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sonstiger Wegpunkt
04.11.2026CH - Graubünden

Forcula dal Cambrena West

3385m

Die Angaben zur genauen Lage der Forcula dal Cambrena und ihrer Höhenkotierung in den Clubführern des SAC und CAI sind nicht kongruent bzw. unscharf (Alpinführer Bündner Alpen Band 6, Bernina-Massiv und Valposchiavo [Pierino Giuliani, 6. Auflage, SAC-Verlag, 2007]; Clubführer des SAC Bündner Alpen Band V, Bernina-Gruppe [verfasst von Marcel Kurz, 3. Aufl. neu bearbeitet von Otto Kaiser, Verlag des SAC, 1973]; Clubführer des SAC Bündner Alpen V. Band, Bernina-Gruppe [verfasst von Marcel Kurz, Revision der 2. Aufl. H Tegtgel, Guida die Monti d’Italia], Guida Bernina [N. Canetta, G. Miottti, Club Alpino Italiano e del Touring Editore S.R.L, Milano, 1996]). Im SAC Führer 1954/1955 wird die Forcula dal Cambrena mit 3382 m kotiert, ebenso im Kleinen Führer, Berninagruppe (W. Flaig, 1973), während im Clubführer des SAC von 1973, im Alpinführer Bündner Alpen 5, 2007 und im Guida die Monti d’Italia, Guida Bernina (N. Canetta, G. Miottti, Club Alpino Italiano e del Touring Editore S.R.L, Milano, 1996) die Forcula dal Cambrena mit 3373 m kotiert wird. Andererseits wird die Forcula dal Cambrena im Alpinführer Bündner Alpen Band 6, Bernina-Massiv und Valposchiavo (Pierino Giuliani, 6. Auflage, SAC-Verlag, 2007) in einem Foto dieses Führers auf S. 253 einer Scharte zugewiesen, die dem P. 3385 m entspricht. Auch in der aktuellen digitalen Version der Schweizer Landeskarte (https://map.geo.admin.ch/?topic=swisstopo, abgerufen am 17.10.2023) wird – bei entsprechender Vergrößerung – offen gelassen, ob der P. 3372 m oder der P. 3385 m die Forcula dal Cambrena darstellt. Eine Option wäre, den P. 3372 m als Forcula dal Cambrena Ost = östliche Forcula dal Cambrena zu bezeichnen und den P. 3385 m als Forcula dal Cambrena West (Vest) = westliche Forcula dal Cambrena zu bezeichnen. Notabene ist auch die Namensgebung der Forcula dal Cambrena uneinheitlich. Während in der 2. Aufl. des Clubführers des SAC, Bündner Alpen V. Band, Bernina-Gruppe von 1954/1955 (Kurz M, Tegtgel H) das Wort Forcola (italienisch: Gabel, Pass, Sattel) verwendet wird, ist die Bezeichnung für diesen Wegpunkt in den folgenden Auflagen jeweils Forcula. Sehr verwirrend wird es, wenn in der digitalen Landeskarte der Schweiz (https://map.geo.admin.ch/) der Name Forcula beim Zoomen in die starken Vergrößerungen zu Forcola mutiert…(letzter Zugriff 18.10.2024). Als Übergang von Nord nach Süd bzw. in umgekehrter Richtung haben die beiden Scharten aufgrund der abschmelzenden Gletscher mit Freilegung steiler und gefährlicher Fels- und Geröllpartien auf der Südseite wahrscheinlich nur geringe Bedeutung. Ein Abstiegsversuch über den W-Grat des Piz Caral in eine erste Scharte (Forcula dal Cambrena „Ost“, 3372 m) (bis zur Scharte verlockend einfach in feinschuttigem Gelände) und von dort über ein sich anbietendes steiles Schuttfeld nach Süden hinab scheiterte am 02.10.2023 nach ca. 70 Höhenmetern Abstieg vom Gipfel trotz sekundärem Einsatz von Steigeisen und Eisbeil wegen der als hoch eingestuften Absturzgefahr. Denn das steile Schuttfeld endet in einer Felsrinne und unterhalb davon – höchstwahrscheinlich durch die Gletscherschmelze bedingt – befinden sich steile Felsabbrüche, wo früher wahrscheinlich Firn lag. Diese Option des Abstiegs (oder Aufstiegs) findet sich in der 6. Aufl. des Alpinführers Bündner Alpen, Berrninamassiv und Valposchiavo (P. Giuliani, 2007, S252, SAC-Verlag) wie im Clubführer des SAC, Bündner Alpen Band V Bernina-Gruppe (M. Kurz, 3. Auflage neu bearbeitet von O. Kaiser 1973, S216, 219, Verlag des SAC) und wird dort jeweils als „leicht“ beschrieben. Ob ggf. ein Abstieg/Aufstieg durch die S-Rinne der westlich gelegenen Forcula dal Cambrena „West“ (3385 m) nach S einfacher und risikoärmer ist, war trotz intensiver Recherche in der Führerliteratur und im Internet nicht zu klären. Möglicherweise ist bei guten Firnverhältnissen mit Steigeisen und Eisgerät wenige Meter östlich der Forcula dal Cambrena „Ost“ (3372 m) ein Abstieg nach NNW auf den Vedreit dal Cambrena die schnellste Option ins Val Bernina bzw. zum Lago Bianco zu kommen. Im Winter scheint dies jedenfalls eine gute Aufstiegs- wie Abstiegsmöglichkeit zu sein (https://www.gipfelbuch.ch/routen/9682-piz-caral-3421m).

