TourenFührer - Route

Gipfel: Gamsberg, 2385 m

Silvan#

Route: Goldloch-Route (Südost-Flanke)

Goldloch-Route (Südost-Flanke)
Alpine Wanderung
1000 m
3.0 Stunden
Flums - Berschis - Parkplatz Rotherdplangg (1085 m). Auf Fahrstrasse (mit Abkürzung über alte Fahrstrasse) zum Kurhaus Sennis. Alternativ ab Tscherlach Dorf (445 m) - Verachta - Sennis (1399 m).

Weiter Richtung NW in wenigen Minuten bis zum Sagenbach. Auf Wegspuren dem Bach entlang hoch zum "Zürcher-Couloir". Auf 1720 m bei grossen Steinblöcken befindet sich die nicht zu übersehende Einstiegsrampe. Dies ist, je nach Bedingungen, der unangenehmste Teil dieser ganzen T6+ Route. Zuunterst einige Meter Moränenschutt, dann wird der Fels sauber. Er ist schiefrig, plattig und wie am ganzen Berg grundsätzlich abwärts geschichtet. Man kann sich der Wand entlang empor arbeiten oder "auf Reibung" gehen.
Am Ende der Rampe befindet sich das Goldloch. Kurz oberhalb des Goldlochs am Grat erblickt man weit oben das Fenster. Man quert in Trittspuren steiles Grasgelände und kommt zu einem Einschnitt, der auf einem exponierten, abdrängenden Band leicht abwärts überwunden wird. Hier befindet (befand?) sich auch die einzige Sicherungsmöglichkeit in Form einer ausgebleichten Bandschlinge an zwei geschlagenen Haken. Nach dem Einschnitt geht es ca. 130hm über anhaltend steile Platten (II, expo) direkt hoch zum gut sichtbaren Felsenfenster. Direkt durch das Fenster hindurch klettern (III), oder evtl. auch links über abschüssige Platten umklettern (expo), und danach nach rechts auf die Rippe über dem Fenster steigen.
Nun alles über die Rippe hoch über steiles Gras und plattigen Fels. Gemspfade sind überall zu sehen. Ein deutlicher Pfad führt rechts weg über eine grosse Plattenflucht. Man kann hier nach Belieben mehr rechts oder mehr links an Höhe gewinnen. Das Ziel ist weit rechts oben, der SO-Hauptsporn direkt unter dem Gipfelgrat. Hier steilt das Gelände nochmals auf und man sucht sich seine Linie durch Fels und Gras auf den Grat, den man wenige Meter rechts (östlich) vom Gipfelsteinmann trifft (660m anhaltend T6+ ab Einstieg). Wer noch nicht genügend Luft unter den Füssen gehabt hat, kann sich noch auf den Weg zum Westgipfel machen (T5/T6).
Abstieg auf dem Normalweg (T5), genannt "Doppelgleis": Man folgt dem Grat abwärts nach Osten, teilweise in der Nordflanke, bis zur unübersehbaren Rinne, die in einem Zug nordostwärts bis ins Geröllfeld am Fusse des Gamsberges führt. Abstieg via Brüelen Richtung Voralpsee.

Die Sage zum Goldloch: http://www.sagen.at/texte/sagen/schweiz/st_gallen/goldloch_gamsberg.html
ggf. 1 - 2 Eisgeräte, evtl. 20m Seil.
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Nr. 8 vom 02.01.2017
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Fredy Keller, Silvan#

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