Verhältnisse - Detail

Gipfel: Dom, 4545 m.ü.M.

Route: Daytrip-Dom, Festigrat hoch, Normalroute runter

Patrick Mattioli

Verhältnisse

23.09.2014
2 Person(en)
ja
Gute Bedingungen. Harter Trittschnee am Festigrat, teils wenig Neuschnee mit Windeinfluss. Gute Aufmerksamkeit auf den Gletschern und auch teilweise am Festigrat, wegen der vielen versteckten Spalten gefordert.
Saison am Dom neigt sich dem Ende zu. Hütte geschlossen, aber sonst schon noch ein paar Tage gute Bedingugen.
WETTER-PROGNOSE
Wettervorhersage für Dom (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Start um 3:15 in Randa, über den gut markierten und im oberen Teil steilen Klettersteig ähnlichen Weg, mit der Taschenlampe hinauf zur bereits geschlossenen Domhütte. Rechte Pause etwas essen und trinken. Nun weiter über die Moräne zum Gletscher auf 3200m. Über diesen hoch, immer am nördlichen Randen entlang, bis unter das Festijoch auf etwa 3670m. Der Gletscher hat einige halb versteckte Spalten, aufpassen. Am Einstieg in die Flanke ist es plattig, aber mit fixer Reepschnur etwas absicherbar. Danach in einfacher Kletterei, dem einfachsten Weg folgend, mit ein paar fixen Sicherungen zum Festijoch hinauf. Kurze Pause und nun weiter über den NW-Grat, Festigrat zum Gipfel des Dom. Nur einmal etwas rechts ausweichend, sonst alles am Grat oder links davon im Firn aufgestiegen. Auch hier hat es teilweise versteckte Spalten, die zu beachten sind. Um 10:45 stehen wir überglücklich auf dem Dom, dem höchsten Schweizer. Kein Mensch ausser uns am Berg unterwegs, dies bei guten Verhältnissen und schönstem Wetter, bei fast Windstille. Was will man mehr, an solch einem Prachtstag?! Also den Gipfelkranz bestaunen und Fotos knipsen. Doch irgendwann müssen wir Abschied nehmen, denn es wartet noch ein (elend) langer Abstieg auf uns. Wir laufen über den Hohbärggletscher, die Normalroute runter. Hier hat es immer wieder Spalten. Auf etwa 4200m dann eine Art Bergschrund, der überall bereits leicht geöffnet ist. Nach etwas probieren und leichtem Einbrechen, ist dieses Problem ohne Umweg, dann nur mit einem beherzten Sprung zu lösen. Danach weiter unten, nach dem Queren unter den drohenden Eisabbrüchen, folgt noch der Aufstieg, im Neuschnee einsinkend, hoch zum Festijoch. Dort hat es einen grossen Bergschrund, der den Zugang zum Joch versperrt. Dieser war aber gut zu begehen. Nun noch einmal etwas Konzentration beim Abstieg durch die Flanke vom Joch hinab auf den Festigletscher. Weiter über diesen zum Gletscherende hinab. Bei der Hütte dann noch einmal eine grosse Pause, bevor der lange Abstieg hinab nach Randa folgt. Als das nach 17Uhr geschafft ist, sind nicht nur meine Knie froh darüber. Harte grossartige Tagestour.
Hier noch der Link von meinem tollen Begleiter: http://www.chmoser.ch/trips/berichte/tourendetail.php?TourId=965.
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24.09.2014 um 13:25
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