Albrecht Gauss
Forcula dal Cambrena West
3385m
CH - Graubünden
Schweiz
04.11.2026
Albrecht Gauss
CH - Graubünden
sonstiger Wegpunkt
04.11.2026CH - Graubünden

Forcula dal Cambrena Ost

3372m

Die Angaben zur genauen Lage der Forcula dal Cambrena und ihrer Höhenkotierung in den Clubführern des SAC und CAI sind nicht kongruent bzw. unscharf (Alpinführer Bündner Alpen Band 6, Bernina-Massiv und Valposchiavo [Pierino Giuliani, 6. Auflage, SAC-Verlag, 2007]; Clubführer des SAC Bündner Alpen Band V, Bernina-Gruppe [verfasst von Marcel Kurz, 3. Aufl. neu bearbeitet von Otto Kaiser, Verlag des SAC, 1973]; Clubführer des SAC Bündner Alpen V. Band, Bernina-Gruppe [verfasst von Marcel Kurz, Revision der 2. Aufl. H Tegtgel, Guida die Monti d’Italia]; Guida Bernina [N. Canetta, G. Miottti, Club Alpino Italiano e del Touring Editore S.R.L, Milano, 1996]). Im SAC Führer 1954/1955 wird die Forcula dal Cambrena mit 3382 m kotiert, ebenso im Kleinen Führer, Berninagruppe (W. Flaig, 1973), während im Clubführer des SAC von 1973, im Alpinführer Bündner Alpen 5, 2007 und im Guida die Monti d’Italia, Guida Bernina (N. Canetta, G. Miottti, Club Alpino Italiano e del Touring Editore S.R.L, Milano, 1996) die Forcula dal Cambrena mit 3373 m kotiert wird. Andererseits wird die Forcula dal Cambrena im Alpinführer Bündner Alpen Band 6, Bernina-Massiv und Valposchiavo (Pierino Giuliani, 6. Auflage, SAC-Verlag, 2007) in einem Foto dieses Führers auf S. 253 einer Scharte zugewiesen, die dem P. 3385 m entspricht. Auch in der aktuellen digitalen Version der Schweizer Landeskarte (https://map.geo.admin.ch/?topic=swisstopo, abgerufen am 17.10.2023 und am 18.10.2024) wird – bei entsprechender Vergrößerung – offen gelassen, ob der P. 3372 m oder der P. 3385 m die Forcula dal Cambrena darstellt. Eine Option wäre, den P. 3372 m als Forcula dal Cambrena Ost = östliche Forcula dal Cambrena und den P. 3385 m als Forcula dal Cambrena West (Vest) = westliche Forcula dal Cambrena zu bezeichnen. Notabene ist auch die Namensgebung der Forcula dal Cambrena uneinheitlich. Während in der 2. Aufl. des Clubführers des SAC, Bündner Alpen V. Band, Bernina-Gruppe von 1954/1955 (Kurz M, Tegtgel H) das Wort Forcola (italienisch: Gabel, Pass, Sattel) verwendet wird, ist die Bezeichnung für diesen Wegpunkt in den folgenden Auflagen jeweils Forcula. Sehr verwirrend wird es, wenn in der digitalen Landeskarte