TourenFührer - Route

Gipfel: Salbitschijen, 2981 m

Eugen Huber

Route: Salbitissima 6b+ (6b obli)

Salbitissima 6b+ (6b obli)
Klettertour
350 m
Vom Bahnhof Göschenen mit dem Postauto bis zur Abzweigung Salbit. Das Postauto reservieren, weil es nur fährt, wenn sich Leute angemeldet haben. Oder mit dem Auto direkt vom Parkplatz ca. 2 km hinter Göschenen. Dem schönen Wanderweg entlang hinauf zur Salbithütte (ca. 1,5 - 2 Std je nach Fitness). Hinter der Salbithütte gehts erstmal ein kleines Stück weiter dann hinab und dann dem blau-weiss markierten Wanderweg folgend Richtung Südgrat. Man kann dann ein paar hundert Meter ab der Senke rechts abzweigen (Steinmannli) und schräg hinüber queren direkt zum Einstieg der Salbitissima (je nach Jahreszeit Schneefeld am Einstieg (kleiner Pickel ev. empfehlenswert zum Stufen schlagen, wenn der Schnee noch hart ist.. oder Hüttenwart fragen ob ein kleiner Pickel ev. deponiert ist). Einstieg gut zu finden: Die Querung direkt zum 1. Stand und Start in die 2. SL der Salbitissima findet man ein paar Meter links der Route SE-Wand (Niedermann) - der Route mit dem markanten Klemmblock in ihrer 2. SL (gut von weitem sichtbar). Also muss die erste SL mehr oder weniger direkt unterhalb des 1. Stands sich befinden.
Die Routenbeschreibung habe ich von Robik (Eintrag aus dem Jahr 2012) ausgeliehen und wo nötig etwas angepasst.. Ich finde einfach, dass sie sehr gut geschrieben wurde:
Mal schon vorausgeschickt: Die Salbitissima bietet "Das Beste vom Besten" des Salbit zusammengefasst in einer Route (das Graterlebnis allerdings erst am Ausstieg;-)).
SL1: Wir verpassten die 1. SL. Statt dessen querten wir von etwas weiter oben zum ersten Stand. Ein formidables Rasenplätzli war damit der Ausgangspunkt für
SL2 6b: Genialer Piaz entlang einer Schuppe, die etwas enge Verschneidung hinauf und akrobatisch daraus heraus, dann einfacher bis Stand
SL3 6a+: Zwischendurch und drumherum, etwas athletisch und zum Schluss ganz fein
SL4 6a+: In noch feinerem Stile weiter und dann einfacher wieder etwas zwischendurch und drumherum bis auf grosses Band
Ab hier teilen sich die Routen in Ruska und Salbitissima auf. Fast direkt gerade (leicht schräg rechts) übers Band hinauf zum zweiten Teil
SL5 5c: Wunderschöne Riss- Verschneidungslänge, bestens selbst abzusichern
SL6 6a+: Abwechslungsreiche Kletterei in allen Stilen
SL7 6a: dito, lange und schöne SL, diesmal bis Pfeilerkopf vor der grossen (hellen) Verschneidung.
SL8 6a/1pa: Sieht schwer aus - ist dieser feine Riss wirklich kletterbar? Alles halb so wild, wirklich gut gängig und der "unsichtbare" Riss perfekt abzusichern. Dann rechts über die Platte zum Stand queren - etwas diffizil und verlangt einiges an Balance.
SL9 6b+/1pa: Nun wars an meinem Kollegen nochmals alles auszupacken, was es in diesem Gelände braucht (Stichwort "Nerven"). Eine genialere Granitlänge muss man wohl weit suchen: Es beginnt mit etwas piazen und Verschneidungskletterei, dann fein rechts hinauf dem stumpfen Riss folgend bis zum pa-Haken. Auf Reibung und extremst kleinen Trittchen (wenn man diese Unebenheiten überhaupt so nennen kann) nach rechts zum nächsten Riss queren, hinauf zu einer Abbruchkante mit Kamin und klemmend diesen hinauf und hinaus. Fertig? Nein, es warten nochmals gleich viele Meter (24!)! Beruhigen, durchatmen, Material zählen (knapp ;-(). Fein nach re hinaus zur Kante, einem Riss entlang hinauf und nun ... läuft der Riss aus. Der Blick um die Kante zeigt... einen Abgrund und auch keine schlauen Griffe. Jedoch, und das ist wirklich genial, kann man hier die äusserste Kante packen und dieser entlang hoch, bis man wieder nach li auf die Platte zum Stand kommt. (Dieser SL kann man durchaus auch eine 6c geben - meinen wir - nicht zu vergleichen mit der 6b+ von Leviathan am Gemsplanggen)
SL10 6b: Ein Riss, eine athletische Stelle am Dächlein, dann wieder abwechslungsreich bis zum Stand - diese SL ist wieder mit einigen Haken gut gesichert.
SL11 6a: Und auch hier muss noch geklettert werden, hinauf zum Grat, zum Irnigerstand und der Superaussicht.
Wer nun noch mag/kann a) direkt nach 1x abseilen noch 6b+ (Routenbuch) und 6a+ oder b) noch weiter runter und die ganze ... issima vollenden mit 4 Seillängen (5c+, 5c+, 6b+, 6a+)
Abstieg von dem 1. Teil Salbitissima: 50m luftig hinunter an Irnigerstand, danach noch 2x an Irniger. Nun folgt etwas mühsamere Abseilerei (an Muniringen) entlang der Anderrüthi/Niedermann (leicht östlich haltend), Richtung eines gut sichtbaren, riesigen Klemmblocks. Unter diesem hindurch noch 2 mal an Muniringen abseilen und zu Fuss die paar Meter zurück zum Einstieg. (Variante von Robik: Bei dem Klemmblock kletterten wir hinauf aufs Band, um wieder zum unteren Teil von Ruska/Salbitissima zu gelangen. Dort problemlos bis zum Einstieg.
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESER ROUTE (AUSWAHL)
Filidor extrem OST (2013)
 
Göschenen, Abzw. Salbit (Fahrtdauer: ÖV-Ausgangspunkt erfassen)
ÖV-Zeiten von www.arrlee.ch
Nr. 6 vom 30.08.2015
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robik, chalkfinger, Eugen Huber

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