TourenFührer - Route

Gipfel: Hochgall / Collalto, 3436 m

Martin Mandler

Route: Nordgrat (und Hüttenzustieg)

Nordgrat (und Hüttenzustieg)
Berg-/Hochtour (Sommer)
1160 m
7.0 Stunden
Anfahrt:
Über Bruneck Ahrntal nach Sand in Taufers, Abzweigung nach Rein 1.540m, großer Parkplatz.

Hüttenzustieg:
Über den sehr schönen Weg Nr. 1 in angenehmer Steigung zur Kasslerhütte 2.276m. 730 Hm, 1,5 Stunden. Übernachtung.

http://www.kasseler-huette.com/tauferer_ahrntal_schutzhuette.htm

Nordgrat:
Von der Hütte zuerst über den Hardtegenweg Weg Nr. 8 flach und etwas absteigend in ca. 20 Minuten zu einem Bach. Direkt nach dem Bach zeigen Steinmännchen den Steig hinauf bis zu einem Gletschersee 2.560m.

Hier den Ablauf des Sees überqueren und dann über wildes Blockgelände auf die sichelförmige Moräne, die im großen Linksbogen hinaufführt zu den Ausläufern des Grauen Nöckl. Immer zeigen Steinmänner den besten Steig zum grauen Nöckl 3.080 m.

Hier geht man meistens auf der rechten Seite des Grates, manchmal auf dem Grat. Manchmal muss man etwas auf loses Geröll achten. Bis hierher ca 2,5 Stunden.

Ab dem grauen Nöckl leicht absteigend zu einem Drahtseil, das 10 m zu einer Scharte hinunterführt. Dann weiter zuerst an der rechten, später an der linken Seite des Grates hinüber zum Gipfelgrat. Kurz muss man ein Firnfeld entlang gehen. Hier ist es sehr von den Verhältnissen abhängig, ob man Steigeisen benötigt. Am besten in der Hütte anrufen.

Ab hier wieder direkt am Grat. Ab und zu ausgesetzt, aber fast immer an sehr festem Gestein im Schwierigkeitsgrad I und II Richtung Gipfel. Im oberen, plattigen Teil des Grates nimmt man die Stahlseile dankbar an.

Gesamtzeit zum Gipfel 4 h 15m. Abstieg wie Aufsteig, ca. 3,5 h.

Stabiles Wetter ist für diese Tour Voraussetzung, da man am Grat keine Fluchtmöglichkeit hat!

Fallweise ist in der Literatur der Zustieg ist anders beschrieben, nämlich zuerst über den Weg Nr. 4 Richtung Antholzer Scharte und Magerstein und erst auf einer Höhe von ca. 2.600m quert man zuerst eben und dann absteigend hinüber zu dem oben beschriebenen Gletschersee. Dieser Zustieg ist langsamer und unübersichtlich. Ev. kann man diesen Zustieg am Rückweg nehmen.
In der älteren Literatur (Hochtouren in den Ostalpen, Verlag Rother Selcetion) ist die Tour als Gletschertour beschrieben, aber Gletscherberührung gibt es praktisch nicht mehr.

Ob man ein Seil mitnimmt, hängt vom Können der Teilnehmer ab. Wenn ja, sollten ca. 3 Köpflschlingen als Zwischensicherungen reichen.
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESER ROUTE (AUSWAHL)
Rother Ostalpen Hochtourenführer (6. Auflage 2015)
 
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Nr. 4 vom 19.08.2008
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