der Schweiz (https://map.geo.admin.ch/) der Name Forcula beim Zoomen in die starken Vergrößerungen zu Forcola mutiert…(Zugriff 18.10.2024). Als Übergang von Nord nach Süd bzw. in umgekehrter Richtung haben die beiden Scharten aufgrund der abschmelzenden Gletscher mit Freilegung steiler und gefährlicher Fels- und Geröllpartien auf der Südseite wahrscheinlich nur geringe Bedeutung. Ein Abstiegsversuch über den angenehm abzusteigenden schuttigen W-Grat des Piz Caral in eine erste Scharte („Forcula dal Cambrena „Ost“, 3372 m) und von dort über ein sich anbietendes steiles Schuttfeld nach Süden hinab scheiterte am 02.10.2023 nach ca. 70 Höhenmetern Abstieg vom Gipfel trotz sekundärem Einsatz von Steigeisen und Eisbeil wegen der als hoch eingestuften Absturzgefahr. Denn das Schuttfeld endet in einer Felsrinne und unterhalb davon – höchstwahrscheinlich durch die Gletscherschmelze bedingt – befinden sich steile Felsabbrüche, wo früher wahrscheinlich Firn lag. Es musste also wieder zum Gipfelsteinmann aufgestiegen werden. Diese Option des Abstiegs (oder Aufstiegs) findet sich in der 6. Aufl. des Alpinführers Bündner Alpen, Berrninamassiv und Valposchiavo (P. Giuliani, 2007, S252, SAC-Verlag) wie im Clubführer des SAC, Bündner Alpen Band V Bernina-Gruppe (M. Kurz, 3. Auflage neu bearbeitet von O. Kaiser 1973, S216, 219, Verlag des SAC) und wird dort jeweils als „leicht“ beschrieben. Ob ein Abstieg/Aufstieg durch die S-Rinne der westlich gelegenen Forcula dal Cambrena „West“ (3385 m) nach S einfacher und risikoärmer ist, war trotz intensiver Recherche in der Führerliteratur und im Internet nicht zu klären. Letztendlich dann am 02.10.2023 Abstieg über den obersten S-Grat und dann von einer Gratabflachung auf ca. 3350 m nach W hinab auf den Gletscher südlich des Piz Caral (Details s. Gipfelbuch.ch/Piz Caral - NO-Grat). Möglicherweise ist bei guten Firnverhältnissen mit Steigeisen und Eisgerät wenige Meter östlich der Forcula dal Cambrena „Ost“ (3372 m) ein Abstieg nach NNW auf den Vedreit dal Cambrena die schnellste Option ins Val Bernina bzw. zum Lago Bianco zu kommen. Im Winter scheint dies jedenfalls eine gute Aufstiegs- wie Abstiegsmöglichkeit zu sein (https://www.gipfelbuch.ch/routen/9682-piz-caral-3421m).

Albrecht Gauss
Forcula dal Cambrena Ost
3372m
CH - Graubünden
Schweiz
04.11.2026
Albrecht Gauss
CH - Graubünden
Gipfel
04.11.2026CH - Graubünden

