Verhältnisse - Detail

Gipfel: Schratteflue - Hächle, 2091 m.ü.M.

Route: Unbeschriebene Route

Günter Joos (Gringo)

Verhältnisse

10.04.2010
1 Person(en)
ja
Schneeschuhe kamen ab etwa 1300 m zum ersten Mal zum Einsatz, wurden zwischendurch kurz mal überflüssig, dann aber wieder nötig bis hinauf zum Wintergipfel.

Komplett durchfeuchtete Schneedecke, welche mit Schneeschuhen aber trug. Ich hatte keine Einbrüche in Kalkspalten zu verzeichnen. Der aufgeweichte, bis 35 Grad steile Hang, welcher zum Grat hinaufführt, wies nirgends Anzeichen von Schneemäulern auf. Vermutlich deshalb nicht, weil der Untergrund überwiegend felsig und nicht etwa grasig ist.

Der Talnebel, anstatt sich aufzulösen, stieg im Laufe der Tour immer höher und verdichtete sich. Zu Beginn der Tour war es recht sonnig und warm, die Sicht etwas diesig. Das Panorama zu den Berner und Urner Hochalpen blieb auch beim Erreichen des Gipfels noch erhalten. Gegenüber drohte der Gipfel des Hengst gerade im aufsteigenden Gewölk abzusaufen, was vermutlich auch dem Hächle wiederfahren ist, nachdem ich den Gipfel verlassen habe.

Rückkehr in Nebel, daher blieb ich strikt in meiner Aufstiegsspur. Ich unterließ somit auch den eigentlich zusätzlich noch geplanten Gang zum Hengst. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, vielleicht dann mal an einem kalten, klaren Januar-Tag. Dann aber vermutlich nicht mehr so ruhig, wie heute: ich traf die ganze Tour über keine einzige Menschenseele!
Es herrscht die Ruhe der "Nebensaison", will heißen, für die Skitourler ist der Schnee in diesen Höhen nicht mehr attraktiv genug, und für die Wanderer hat es von diesem zu viel.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
Stündliche Postbusverbindung auf der Strecke zwischen Schüpfheim und Sörenberg.
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10.04.2010 um 19:17
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