TourenFührer - Gipfel

Filidor Verlag

Gipfel: Bockmattli/Bockmattli-Türme, 1932 m.ü.M.

Bockmattli/Bockmattli-Türme
1932 m.ü.M.
CH - Zentralschweiz
715400 | 217700 (Schweiz)
47:6:1:N | 8:57:32:E
Das Bockmattli ist v.a. als Klettergebiet bekannt und bietet zahlreiche wunderschöne Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in Süd- bis West-Exposition.

Autobahnausfahrt Lachen, dann Richtung Wägital / Wägitaler See. Einige Parkplätze am Strassenrand beim See (Punkt 923m; Rüti). Zustieg bis zur Wand dauert eine gute Stunde.

Hier gibt es sowohl ernsthafte alpine Touren durch die 400 m hohe Nordwand des imposanten Nordturms als auch Klettergartenrouten in allen Schwierigkeitsgraden auf der West- und Südseite der anderen Türme. Die hier aufgeführten Routen sind alle saniert worden. Über die «Klein Chälen» gelangt man zu den Einstiegen der Routen im Westkessel. Die Zu- und Abstiege bieten keine besonderen Schwierigkeiten, ausgenommen beim Grossen Turm. Hier verlangt der Abstieg alpine Erfahrung und darf nicht unterschätzt werden. Alle westlich und südlich ausgerichteten Routen sind nach Regenfällen schnell trocken.

Gleich unterhalb der Wand ist die Bockmattlihütte zu finden.

Der Fels der Nordseite ist etwas reibungsarm und deshalb gewöhnungsbedürftig. Ganz anders die Westseite: Die «Himmelskante» bietet im oberen Teil fantastische Kletterei in rauem Fels. Einen Meilenstein in der Geschichte des alpinen Sportkletterns setzten Martin Scheel und Gregor Benisowitsch 1980 mit der Erstbegehung der «Supertramp» (ohne Bohrmaschine!) am Grossen Bockmattliturm. Noch heute ist der Charakter der Route ernsthaft – die Route wurde zwischenzeitlich saniert und kurze Zeit später aus ethischen Gründen wieder renaturiert – und verlangt Übung im Umgang mit mobilen Sicherungsmitteln. Der Abstieg vom Grossen Bockmattliturm verlangt alpine Erfahrung und darf nicht unterschätzt werden. Das Gebiet eignet sich bestens für heisse Sommertage. Einstieg auf 1550m.
Nr. 10 vom 19.07.2015
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Reto Baur, Patrick Mattioli, Benno Kälin, Filidor Verlag, Bergportal