TourenFührer - Route

Gipfel: Schreckhorn, 4078 m

zurfi

Route: SW-Grat (Normalroute)

SW-Grat (Normalroute)
Berg-/Hochtour (Sommer)
1600 m
6.5 Stunden
Von der Schreckhornhütte über die vorgelagerte Moräne hinab zum ebenen Gletscher. Diesem ca. 500 Meter auf der orografisch rechten Seite des Gletschers folgen. Sobald eine zerklüftete Felsstruktur erkennbar ist, findet man den berühmten Helm auf einem flachen grossen Findling (dieser ist sonst in der Nacht kaum auffindbar). Dort zwischen den Felsen schräg rechts hinauf (Steinmänner und Fixseil).
Dann folgt ein langer, steiniger Aufstieg auf einem Pfad, der hinauf zum Gaag (ca. 3200 Meter; 2 Stunden ab Hütte) führt.
Beim Gaag betritt man den Gletscher und traversiert bis unter den Bergschrund (3 Stunden ab Hütte). Der Bergschrund wird oft am besten direkt unter dem großen Couloir überwunden. Gerade hoch, bis man nach links Richtung Rampe raussteigen kann. Man steigt links weiter auf die Rippe, die in schönem Fels (II) auf die Schulter führt. Wenn im Couloir rechts von der Rippe Trittschnee liegt, kann man dort zeitsparend aufsteigen (nur, wenn oben keine Seilschaften unterwegs sind, sonst Steinschlaggefahr!). Ab der Schulter führt eine schöne Kletterei mit Stellen III+ in sehr gutem Fels und am Schluss über ein kleines Eisfeld auf den Gipfel (ab Hütte in 6 Stunden). Es hat ab und zu Sicherungsstellen.
Abstieg: Die Route kann entweder von versierten Berggängern abgeklettert werden (Gipfel bis Hütte für rasche Seilschaften in 4 Stunden, eher aber 5-6 Stunden einkalkulieren). Oder dann wird mit einem 50 Meter-Seil abgeseilt.
Conclusio: Es ist ein Gipfel, der nur versierten Berggängern vorbehalten bleibt. Es handelt sich um eine sehr lange, steile und konstant anspruchsvolle Tour mit einzelnen heiklen, ausgesetzten Passagen.
Wird meist mit Bergschuhen am mittellangen Seil gegangen. Einzelne BH/Ringe fürs Abseilen vorhanden, Abstand 20-25m, Schlingen und ein paar Friends können gut zur Absicherung verwendet werden.
Bei guten Verhältnissen objektiv recht sichere Route.
Nur für erfahrene Bergsteiger, die die Verhältnisse einschätzen und die Schwierigkeiten zügig bewältigen können!
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESER ROUTE (AUSWAHL)
topo.verlag Hochtouren Topoführer Berner Alpen (2016)
Rother Hochtouren Westalpen (2013)
 
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Nr. 23 vom 21.08.2017
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