Creista da Fedoz

3081m

Zwischen der Furcella da la Margna und dem Piz Fedoz formt der Hauptkamm Felstürme, die aus Kalksilikatfelsen der Fedozserie gebildet sind (Clubführer des SAC, Bündner Alpen Band V, Bernina-Gruppe, 1955/1956, Kurz M, Tgetge H). Der ganze Grat ist von St. Moritz bis Sils bzw. von deren W-Seiten hervorragend sichtbar. Besonders der P. 3081 m (früher auch mit 3070 m bzw. 3080 m kotiert) im Norden der Fuorcla da Bötsch (Furcela dal Böcc) (ca. 2992 m) mit seinem nördlichen Vorgipfel ("Schnabel") und der nördliche Felsturm (P. 3019 m) sind prominent. Von der im Süden vom P. 3019 m gelegenen Scharte (nach H. Hoek „Forcella da la Crasta“, ca. 2961 m) beginnt die Überschreitung der 6 Felstürme von Süd nach Nord auf dem Grat zur Furcella da la Margna (Schwierigkeit bei Besteigung aller Türme ca. III-IV). Die erste Beschreibung einer erfolgten Teilüberschreitung der Creista da Fedoz am 12.08.1918 durch die Führer Hans Kasper und Chr. Zippert mit Hans Frick stammt von Hans Frick. Die Begehung erfolgte im Abstieg vom Piz Fedoz, wobei die Grattürme bzw. „Aufschwünge“, soweit den recht oberflächlichen Angaben zu entnehmen ist, wahrscheinlich überwiegend umgangen und nicht direkt erklettert wurden (Alpina, 1918, S 132-134). Im Clubführer des SAC, Bünder Alpen Band V, Berninagruppe (3. Aufl. 1973, Kaiser O, Kurz M, Verlag des SAC, Zürich) wird diesbezüglich auch auf eine persönliche Mitteilung von H. Frick verwiesen und ausgeführt, dass der südlich von der Furcela dal Böcc (Fuorcla da Bötsch) (ca. 2992 m) aufragende senkrechte Aufschwung im O umgangen wurde, ebenso auch der Aufschwung vor dem P. 3019 m, letzterer jedoch möglicherweise westseitig. Die Angabe im Alpinführer Bündner Alpen, Band 5, Berninamassiv und Valposchiavo (6. Aufl. 2007, Giuliani P, Verlag des SAC, Chur, S58), dass Christian Klucker Teil der Partie war, scheint aufgrund der Angaben von Hans Frick nicht stimmig zu sein. Laut Henry Hoek (Zwischen Piz da la Margna und Piz Fedoz, Die Alpen, 1945, S247-249) ist die Creista da Fedoz eine der "unbekanntesten Ecken der ganzen Berninagruppe" ("... selten nur war ich in einer einsameren Bergwelt"). Zur Routenbeschreibung der Überschreitung der Creista da Fedoz s. https://www.gipfelbuch.ch/routen/20411-creista-da-fedoz Literatur • Frick, H, La Margna, Alpina 1918, S132-134 • Hoek H, Zwischen Piz da la Margna und Piz Fedoz, Die Alpen, 1945, S247-249 • Clubführer des SAC, Bünder Alpen Band V, Berninagruppe, Revision der 2. Aufl. 1954/1955, Tgetgel H, Kurz M, Sprecher, Eggerling & Co., Chur • Clubführer des SAC, Bünder Alpen Band V, Berninagruppe, 3. Aufl. 1973, Kaiser O, Kurz M, Verlag des SAC, Zürich • Alpinführer Bündner Alpen, Band 5, Berninamassiv und Valposchiavo, 2007, Giuliani P, Verlag des SAC, Chur

Albrecht Gauss
Creista da Fedoz
3081m
CH - Graubünden
Schweiz
04.11.2026
Albrecht Gauss
CH - Graubünden
Gipfel
23.10.2026CH - Graubünden

