Gipfelbuch - Details

Dome de slot/Distelgrat, 2700 m.ü.M.

mdettling (Tourengänger)
29.07.2010, 22:22
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Detail


Gipfelinformationen

CH - Waadt/Freib./Berner Alpen
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652250 | 146537 (Schweiz)
46:28:5:N | 8:7:8:E

Routeninformationen
[Tourenführer-Version vom: 29.07.2010, 22:22]

Genius (Klettertour Klettertour)
Von der Burghütte dem Weg Richtung Märjelä bis zum P.1931 folgen. Dort wo der Weg markant nach Westen abgeht, zweigt eine mit roten (und teilweise blauen) Punkten markierte Wegspur ab, die oberhalb des orografisch rechten Ufers des Fieschergletschers entlang führt.

Nach einer guten halben Stunde muss eine Runse gequert werden. Der Weg wurde kürzlich (?) weggerissen. Es gibt aber eine Umgehungsmöglichkeit, indem man etwa 40 Höhenmeter entlang der Kante ob der Runse aufsteigt, dann in diese hinunterklettert und heikel oberhalb der Abbruchkante quert (T6). Es ist fraglich, wie lange man diese Stelle noch begehen kann.

Danach weiter der Wegspur entlang, zuletzt über mehrere Couloirs und Bachrunsen und ein grosses Blockfeld unter das markante Granitdreieck des "Dôme de Slot". Zeitbedarf gut 2 Stunden ab der Burghütte, oder 3.5 Stunden von Fieschertal.
Die Route wurde 1995 von den Gebrüdern Remy erstbegangen und danach teilweise saniert und in der Routenführung korrigiert. Sie umfasst aktuell total 13 lange Seillängen, 555 Klettermeter. Schwierigkeit maximal 6a+, mindestens 6a ist obligatorisch. Während im unteren Teil die Absicherung noch gut ist, kommen im oberen Teil die Friends vermehrt zum Einsatz.



Material: 10-12 Express, Camalots 0.3-2 [Autoren]
450 m

Verhältnisinformationen

28.07.2010
2 Person(en)
ja
Guten Verhältnisse am Dôme de Slot. Die Routen sind vorwiegend trocken, nur stellenweise noch etwas nass, dies ist wohl häufig so.

Auch der Zustieg ist ok, Sorgen macht einzig die böse Runse. Die Passage ist wirklich heikel, und es kann sein, dass sie mit dem nächsten Starkniederschlag ganz unpassierbar wird.
Der Dôme de Slot wird zu Unrecht nur sehr selten besucht. Es handelt sich wirklich um fantastische Granitkletterei in schöner Umgebung. Die Routen sind in etwa gleich lang wie am Eldorado, aber steiler, griffiger und abwechslungsreicher. Einem Vergleich zur Grauen Wand oder dem Salbitgebiet halten sie auf jeden Fall stand.
Viele der publizierten Topos sind bezüglich der bei der Sanierung/Korrektur veränderten Linienführung nicht aktuell. Teilweise auch nahe verlaufende oder kreuzende Nachbartouren, in welche man sich verirren kann. Der Hammer ist aber, dass im Topo der Erstbegeher und in allen danach (ab)gezeichneten jeweils eine ganze 50m-Seillänge unterschlagen wurde!

Fotos, weitere Infos und ein präzises Topo zur Tour finden sich auf hikr.org
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