TourenFührer - Route

Gipfel: Laliderer Spitze, 2588 m

Tobias B.

Route: Nordkante "Herzogkante"

Nordkante "Herzogkante"
Klettertour
600 m
Laliderer - Nordkante „Herzogkante“ (V-, 600 Hm, min. 20 SL)

Die Laliderer Nordkante gehört wohl zu den bekanntesten mittelschweren Felstouren der nördlichen Kalkalpen und ist einer der Karwendelklassiker schlecht hin. Dem berühmten Erstbegeher Otto „Rambo“ Herzog und seinen zwei Geschwistern Christian und Paula (!) hat sie auch ihren Beinamen „Herzogkante“ zu verdanken. Bereits 1911 fand die Erstbegehung statt. Es handelt sich um eine lange, nicht zu unterschätzende, teils brüchige aber großzügige und eindrucksvolle Klettertour. Die Kante ragt über der Falkenhütte gewaltig in den Himmel und hat großes Ambiente zu bieten. Zusammen mit dem berühmt, berüchtigten Abstieg durch die Spindlerschlucht ist ein unvergessliches Alpinerlebnis vorprogrammiert.

Laliderer Spitze (2583 m) - Nordkante „Herzogkante“:
-EB: Geschwister Otto, Christian und Paula Herzog 1911
-1.Winterbegehung: Hermann Buhl und W. Gruber 1948
-Schwierigkeit: V- in drei Seillängen, sehr anhaltend im IV Grad, teils III, selten richtig leicht
-Felsqualität: Größtenteils guter, aber dennoch klassisch alpiner Fels. Gegen Ende hin nimmt die Brüchigkeit deutlich zu
-Absicherung: Stände größtenteils an geklebten aber umgeschlagenen Bühlerhaken. Es können aber alle Benutzt werden. Entweder passt ein Karabiner gerade noch durch oder eine Schlinge durchfädeln. Zwischensicherung an wenigen vorhandenen Normalhaken, die aber alle einen guten Eindruck machten. Mit Cams und Keilen zusätzliche Absicherung gut möglich.
-Kantenlänge: ca. 600 Hm, mindestens 20 Seillängen
-Kletterzeit: 6 - 8 h

Abstieg Spindlerschlucht:
-grimmiges Gelände, herb alpiner Abstieg
-6 geklebte AV-Ringe, ca. 6 weitere eingerichtete Abseilstellen, an Schlingen und Normalhaken vorhanden.
-Abseilstellen ca. 20-25 m
-bei Benutzung aller Abseilstellen anhaltendes, grötenteils schottriges I-II er Gelände. Bei Nichtbenutzung aller Abseilstellen abklettern bis III-IV
-nicht immer einfache Orientierung, teils Steinmänner und stark verblaste rote Markierungen
-bei mehreren Seilschaften sehr große Steinschlaggefahr



-Kletterführer Karwendel
3. Auflage 2007
Panico Alpinverlag

-Topo von Walter Lackermayr auf http://wuidebuam.blogspot.de/

-Tourenbericht, viele Bilder und weitere Infos zur Kante, Spindlerschlucht usw. im Forum von www.rocksports.de
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Nr. 4 vom 25.08.2012
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