Grauhörner

3002m

Das breit gebaute Massiv der Grauhörner oder Pizzas d'Anarosa gilt als 'abenteuerlichster' Gipfel der Splügener Kalkberge. Am Hauptgipfel findet sich ein Steinmann mit Gipfelbuch. Aufbau: Die Grauhörner oder Pizzas d'Anarosa bilden eine von West nach Ost verlaufende, sehr brüchige Felsmauer von 3 km Länge. Als Hauptgipfel gilt der am Westende gelegene Punkt 3002. Den wirklich höchsten Punkt bilden wohl einige östlich an den Hauptgipfel anschliessende und nur langwierig zugängliche Felstürme im Gratverlauf. Im Ostteil erhebt sich mit dem 2800 m hohen Cufercalhorn ein weiterer benannter Punkt. Die Südflanke des Massivs fällt in steilen Felswänden ab, die Nord- und Westseiten sind zerklüftet und von Couloirs durchzogen. Gestein: Die Splügener Kalkberge sind aus Dolomit und marmorisiertem Kalkstein der Triaszeit gebaut. Von der unsäglichen Brüchigkeit des Gesteins zeugen die gewaltigen Schutthalden um die Gipfel. Normalweg: Als Normalweg gilt der Aufstieg über die Rinne in der Westflanke. Erste dokumentierte Besteigung: 9.6.1894 - Max Schlesinger und Christian Klucker, von der Alperschällilücke durch die Rinne in der Westflanke. Panorama: Westwärts reicht der Ausblick bis zu den Hochgipfeln der Berner Alpen. Es folgen gegen Nordwest die Urner Alpen, dann bis Nord die Glarner Alpen. Im Nordosten beginnen mit dem Rätikon und dem Plessurgebirge die Ostalpen. Über diese hinweg reicht die Fernsicht bis in die Arlbergregion. Anschliessend reihen sich bis Südost die Silvretta, die Albulaalpen und die Plattagruppe, dahinter die höchsten Gipfel der Ötztaler Alpen sowie der Ortler- und Berninaalpen. Von Südost bis West beschliessen die Adulaalpen die Rundsicht, mit Durchblicken in die Bergamasker und Tessiner Alpen. Namensgebung: Das vorrömische 'rosa' steht für Gletscher oder Wildbach. Die Dufourkarte führt den Gipfel ab 1859 als Grauhorn mit einer Höhe von 3002 m. 1874 wird die Bezeichnung in der Siegfriedkarte auf Grauhörner abgeändert und der Name Pizzas d'Annarosa beigestellt. In der LKS wird ab 1949 die Höhe auf 3000 m und die Schreibweise auf Pizzas d'Anarosa korrigiert. Ab 1990 wird die Höhe wieder mit 3002 m angegeben. Die erste Auflage des SAC-Führers aus dem Jahre 1918 führt den Gipfel als Pizzas d'Annarosa oder Grauhörner mit einer Höhe von 3002 m. Eigenständigkeit des Gipfels - Prominenz: 366 m Bezugsscharte: Gratsenke südlich der Farcletta digl Lai Grand (2636 m) Prominence master: Schwarzhorn (3032 m) Definition: Meter über dem tiefsten Punkt zur nächsthöheren Erhebung. Eigenständigkeit des Gipfels - Dominanz: 1.45 km Dominance master: Alperschällihorn (3039 m) Definition: Abstand zum nächstgelegenen, gleich hohen Punkt am Fuss oder Hang eines höheren Berges.

Hanspeter Willi
Grauhörner
3002m
CH - Graubünden
Schweiz
23.10.2026
Hanspeter Willi
CH - Graubünden
Gipfel
08.10.2026CH - Glarus - St. Gallen

