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Gipfel: Nesthorn, 3821 m

Pip74

Route: Normalroute von der Baltschiederklause

Normalroute von der Baltschiederklause
Berg-/Hochtour (Sommer)
1100 m
6.0 Stunden
Von der Baltschiederklause geht es erst in nordöstlicher, dann in nördlicher Richtung auf einer Moräne zum Baltschiedergletscher. Dieser Teil ist in der Dunkelheit dank Reflektoren problemlos zu finden. Die Moräne direkt abzusteigen ist evt. heikel, da sie noch stark in Bewegung ist! Besser dem Rücken weiter folgen und übers Fixseil und Platten auf den Gletscher. Achtung falsch: Fixseil nicht mehr benutzen (Info Hüttenwart 2016)!
Die Querung von Moränen und Toteismassen des Baltschiedergletschers und der anschliessende Aufstieg ist in der Dunkelheit nicht ganz einfach zu finden. (Wenige Steinmänner.)
Nun südlich der Felsen vorbei zum steileren Schlussaufstieg zum Einstiegspunkt der Baltschiederlücke. (Bei Schneeauflage im Frühsommer ist dieser Teil deutlich angenehmer!) Der Einstieg in die Baltschiederlicka ist unmittelbar nördlich (links) der Rinne und mit Eisenbügel und guten Ständen einfach zu ersteigen. Oben angekommen muss einige Meter nach Süden (rechts) in die Lücke abgestiegen werden.
Danach Querung einer Terasse und Absteigen über gletscherabgeschliffene Platten auf den Gredetschgletscher. Aufstieg auf demselben und Einstieg ins Gredetschjoch. Das Gredetschjoch ist neu (Stand 2014) mit Abseil- / Sicherungsstangen alle ca. 20m neu eingerichtet. Der Fels bleibt trotzdem schlecht und brüchig und bei mehreren Seilschaften herrscht Steinschlaggefahr.
Der Weiterweg ist schön und führt über einen einfachen Felsgrat (I bis II), der 200m östlich von Pkt. 3534m in Firn übergeht. Die Firnflanke steilt sich bis gegen 45 Grad auf und führt zum Vorgipfel. Vom Vorgipfel über einen mehr oder weniger stark verwächteten Grat zum Hauptgipfel.

Den Abstieg wählt man am besten über das Gredetschjoch entlang dem Aufstieg. Danach am schnellsten den langen Weg durchs Gredetschtal nach Mund oder via Baltschiederlicka zurück zur Klause.
Der Abstieg nach Norden über den Beichgletscher zur Oberaletschhütte ist stark vom Gletscherschwund betroffen und wird wohl am besten nur noch bei guter Sicht angegangen. Er ist allerdings besonders im Frühsommer und im Abstieg noch gut machbar!
Gletscherausrüstung, Abseilgerät.
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topo.verlag Hochtouren Topoführer Berner Alpen (2020)
 
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Nr. 5 vom 19.07.2017
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