TourenFührer - Route

Gipfel: Alphubel, 4206 m

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Route: Rotgrat ab Täschhütte

Rotgrat ab Täschhütte
Berg-/Hochtour (Sommer)
1505 m
6.0 Stunden
Von der  Täschhütte auf dem Weg in Richtung Weingartensee durch das Tälli bis zum Pt. 3139. Hier gelangt man zum Einstieg am Wissgrat. Man folgt nun diesem Grat bis er bei Pt. 3637 mit dem Rotgrat zusammentrifft. Vor allem im unteren Teil können die schwierigeren Stellen oft auf der Südseite auf Bändern umgangen werden. Man muss jedoch darauf achten, nie zu weit unter die Gratkante gerät. Die schwierigste Stelle vor dem Zusammentreffen mit dem Rotgrat befindet sich auf ca. 3550 m. Die vorher einfache und brüchige Flanke wird hier von mit Rissen durchzogenen, brüchigen Felsplatten abgelöst. Man kann nun direkt über die Risssysteme hochklettern (III+). Vor allem bei Schnee sind diese Risse sehr heikel. Dann quert man besser kurz vor Beginn der Risse nach rechts bis zur Gratkante. Hier wird durch einen kurzen Kamin hochgestiegen. Daraufhin erreicht man in leichtem, brüchigem Gelände den Pt. 3637.

Nun folgt man dem Schneegrat bis auf ca. 3900 m. Dabei überklettert man 3 kurze Felsabsätze, von denen der dritte etwas heikel ist (loses Gestein).

Hier beginnt nun der schwierigere Teil der Kletterei. Gleich zu Beginn bewegt man sich entlang von Bändern und Rissen leicht ansteigend nach rechts, bis man die Gratkante erreicht (ca. 2 Sl bis zur Gratkante). Von hier aus folgt man dem Grat gerade aufwärts. Hier sind über mehrere Seillängen die Standplätze mit einem Bohrhaken ausgerüstet. Kurz nach der schwierigsten Stelle (III, 1 Haken) kommt man unter einen Aufschwung. Man klettert unter ihm nach rechts, überklettert einen kurzen Absatz und steigt dann wieder gerade hoch bis zu einem Band, das sich nach links zieht. Man folgt dem Band und klettert an dessen Ende gerade aufwärts um den Grat wieder zu erreichen. Von hier weg ist die Routenfindung einfacher. Man folgt immer mehr oder weniger der Gratkante bis zu einem Steilaufschwung der von einem Riss durchzogen ist. An dessen Fuss kann mit einem grösseren Friend relativ gut ein Stand eingerichtet werden. Man klettert durch diesen Riss hoch (III+, ohne Haken). Weiter dem Grat entlang, bis man über einen Turm zu den letzen Felsen gelangt. Diese bieten nochmals mehrere Seillängen plattige Kletterei (III, 1 Bh). Der letzte, senkrechte Turm kann relativ einfach aber sehr exponiert rechts über ein Band umgangen werden. Am Ende des Bandes über einfache Felsen hochklettern und man erreicht Pt. 4165. Nun über den einfachen Schneegrat zum Gipfel (4206 m).

Relativ nützlich für das Auffinden der gebohrten Standplätze ist das auf http://www.yeticlub.ch/oldpage/Routensicherung.htm zu findende Topo.
Neben der normalen Hochtourenausrüstung leisten ca. 8-9 Friends sowie ein Set Keile aller Grössen gute Dienste. Es gibt viele Möglichkeiten, sie zu setzen. Oftmals müssen sie auch für den Standplatzbau hinhalten.
Zudem können auch Bandschlingen gut gebraucht werden.

Es sind nur wenige Zwischensicherungen vorhanden. Das meiste muss selbst gelegt werden (was aber sehr gut Möglich ist).

Bei Vereisung oder viel Schnee im oberen Teil kann der Grat sehr heikel werden. Vor allem die Querung nach rechts auf ca. 3900 am Beginn des zweiten Felsteils ist dann sehr heikel.
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESER ROUTE (AUSWAHL)
topo.verlag Hochtouren Topoführer Walliser Alpen (2016)
Rother Hochtouren Westalpen (2013)
 
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Nr. 5 vom 09.08.2013
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