Wildhuser Schofberg

2373m

Südwestlicher Eckpfeiler der mittleren Alpsteinkette, dritthöchster Gipfel des Alpsteins. Aufbau: Von Süden ziehen steile, im Sommer durch Schafe beweidete Grashänge bis zum 2363 Meter hohen südlichen Vorgipfel hoch. Den Abschluss ins Tesel bildet die Schafbergwand, eine riesige Kalkplatte mit über 50 Sportkletterrouten. Der zehn Meter höhere, etwas nördlicher liegende Hauptgipfel ist durch eine kurze Senke abgetrennt, der Übergang durch ein Drahtseil erschlossen. Von Südwesten zieht die 'Vrenenchelen' als Steilrinne zum Ansatz des kurzen, scharfen Nordgrates. Die Nordwestseite besteht aus grasdurchsetzten Felsbändern, während die Ostseite von zwei Schuttkesseln gebildet wird, die ebenfalls einen bequemen Zugang zum Gipfel erlauben. Gestein: Kreidegesteine der Säntis-Drusbergdecke, der Gipfelaufbau und die Schafbergwand werden aus Schrattenkalk gebildet. Normalwege zum Gipfel: Vom Gamplüt über die Weiden der Südflanke sowie vom Jöchli über die Schuttkessel der Ostseite. Panorama: Dank seiner vorgelagerten Stellung bietet der Gipfel eine gewaltige Fernsicht von der Zugspitze im Osten über den Monte Disgrazia im Süden bis zur Jungfrau im Westen. Im Norden begrenzen der Säntis und der Altmann die Fernsicht, dafür kommen diese Gipfel besonders schön zur Geltung. Namensgebung: Auf die Bewirtschaftung der Südhänge durch Schafe zurückzuführen. Klettern: Sehr beliebte und landschaftlich attraktive Kantenkletterei, auch wenn der Fels nicht überall ganz zuverlässig ist. An zwei Stellen kann der Grat durch Abseilen gegen Norden verlassen werden. Der Extremklassiker am Wildhuser Schafberg ist zweifelsohne «Kein Wasser, kein Mond» aus dem Jahr 1985. Noch heute zählt die Route zu den alpinen Prüfsteinen der Schweiz und fordert ihren Anwärtern alles ab. Sie hat schon manches Muskelpaket abgeworfen – hier sind eine perfekte Technik und präzise Fussarbeit unerlässlich! Deutlich leichter, aber ebenfalls sehr zu empfehlen ist die Linie «Luftschloss» links davon. An den Vorbautürmen hat Richard Bürge von 2011 bis 2012 einige schöne Routen eingerichtet bzw. saniert. Entstanden sind zwei Sektoren mit Klettergarten-Charakter. Recht häufig begangen wird der «Frospfeiler»: Seit der Sanierung 2011 ist die Route nun gut mit Bolts abgesichert. Einstieg auf 1560m.

gemsi
Wildhuser Schofberg
2373m
CH - Glarus - St. Gallen
Schweiz
08.10.2026
gemsi
CH - Glarus - St. Gallen
Gipfel
04.10.2026A - Salzburg

Hohe Fürleg

2943m

Aufstieg Enzingerboden – Rudolfshütte Vom Parkplatz dem Wanderweg bzw. der Schotterstraße unterhalb der Bahn folgen. Nach etwa einem Kilometer am Grünsee entlang, dann steiler, teils in Serpentinen durch Zirbenwald und alpine Matten zur Rudolfshütte (rund 2–2,5 Stunden, etwa 850–910 hm). Einkehr im Berghotel möglich; Öffnungszeiten prüfen. Aufstieg Rudolfshütte – Hauptgipfel Von der Rudolfshütte westwärts kurz bergab zur Staumauer des Weißsees und diese überqueren. Dahinter beginnt der Hans- bzw. Johann-Gruber-Weg: Die erste Steilstufe wird mit Leitern und Seilsicherungen überwunden. Oberhalb wird das Gelände flacher; über Gletscherschliffplatten (Steinböcke häufig) geht es gemütlicher weiter, mit Blick auf Granatspitze und Stubacher Sonnblick. Nach dem Eisbodensee wird es wieder steiler. Je nach Jahreszeit liegen hier harte Schneefelder; Grödel oder Steigeisen sind oft sinnvoll. Um etwa 2.700 m erreicht man den Gletscherrand des Sonnblickkeeses. Der weitere Weg bleibt rechts des Gletschers im Fels- und Blockgelände und führt gletscherfrei durch die Südflanke. Über eine Scharte bzw. den Südhang und zuletzt über einige Felsblöcke (leichte Blockkletterei, kaum ausgesetzt) zum Hauptgipfel mit Kreuz.Markierung und Wegweiser Richtung Hohe Fürleg / Hochfürleg beachten. Am Regenmesser bzw. in der Senke südlich des Weißsees zweigt die Route zu Stubacher Sonnblick und Granatspitze ab; für die Fürlegg hält man nordwärts bzw. rechts vom Gletscher.

