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Gipfel: Piz Ela, 3339 m

Silvan#

Route: Nord-Süd-Überschreitung: Piz Spadlatscha - Piz d'Uglix - Piz Ela - Pt. 3180 - SE-Grat

Nord-Süd-Überschreitung: Piz Spadlatscha - Piz d'Uglix - Piz Ela - Pt. 3180 - SE-Grat
Berg-/Hochtour (Sommer)
1200 m
12.0 Stunden
Vorweg: Wer die Tour angeht, sollte zweimal überlegen ob er sich dem Risiko des brüchigen Fels aussetzen will.
Ab Camonas d'Ela (2252 m) den Bergüner Hüttenweg zur Passhöhe (2385 m) dann über Gras und Schutt zu P.2603m. Über gut kletterbare teilweise lose Platten zum Piz Spadlatscha (2871m, 1:45 h). Dem Grat folgen, ab P.2844 wechselt das schiefrige Gestein zu Dolomit. Der Grat ist anfänglich leicht, einen Gratturm umgeht man in der Westflanke. Piz d'Uglix (2967 m) wird über den Nordgrat erklettert, im Abstieg links haltend über schuttbedeckte, steile und griffarme Stufen zur Scharte wo der Gendarmengrat beginnt. Diesen direkt überklettern (Doppelgendarm östlich umgehen, letzen Gratturm westlich) oder das gesammt Gratstück links (ost) auf einem schmalen fast waagrechten Band umgehen. Nochmals ca. 5 m östlich absteigend erreicht man die Scharte P.2928 (4:30h ab Hütte).
Hier kommt man auch direkt von der Ela-Hütte durch ein Couloir -> http://www.gipfelbuch.ch/gipfelbuch/detail/id/49395)
Auf einem Geröllband geht man leicht aufsteigend in die Westflanke bis ein Risskamin steil aufwärts rechts an der Bastion vorbeiführt. Auf schuttbedeckten Bändern aufwärts bis ca. 3000m (5:30 h). Nun wird der Grat flacher und ist bis zum Westgipfel (3330m) gut begehbar (7:00 h). Beim Übergang zum Hauptgipfel steigt man kurz nach West ab und quert über eine heikle Platte zu einem schmalen ausgesetzen Band mit guten Griffen (heikel, können ausbrechen!) in die Scharte zwischen beiden Gipfeln. ca. 5 m westlich unterhalb des Grates bleiben und zum Hauptgipfel aufsteigen (3339m). 8h ab Hütte.
Als Abstieg empfielt sich der Westgrat: [link: http://www.gipfelbuch.ch/gipfelbuch/detail/id/37687]
Die Beschreibung ("verspätetes Gedächtnisprotokoll!") "(...)tönt [laut Autor] eventuell missverständlich an. Wir hatten natürlich keine durchgehende Abseilpiste! 90 % der Route besteht aus Gehgelände oder einfachen Schrofen. 3 - 4 SL (II-III) mit gebohrten Standhaken + Absteilstellen: Etwa 6 - 7 gebohrte Haken, alle im Abstiegssinne zwischen dem Verlassen des Vorgipfels und dem Frühstücksplatz (wo im Aufstieg erstmals er schwach ausgeprägten Grat zum Vorgipfel erreicht wird). Die beiden Zwischenhaken befanden sich jeweils von oben gesehen links der Aufstiegsroute - man querte auf Bändern nach rechts zurück. Es musste definitiv kein anspruchsvolles Gelände abgeklettert werden, beim Abstieg muss das Seil nicht benutzt werden."
Eigentlich übersteigt die Schwierigkeit selten III, ZS, jedoch aufgrund der Ernsthaftigkeit (Länge, Felsqualität, Rückzugsmöglichkeiten) sei die Route mit S- bewertet.
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESER ROUTE (AUSWAHL)
topo.verlag Hochtouren Topoführer Bündner Alpen (2020)
 
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Nr. 5 vom 22.10.2012
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