TourenFührer - Route

Gipfel: Vättnerchopf, 2618 m

Günter Joos (Gringo)

Route: Vättis - Ladils - O-Grat

Vättis - Ladils - O-Grat
Alpine Wanderung
1598 m
4.0 Stunden
Von Vättis wandert man auf der Strasse das Taminatal auswärts bis zum Chrüzbach am Dorfende. Ostseitig des Baches auf einem Natursträsschen ansteigend erreicht man nun Parweirsch.
Schwierigkeit: T1, Strassen.
Zeitbedarf: 20 Minuten.
Hier Parkmöglichkeit für Autos und Ausgangspunkt der Tour.

Von hier steigt man auf dem gut markierten, aber schmalen und stellenweise abschüssigen Pfad über den Sutersboden und das Schrinawäldli empor zu den Weiden von Ladils.
Schwierigkeit: T2, Pfad, rotweiss markiert, Schwindelfreiheit und festes Schuhwerk erforderlich.
Zeitbedarf: 1.75 Stunden

Der nun vor einem liegende Ostgrat weist im Gipfelbereich Wandstufen auf. Im Mittelteil ist er grasig, zuunterst läuft er mit Schrofen in den Weiden von Ladils aus.
Im Übergang vom grasigen Mittelteil zu den Schrofen im untersten Bereich weist der Grat eine kleine, flache, mit 2204 Meter Höhe kotierte Schulter auf. Diese gilt es aus der Sunntigweid der Alp Ladils her zu erreichen.
Unterhalb der besagten Gratschulter zieht das Steilgras an einer Stelle ohne Unterbruch durch Schrofen bis zum Grat hoch. Um zur Gratschulter zu gelangen, nutzt man die am wenigsten steilen Partien dieser Grasflanke.
Man steigt aus der Sunntigweid bergwärts, bis die Flanke richtig aufsteilt, quert dann waagrecht nordwärts in die Falllinie der Gratschulter und steigt über deren Steilgras endgültig zur Schulter empor. Der Aufstieg ist stellenweise recht steil und durch das abwärts verlaufende Gras unangenehm, man findet mit etwas Suchen aber immer wieder Trittchen und Steine, die ein sicheres Stehen erlauben.
Schwierigkeit: T4+, weglos, keine Markierungen. Gutes, festes Schuhwerk unbedingt erforderlich. Bei Nässe heikel, bei gefrorenem Boden oder Schnee nicht ungefährlich.
Zeitbedarf: 1 Stunde

Nun folgt man dem gut gangbaren Grasgrat bis zu den Felsstufen im oberen Teil. Diese umgeht man über Gras, Schutt und Schrofen in der Südflanke, ohne auf irgendwelche Probleme zu stossen.
Schwierigkeit: T4, weglos, keine Markierungen

Oberhalb der Felsstufen wechselt man wieder auf den Grat und erblickt nun rasch einmal den eigentlichen Gipfelkopf mit dem Kreuz.
Das letzte Gratstück hinüber zum Gipfelkopf weist nochmals in kurzen Bereichen plattigen Fels auf, der auf wenigen Metern ohne eigentliche Kletterei den Einsatz der Hände erfordert. Der kurze Aufstieg auf den Gipfelkopf selbst ist zwar steil, aber sehr gut gestuft und erfordert ebenfalls keine Kletterei.
Schwierigkeit: T4+, weglos, keine Markierungen.
Zeitbedarf: 45 Minuten ab Gratschulter
Bei einwandfreien Tourenbedingungen, wie man sie im Sommer und Herbst normalerweise antrifft, ist nebst festem Schuhwerk mit griffiger Sohle keine weitere bergtechnische Ausrüstung notwendig. Den Umgang mit Steilgras sollte man aber unbedingt gewohnt sein.
Rechnet man mit erschwerten Verhältnissen wie Hartschnee, Eis oder gefrorenen Böden, entschärft das Mitführen und die Verwendung von Steigeisen brenzlige Situationen und hilft, unnötige und leider allzu oft tragisch endende Bergunfälle zu verhindern.
Nr. 9 vom 03.06.2017
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