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Wegpunkte Übersicht

Gipfel
11.05.2026CH - Zentralschweiz

Bockmattli

1932m

Das Bockmattli ist v.a. als Klettergebiet bekannt und bietet zahlreiche wunderschöne Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in Süd- bis West-Exposition. Autobahnausfahrt Lachen, dann Richtung Wägital / Wägitaler See. Einige Parkplätze am Strassenrand beim See (Punkt 923m; Rüti). Zustieg bis zur Wand dauert eine gute Stunde. Hier gibt es sowohl ernsthafte alpine Touren durch die 400 m hohe Nordwand des imposanten Nordturms als auch Klettergartenrouten in allen Schwierigkeitsgraden auf der West- und Südseite der anderen Türme. Die hier aufgeführten Routen sind alle saniert worden. Über die «Klein Chälen» gelangt man zu den Einstiegen der Routen im Westkessel. Die Zu- und Abstiege bieten keine besonderen Schwierigkeiten, ausgenommen beim Grossen Turm. Hier verlangt der Abstieg alpine Erfahrung und darf nicht unterschätzt werden. Alle westlich und südlich ausgerichteten Routen sind nach Regenfällen schnell trocken. Gleich unterhalb der Wand ist die[link:idh107]Bockmattlihütte[link] zu finden. Der Fels der Nordseite ist etwas reibungsarm und deshalb gewöhnungsbedürftig. Ganz anders die Westseite: Die «Himmelskante» bietet im oberen Teil fantastische Kletterei in rauem Fels. Einen Meilenstein in der Geschichte des alpinen Sportkletterns setzten Martin Scheel und Gregor Benisowitsch 1980 mit der Erstbegehung der «Supertramp» (ohne Bohrmaschine!) am Grossen Bockmattliturm. Noch heute ist der Charakter der Route ernsthaft – die Route wurde zwischenzeitlich saniert und kurze Zeit später aus ethischen Gründen wieder renaturiert – und verlangt Übung im Umgang mit mobilen Sicherungsmitteln. Der Abstieg vom Grossen Bockmattliturm verlangt alpine Erfahrung und darf nicht unterschätzt werden. Das Gebiet eignet sich bestens für heisse Sommertage. Einstieg auf 1550m.

AndréTT
Bockmattli
1932m
CH - Zentralschweiz
Schweiz
11.05.2026
AndréTT
CH - Zentralschweiz
sonstiger Wegpunkt
06.05.2026CH - Waadt/Freib./Berner Alpen

Stolleneingang P 1811

1811m

Im II. Weltkrieg wurde der Verbindungs- und Logistikstollen gebaut und stellte die „Sperrstelle Schafloch“ dar. Diese bot der Réduit-Brigade 21 einen geschützten Übergang. Zur Materialversorgung hatte man Seilbahnen gebaut, deren Überreste man noch im Justistal sieht. Die Talstationen standen an der Alphütte Rossschatte und am Chlyns Mittelbärgli. Hätten im Kriegsfall die Truppen die Höhen von Heiligenschwendi dem Feind überlassen müssen, sollte durch diesen Stollen der Nachschub der Truppen ins Justistal sichergestellt werden. Während des „Kalten Krieges“ bis Ende der 1980er Jahre war die Anlage offiziell geheim und nicht öffentlich zugänglich. Danach ging die Höhle an die Gemeinde Sigriswil über. Der Stollengang im östlichen Bereich ist noch im grob behauenen Zustand und man läuft über Geröll. Bei einer Verzweigung hält man sich links. An einem ehemaligen Waffenstand befinden sich 2 Katzenaugen mit der Beschriftung „Ausgang“ und „kein Ausgang“ nebst Richtungspfeile. Danach wird der Tunnel breiter. An einer Stelle ist von der Decke und Seite Material ausgebrochen, welches auf dem Boden angehäuft liegt. Dies lässt sich jedoch problemlos übersteigen. Zwischendurch tropft es an 2 Stellen von der Decke. Nach halber Länge ist der Durchgang zwischendurch ausbetoniert und der Boden eine ebene Schotterfläche. Schließlich hatte man den Durchstich begonnen aus östlicher Richtung, wo es die beiden Seilbahnen gab. An rechter Tunnelseite gibt es einen wannenförmigen Kabelschacht, welcher mit Betonfliesen abgedeckt ist. Ein Originalkabel liegt noch drin. Nach 25 min. kommt man beim ostseitigen Schafloch heraus (1774 m).

AndréTT
Stolleneingang P 1811
1811m
CH - Waadt/Freib./Berner Alpen
Schweiz
06.05.2026
AndréTT
CH - Waadt/Freib./Berner Alpen
Gipfel
04.05.2026CH - Waadt/Freib./Berner Alpen

Burgfeldstand

2063m

Der Voralpengipfel Burgfeldstand ist mit 2063m der höchste Gipfel des Güggigrates im Kanton Bern. Der Grat verläuft von Südwesten nach Nordosten. Im Süden ist der Burgfeldstand durch den namenlosen Sattel P.1918m vom Niederhorn (1963m) getrennt, im Norden durch den ebenfalls namenloesen Sattel P.1980m vom Gemmenalphorn (2061,3m). Der Gipfel und Grat fällt nach Westen und Nordwesten steil mit Felswänden ins Justistal ab. Aus geologischer Sicht ist der Güggisgrat aus Sedimenten des Helvetikums aufgebaut, die vor rund 225000000 bis 65000000 Jahren am nördlichen Rand des Urmittelmeeres Tethys abgelagert wurden. Diese Schichten wurden erst relativ spät, vor ungefähr 2000000 Jahren, in die Alpenfaltung mit einbezogen. Die schroffen Felswände im oberen Teil des Güggisgrats bestehen aus Schrattenkalk. Darunter folgen mergelige und kalkige Serien der Drusbergschichten und der Kieselkalk, alles Sedimente aus der Kreidezeit. Über dem Schrattenkalk befindet sich im Gipfelbereich eine Schicht der Hohgantserie, überwiegend Sandstein. Dank der Seilbahn zum Niederhorn ist der Burgfeldstand ein einfach erreichbarer Aussichtsberg. Von dort leitet ein einfacher Bergweg (T2) auf den Gipfel, etwas ansprochsvoller (T3) und ausgesetzter ist die Fortsetzung des Gratweges zum Gemmenalphorn. Im Winter ist der Burgfeldstand eine lohnenswertes Ziel für Schneeschuhtouren (Schwierigkeit WT2). Bei genügend Schnee bietet der Berg auch ein einfaches Skitourenziel (L), dank der sanften Südosthängen ist die Tour auch bei hoher Lawinengefahr uneingeschränkt machbar.

AndréTT
Burgfeldstand
2063m
CH - Waadt/Freib./Berner Alpen
Schweiz
04.05.2026
AndréTT
CH - Waadt/Freib./Berner Alpen