Hänse
Hohe Fürleg
2943m
A - Salzburg
Österreich
04.10.2026
Hänse
A - Salzburg
Gipfel
01.10.2026CH - Graubünden

Corn Vadret

3168m

Die Höhenkote 3168 m ("Corn Vadret") im OSO vom Il Corn (3136 m) bzw. im N vom Piz Vadret (3199 m) wird als nördlichste Erhebung der 3 Spitzen der Vadretgruppe eingeordnet. Die südliche, 3199 m, ist in der LKS mit Piz Vadret benannt, die Mittelspitze als Piz da las Sterlas, 3175 m (auffallender, heller Granit), während die nördlichste (P. 3168 m) in der LKS zwar kotiert ist, aber keinen Namen hat (vgl. Clubführer Bündner Alpen, Band X, Mittleres Engadin und Puschlav, B. Condrau et al, Verlag des SAC, 1984). "Corn Vadret" ist laut V. Eggenberger (Skitouren Graubünden Süd, SAC-Verlag, 2020) "eine touristische Bezeichnung für die Höhenkote 3168 m zwischen Il Corn und Piz da las Sterlas". Aus dem rätoromanischen ins Deutsche übersetzt bedeutet Corn Vadret "Gletscherhorn" (Vadrét ≙ Gletscher [von lat. veterictum, Ableitung von vetus ≙ alt, eigentlich der "alte Schnee", Clubführer Bündner Alpen, Bd. X, 1984], Corn ≙ Horn"). Ende des 20. Jahrhunderts ist der Gipfelname in der Hitze verglüht und hat seine Sinnbildhaftigkeit verloren. Es ist auch denkbar, den "Corn Vadret" (3168 m) als höchsten Punkt im OSO-Grat des Il Corn (P. 3136 m) und damit als Il Corn Haupt- oder Il Corn O-Gipfel zu bezeichnen. Der "Corn Vadret" wird von einem fast als monumental zu charakterisierenden Steinmann gekrönt. Dieser stammt wohl aus einer Zeit, wo der Gipfel auch im Sommer relativ leicht über den bis auf ca. 2900 m nach N herabreichenden Gletscher (im Clubführer von 1984 als Vadret dal Corn, inzwischen in der LKS als Chüdera da Corn bezeichnet) zwischen Il Corn und Corn Vadret erstiegen werden konnte. Ende des 20. Jahrhunderts kam es zu einer massiven Progression des Gletschersterbeprozesses mit Hinterlassung übler Geröllwüsten in der N-Flanke, deren Überwindung mühsam und zeitraubend ist. Die in der LKS (map.geo.admin.ch, Zugriff Oktober 2025) ca. 70 bzw. 180 m nördlich von P. 3105 m noch eingezeichneten Gletscherreste waren bei deren Leichenschau am 20.09.2025 (jedenfalls oberflächlich) nicht mehr wahrnehmbar, so dass der Tod auch dieses Gletschers definitiv festzustellen ist. Bis ca. 1991 gab es auch noch einen Vadret da las Sterlas auf der SW-Seite des Corn Vadret bzw. in der NW-Flanke des Piz da las Sterlas (s. https://map.geo.admin.ch/Dargestellte Karten/Zeitreise - Kartenwerke). Im Winterhalbjahr bis zum Frühsommer können bei hoher Schneelage die Konditionen mit früheren Zeiten vergleichbar günstig sein. Deshalb ist der "Corn Vadret" (blau eingezeichnete Route in der Skitourenkarte swisstopo) bei sicheren Schneeverhältnissen ein beliebtes Skitourenziel: Aufstieg von Punt Muragl über die Fuorcla Val Champagna oder von Acla Chuoz, Samedan durch das Val Champagna und Schlussaufstieg jeweils über die N-Flanke mit schöner Abfahrt durch das Val Champagna nach Acla Chuoz. Alternativ scheint ein Aufstieg über die W-Flanke (cave: >35° über die letzten 200 Hm) in die Scharte südlich des Gipfels mit Gipfelüberschreitung und Abfahrt über die N-Flanke möglich. Literatur: • Clubführer Bündner Alpen, Band X, Mittleres Engadin und Puschlav, Condrau B, Verlag des SAC, 1984 • Skitouren Graubünden Süd, Eggenberger V, SAC-Verlag, 2020

Albrecht Gauss
Corn Vadret
3168m
CH - Graubünden
Schweiz
01.10.2026
Albrecht Gauss
CH - Graubünden