TourenFührer - Route

Gipfel: Dammastock, 3630 m

ManuS

Route: E-Rippe

E-Rippe
Berg-/Hochtour (Sommer)
1200 m
6.0 Stunden
Von der Dammahütte auf markiertem Pfad (blau-weiss), entlang des Moosstockes auf ca.2800m zum Beginn des Gletschers. Dem sehr spaltenreichen Gletscher (Ausaperung!) westwärts bis auf ca.3000m auf einen Rücken folgen. Je nach Verhältnissen die folgend Spaltenzone leicht aufsteigen nach südwesten durchqueren, anschliessend Aufstieg über Bergschrund/Felsen zu Punkt 3216m am Beginn des kurzen Firngrates.
Ab Punkt 3216 dem Firngrat folgen bis an seinen höchsten Punkt, dann einige Meter dem Felsfuss entlang nach N bis knapp links des Steinschlag gefährdeten Couloirs.

Die Schwierigkeiten bis zum Einstieg in die Felsen hängen stark von der Ausaperung im Verlauf der Saison ab. Mitte August 2012 war der Gletscher noch hinreichend mit Altschnee bedeckt, sodass die Spalten keine nennenswerten Schwierigkeiten boten. Wenig später werden die Überwindung der Spaltenzone zwischen 2900 und 3000 m, der Schrund im Aufstieg zum E-Sporn und das oberste Firnfeld im Sporn (steiles Eis) bereits mühsam.
Die aktuellste Version der 25'000er Karte zeigt einen Gletscherstand, der nicht mehr der Wirklichkeit entspricht. Von einer Querung des E-Sporns im Mittelteil und dem nachfolgenden Anstieg im S, wie er im SAC-Auswahlführer von 2004 beschrieben wird, ist abzusehen!

Nun in die Begrenzungsfelsen einsteigen (neuer Bohrhackenstand bei altem Hacken/orange Schlinge) und der Rippe folgen. Immer der Rippe oder den südlichen Begrenzungsfelsen folgen (Schwierigkeit III+, z.T. blau markiert, Bohrhackenstände ca. alle 25m, Zwischensicherungen an Zackenschlingen oder an flexiblen Sicherungsmitteln).
Bei einer Scharte (ca. 7SL), eventl. Pendelquergang nach links in einen Riss zum Stand oder ca.5m unterhalb der Scharte nach links absteigend (Riss) zu gut gestuftem Gelände queren, weiter zum Stand. (Achtung! das Ausweichen in die Nordseite der Scharte ist gefählich!) Weiter in schöner Kletterei zum Ausstieg und südwärts zum Hauptgipfel.
Abstieg über Rhonegletscher oder Abseilen über die Route. Die Abseilstellen sind gut eingerichtet; die Abseilerei selbst jedoch ist zeitaufwändig und besonders, wenn mehrere Gruppen unterwegs sind, nicht zu empfehlen.

Info: Ende Juli 2017 wurde vom Hüttenwerkerteam des SAC Pilatus die Route von der Dammahütte bis zum Gletscher neu markiert und mit Steinmänner versehen.
Hochtourenausrüstung. 30m Seil, für Abseilen über die Route mind. 50m, besser 60m. Flexible Sicherungsmittel (Cams und Schlingen).
PRINT- ODER ONLINE-PUBLIKATIONEN ZU DIESER ROUTE (AUSWAHL)
topo.verlag Hochtouren Topoführer Urner, Glarner und Tessiner Alpen (2017)
 
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Nr. 7 vom 28.07.2018
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