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Klettersteig
1 Person
5-20 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
ausgezeichnet
Tourenbeginn um 10:10 Uhr ab der Bergstation nach Ausleih und Erprobung des angemieteten neuen KS-Set-Systems mit dem Sicherheitshaken von Vertical Trek Innovations bei der Verleih-Station am 5., welches ich mal testen wollte. Mehr Infos dazu siehe im Fenster „Route“ oben, bzw. im Tourenführer von gipfelbuch.ch vom 11.8.2022. An der Talstation der LSB zahlt man die Miete für das KS-Set inklusive Helm. Eigener Helm macht die Sache nicht günstiger. Darum heute Fotos mit orangener Reis-Schüssel auf dem Kopf.
Der Klettersteig ist so gebaut (kurze Abstände zwischen Eisengriffen und Tritten), dass auch Kinder sich daran üben können. Zur Zeit ist der neue Steig, das in einem schweizer KS erstmals verbaute Sicherheitssystem und der Freizeitpark an der Mittelstation stark frequentiert, wie mir die Dame am Verleih-Hüttchen sagte. Am heutigen Werktag war der Andrang jedoch nicht so hoch, wegen dem angekündigten Gewitterregen ab Nachmittag. Fazit des Tests mit dem KS-Sicherheitshaken „Ocho Max“ von Vertical Trek Innovations: Das Steig-Sicherungssystem kann man vergleichen mit dem in der Via Ferrata Gentianes verbauten System „Prisme Aeroligne der Fa. TechFun (siehe Tourenführer-Eintrag Nr. 20487 zum Monts de Cion vom 20.9.2019). Allerdings mit dem Unterschied, dass dort verwendeter Haken über eine mechanische Notfunktion verfügt, um sich evtl. mal aus dem Seil auszuspannen. Mit dem Haken „Ocho Max“ geht das hier nicht. Sondern dann muß man sich komplett des Sitzgurtes entledigen. Das System ist jedenfalls robust, sehr leicht zu bedienen und verwendetes Material äußerst wetterfest. Der Haken an und für sich ist mit 364 gramm allerdings erheblich schwerer als ein, oder 2 KS-Karabiner. Bei etwas Routine „fährt“ man mit dem Ocho-Haken jedoch durch die Ankerbleche und Weichen (Quad-Platten) schneller durch als das Umsetzen von 2 Karabinern geschieht. Lediglich beim X-Trek am Gipfel muss man überlegen, wie rum man den Haken drehen muß, um nach rechts, oder links hinauf dem Seil zur Gipfelrast folgen. Als sehr sinnvoll erweisen sich die 5 „Zones de dépassement“ bei viel Besuchern. Dieses, wie auch alle ähnlichen Systeme erfüllen ihren Zweck anstandslos und sicher in Erlebnispark-Anlagen und bieten dem Anlagen-Betreiber die Möglichkeit, einerseits, die Besucher verantwortungsvoll „allein laufen zu lassen“ ohne personelle Betreuung. Andererseits haftungsrechtlich ein Benutzer-System anzubieten, wo es keine, oder kaum Fehlbedienung geben kann. Sieht man mal davon ab, dass jemand an einer Quad-Platte nicht mehr weiter weiß, wie rum der Haken zu drehen ist. Eine Mischform von den verschiedenen (französischen) Systemen ist das System der „kommunizierenden Karabiner“. Siehe Tourenführer Eintrag Nr. 20283 zum Monte Alluratu vom 12.7.2019, welches sich ebenfalls nicht weit durchsetzte. Entscheidend ist m.E. dabei, dass die Fixpunkte all dieser Systeme zu anfällig sind gegenüber alpinen Gewalten, wie sie in alpinen Klettersteigen, oder hoch liegenden Sportsteigen stets vorherrschen, im Gegensatz zu talnahen Erlebnisparks, oder Waldseilgärten. Auch sind die materialstarken Bauelemente aus Edelstahl teuer. Somit auch laufende Erhaltungskosten, wenn einige von denen aufgrund von Zerstörung nach jedem Winter erneuert werden müssen. Denn sobald auch nur eine Seilanker-Platte verbogen ist, rutscht der Sicherheitshaken nicht mehr drüber. Ein Karabiner-Set dagegen allemal. Oder man klinkt sich mal mittels Karabiner aus, wenn’s hakt. Insofern glaube ich, dass auch dieses System sich nicht weit verbreiten wird in all den vielen alpinen Klettersteigen. Aus Sicht der Betreiber und Erhalter dieses Klettersteigs ist allerdings dieses System bestimmt ein Garant dafür, in einem Personenschadensfall dem Beweis des ersten Anscheins zu genügen, ein System zur Benutzung angeboten zu haben, welches als bedienungs- und sturzsicher gilt. Und wenn dieses nicht benutzt wird, sondern irgendwer sein eigenes benutzt, obendrein außerhalb der Betriebszeiten des Betreibers, der ist dann „selber schuld“. Zwar war dieses Prinzip der Eigenverantwortung für passionierte Bergsteiger schon immer selbstverständlich. Jedoch nicht für Geld bei gelernten Juristen.
Vor mir stiegen 6 Leute. Nach mir kamen ca. 17 Ferratisten. Schätzungsweise 15% von denen benutzten das ausleihbare Sicherungsset. Im Steig ließ ich ein schnelleres KS-Duo vorbei mit eigenem karabinerbestücktem Y-Seil. Ich beschäftigte mich (gewollt) zu ausgiebig mit dem neuen Teil. Das Ausleihmaterial bekommt man während der Betriebszeiten der Luftseilbahn. Deren Betriebszeiten sind: vom 26.5. bis 2.10. und 15.-30.10. täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr, am Freitag und Samstag bis 22:30 Uhr. Vom 3.-14.10. nur freitags von 16:30-22:30 Uhr, samstags bereits ab 09:00 Uhr, sonntags von 09:00 bis 18:00 Uhr. Retourfahrt kostet CHF 23,00. Die Klettersteigbenutzung kostet CHF 4,00, wird aber nicht kontrolliert, sondern kontrolliert wird nur die Anzahl der KS-Benutzer (also auch die mit eigenem KS-Set) mittels Lichtschranke am Zustiegspfad (könnte man aber umgehen). Das KS-Material (Helm und Gurt mit Bandfalldämpfer und Sicherheitshaken kann man sich beim Holzhüttchen zwischen der Bergstation und dem Restaurant ausleihen für CHF 18,00. Im Paket (Retourfahrt, KS-Benutzung, KS-Set) zahlt man CHF 39,00, Kinder ab 6 J. CHF 31,00. Wer den Freizeitpark von Charmey Adventures mit Waldseilgarten und über 11 Seilrutschen (Tyroliennes) zwischen den Bäumen benutzen will (die längste ist 300 m lang), zahlt an der Talstation CHF 59,00. (Stand: 2022).
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Letzte Änderung: 15.08.2022, 20:18Aufrufe: 782 mal angezeigt

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