TourenFührer - Route

Gipfel: Orglen, 2691 m

Günter Diez

Route: Orglen - Überschreitung

Orglen - Überschreitung
Berg-/Hochtour (Sommer)
Vor 7 Jahren habe ich die Überschreitung von Ost nach West gemacht. An alle
Einzelheiten kann ich mich nicht mehr erinnern, aber eine ungefähre Routeneinschätzung
für Interessenten sollte auch schon hilfreich sein. Orientierungsschwierigkeiten gibt es kaum.
Von der Staumauer auf Bergweg nach Osten zum P.1624. Immer in Kammnähe,
über z.T.steile felsdurchsetzte Grashänge zum Simel und Ofen 2409 und zum Einstieg von Orgle 1, 2640 m.
Der Aufstieg erfolgt über steile Felsstufen der SE-Flanke, die wie überall mit reichlich Feinschutt
garniert sind, höchstens II+. Die Orglen 2 bis 5 sind leichter und relativ kurz zu erreichen.
Der Abstieg in die Orglenlücke 2610 erfolgt erst links, dann wieder rechts über steile
plattige Felsen direkt in die Lücke. II bis II+, oder laut Führer rechts, nordwestseitig mit
mehr Höhenverlust und leichter.
Etwas oberhalb der Lücke ziehen 2 sehr steile homogene Risse in gutem Fels ca. 25 m hinauf,
schätze III+. Sie sind sehr ausgesetzt, da sie nur mittels Querung in die Wand zu erreichen sind.
Der Einzelgänger ohne entspr. Fähigkeiten muss hier leider passen. Auch ich. Ihm bleibt nur
die etwas großzügige nördliche Umgehung wie folgt. Die Schuttrinne abwärts, bis man links auf
Schutthalden unter den Felsabrüchen, die leider keinen Durchstieg genehmigen, leicht fallend queren kann.
(Teil von Route 612). So bis ans Ende im oberen Hustäli. Hier auf Route 594 zum Orglensattel einbiegen.
Leicht hinauf bis zur Querung der erwähnten Schlucht. Sie ist nicht ganz so übel, Schnee und erdiges
Gelände machen sie aber etwas unbeliebt. Die folgenden Schutt- und Felsbänder sind wieder freundlicher und
gut gangbar bis zum Orglensattel 2629 m. Leicht zur 6. Orgle 2720 m.
Vom Sattel unter Nr. 7, 2730 m vorbei bis zur Felswand unter P. 2824. In gutem Fels zunehmend steiler und schwieriger zum ersehnten Gratkamm, II+. ( Hier Biwak )
Dem breiten Kamm folgen bis er sich zum felsigen Ostgrat aufschwingt.Bald kommt ein Einschnitt,der nur mittels Sprung leicht abwärts überquert werden kann. Rückkehr ausgeschlossen. Sicherheitshalber wieder
zurück und den Grat etwa 30 m unterhalb, etwas mühsam, am obersten Rand von Schutthängen umgehen.
Am Ende des felsigen Gratstückes hinauf und leicht zum Vdr. Panärahorn 3057 m.
Alles in allem eine recht eindrucksvolle Tour, kurzweilig mit interessanten Nahblicken in durchaus passablem
Fels ohne wirklich heikle Passagen und Schlüsselstellen. Einsamkeit garantiert. Durch die Umgehung leider nicht ganz so elegant. Zeitverlust ca. 2 Stunden und etwa 300 Hm. Die Orglen alleine sind aber auch schon eine Reise wert.
Start an der Staumauer um 12.30, Punkt 2824 20.30,
also etwa 8 Std.
Im Frühsommer eventuell Pickel und Eisen
Ergänze diese Route (Orglen - Überschreitung) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 2 vom 08.03.2008
Versionen vergleichen
2615 mal angezeigt

Verhältnisse