Verhältnisse - Detail

Gipfel: Chingstuel und 3 weitere Gipfel, 2118 m.ü.M.

Route: Unbeschriebene Route

Sputnik

Verhältnisse

02.05.2010
1 Person(en)
ja
Leider war das Wetter an diesem Wochenede sehr schlecht um auf hohe Berge zu steigen, so wählte ich eine schneefreie Grattour oberhalb Hasliberg für den Sonntag aus. Die Tour führte mich über vier 2000er-Gipfel die alle auf der Kantonsgrenze Bern-Obwalden liegen.
Gibel (2035,8m): Von Hasliberg-Wasserwendi führt ein bestens markierter und einfacher Weg (T1-2) auf den Gibel. Gestartet war ich bei der Talstation Twing der Käserstatt-Bergbahn auf 1160m. Während meines Aufstieges bis zum Hof Steinschlag (1789m) und der angesagte Dauerregen setzte noch nicht ein. Der Aufstieg war trotz Nebel sehr abwechslungsreich und ausser einer Fahrradfahrerin traf ich unterwegs niemand an. Nach einer ersten Rast beim Hof Steinschlag wanderte ich mit dem Schirm weiter bergauf und der Regen verstärkte sich zusehends. Auf dem Gipfel blieb ich wegen dem nassen Wetter nicht lange und wanderte nach den Gipfelbucheintrag direkt weiter in Richtung Chingstuel.
Chingstuel (2118m): Vom Sattel Schonegg (1953m) wanderte ich zuerst dem Wanderweg etwas unterhalb vom Chingstuel-Westgrat entlang. Nach 300m stieg ich dann über Grashalden direkt auf diesen hoch wo ich auf Pfadspuren traf. Der Grat war gut begehbar (T2) und ein steileres Stück leitet direkt zum Gipfel. Wegen Nebel und Schneeregen sah ich dort oben aber nicht besonders weit. Der Abstieg über den Südostgrat zum P.2002m wurde dann etwas spannender. Der Grat ist teilweise etwas ausgesetzt und bietet einige Kraxelstellen T3+; Fels I), bei der Nässe war die Begehung etwas heikel so dass ich manchmal doch den Schirm in die Jackentasche nehmen musste...
Schrundbalm (2035m): Gleich hinter dem Sattel P.2002m wies der Nordwestgrat zur Schrundbalm einige (einfache) Aufschwünge auf. Leider wuchsen dort einige kleinen Tannen welche ihre Wassertopfen an mir entluden so die Tour nun definitiv feucht wurde. Auf dem Grat sind ebenfalls Pfadspuren erkennbar, sie leiten bis unter den letzten Aufschwung. Dieser steile Aufschwung ist eine schmale Kante welche man in Graskraxelei erklimmt (T3). Auf dem Gipfel fand ich ausser einem kleinen Steinhaufen, der wohl einmal ein Steinmännchen war, nichts. Nach der Überschreitung der Schrundbalm stieg ich über einen Grashang in Sattel P.1998m ab.
Hohbiel (2037m): Vom P.1998m erreichte ich auf Wegspuren rasch den Gipfel vom Hohbiel. Es regnete immer noch und ich wanderte gleich weiter zum Skilift wo ich eine offene Hütte entdeckte. In der trockenen Skilifthütte machte ich endlich meine zweite Rast. Danach stieg ich weglos nach Käserstatt ab, danach über Wanderwege weiter nach Hasliberg Wasserwendi. Meine Wechselkleider blieben zum Glück trocken und so konnte ich gemütlich und glücklich nach Hause fahren.
Der Niederschlag wird in den nächsten Tagen auf dem Grat in Form von Schnee fallen. Man sollte dann 1-2 Schönwettertage abwarten um die Tour zu machen oder einen Pickel zur Sicherheit dabei haben.
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Für weitere Infos und Fotos siehe: http://www.hikr.org/tour/post22827.html
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03.05.2010 um 19:27
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jaaaa 46.7694