter anderem auch der von der Scharte der Oberen Gottesackerwände herunterführende Pfad – treffen.
Schwierigkeit: T3, weglos, Karstgelände, Trittsicherheit erforderlich, gute 1½ Kilometer Distanz, rotweiss markiert.
Zeitbedarf: 1 Stunde.

Nun folgen in faszinierend schöner Umgebung knappe zwei Kilometer sanfter Aufstieg über das Karstgelände des Gottesackers. Die Route ist ausreichend gut markiert, verlangt aber stete Aufmerksamkeit, da kein durchgehender Pfad vorhanden ist. Schrattenkalk wechselt mit Schutt und Gras, das Gelände ist zudem durchsetzt von Legföhren und von allerlei Tälchen und Hügelchen durchzogen. Dementsprechend langwierig gestaltet sich das Vorwärtskommen.
Etwa 500 m vor der Bergstation 'Ifen 2000' (2026 m) kommt man dann in offenes Gelände, wo man auf die Bergstation der Beförderungsanlagen zuhält.
Schwierigkeit: T3, ausreichend rotweiss markiert, weglos, Karstgelände.
Zeitbedarf: 1 Stunde.

Hier bietet sich alternativ die Möglichkeit, mit einigen zusätzlichen Höhenmetern dem Gratrücken folgend zum unbedeutenden, für das Bahnvolk mit einem Kreuz hergerichtete Hahnenköpfle (2143 m) aufzusteigen.
Schwierigkeit: T4, weglos, plus 120 Höhenmeter.
Zeitbedarf: plus 15 Minuten.

Für beide Routen ist anschliessend ein kurzer, markierter Abstieg ins sich südlich der Bergstation erstreckende Tälchen notwendig.
Von hier steigt man in südöstlicher Richtung auf einem ausgeprägten Pfad im wenig steilen Schutt empor zur Ifenwand. Diese wird an ihrer deutlich erkennbaren Schwachstelle durchstiegen. Die schwierigste Stelle ist drahtseilversichert, das Gelände nirgends wirklich ausgesetzt. Trotzdem ist hier Schwindelfreiheit notwendig.
In sanftem Anstieg über das flache Gipfeldach erreicht man daraufhin das Gipfelkreuz am höchsten Punkt.
Schwierigkeit: T3, blauweiss markierter und stellenweise drahtseilversicherter Pfad.
Zeitbedarf: 45 Minuten bis 1 Stunde.
Bei einwandfreien Tourenbedingungen, wie man sie im Sommer und Herbst normalerweise antrifft, ist nebst festem Schuhwerk keine weitere bergtechnische Ausrüstung notwendig.
Rechnet man mit erschwerten Verhältnissen wie Hartschnee, Eis oder gefrorenen Böden, entschärft das Mitführen und die Verwendung von Steigeisen brenzlige Situationen und hilft, unnötige und leider allzu oft tragisch endende Bergunfälle zu verhindern.

Hinweise:
Landschaftlich hervorragend schöne Tour. Auf Grund des vergleichsweise langen Zustiegs über Strassen ist diese Route eher für den Abstieg geeignet (4 Stunden vom Hohen Ifen zur österreichisch-deutschen Landesgrenze im Hirschgundtal).
Der zur Hochsaison fast unvermeidbare Volksauflauf im Gipfelbereich lässt sich durch geschickte Terminplanung umgehen.
Die letzte Wasserstelle findet sich in Form einer Wasserfassung etwas abseits des Pfads im Anstieg von der Hinteren Hochrubachalpe zur Landesgrenze. Im Gebiet des Gottesackers und am Hohen Ifen selbst findet sich kein Wasser. Es wird empfohlen, genügend Flüssigkeit mitzunehmen.

Zur besonderen Beachtung: 
Bei Schneelage ist die Begehung des Löwentals und des Gottesackers ausgesprochen heikel, es besteht Spaltensturzgefahr.
Ergänze diese Route (Sibratsgfäll, Hirschgundtal – Kesselgunten - Hintere Hochrubachalpe – Löwental - Gottesacker - Ifenmauer) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 4 vom 21.04.2018
Versionen vergleichen
6506 mal angezeigt
Hanspeter Willi

Verhältnisse