TourenFührer - Gipfel

Hanspeter Willi

Gipfel: Älplichopf, 2641 m.ü.M.

Älplichopf
2641 m.ü.M.
CH - Glarus - St. Gallen
739585 | 199375 (Schweiz)
46:55:51:N | 9:16:18:E
Der Älplichopf ist die höchste Erhebung im Gratzug zwischen Älplijoch (2556 m) und Heubützlipass (2468 m).
Am höchsten Punkt findet sich ein Steinmann mit Gipfelbuch.

Aufbau:
Der Gipfel baut sich in Form einer flachen Kuppe mit drei wenig steilen Graten.
Der Südwestgrat endet im Älplijoch (2556 m). Der Nordostgrat stellt die Verbindung zum nahezu gleich hohen Gspaltengrat (2625 und 2629 m) her. Der rückenartige Südostgrat schliesslich endet in den Weiden der Alp Sardona.
Die Ost- und die Nordwestflanken sind steil und felsig, die Südflanke weist Gras, Schutt und Felsbänder auf.

Gestein:
Flysch.

Normalweg:
Von der Alp Sardona über den Südostrücken.

Erste dokumentierte Besteigung:
Hierzu liegen keine Fakten vor. Auf Grund seiner relativ leichten Erreichbarkeit wurde der Gipfel wohl bereits seit alters her von Hirten und Jägern bestiegen.

Panorama:
Von Nord bis Nordost zeigen sich über den östlichsten Ausläufern der Glarner Alpen die Gipfel der Appenzeller Alpen. Es folgen das Rätikon, dahinter das Bregenzerwald- und das Lechquellengebirge sowie die westlichen Allgäuer Alpen. Dann sperren im Osten der Pizol und das Sazmartinhorn die Fernsicht, bevor sich um den Haldensteiner Calanda die Erhebungen der Silvretta, der Samnaun- und der Sesvennagruppe plazieren.
Von Südost bis West dominiert das Ringelgebirge und der Sardonastock, nur über der Trinser Furgga reicht die Sicht bis zum Pizzo Tambo in den Adulaalpen.
Bis Nord beschliessen dann die Glarner Alpen ab Bös Fulen und Glärnisch die Rundsicht.

Namensgebung:
Der ganze Gratverlauf von der Gross Schibe bis zum Hangsackgrat trägt seit 1859 auf den Dufour- und Siegfriedkarten die Bezeichnung Muttenthaler Grat.
Die Erstellung detaillierterer Karten in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und insbesondere das Aufkommen von Führerliteratur Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts führte zur Notwendigkeit der Einführung eindeutiger und zutreffender Namen für bis anhin namenlose oder unklar bezeichnete Erhebungen.
Auch die Bezeichnung Älplichopf für den namenlosen Punkt 2640 der Siegfriedkarte von 1874 geht auf jene Zeit zurück. Der Name wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts gewählt, weil sich der Berg oberhalb der ausgedehnten Alpweide 'Älpli' (entspricht der früheren Alp 'hinder Sardona') der Alp Sardona erhebt.

Die Erstauflage des betreffenden SAC-Führers aus dem Jahr 1916 führt den bis anhin unbenannten Gipfel dann erstmals als Älplikopf mit einer Höhe von 2640 m. Mit der dritten Auflage des SAC-Führers aus dem Jahr 1958 wird die Schreibweise nach Älplichopf und die Höhe auf 2641 m korrigiert.

Auf der Siegfriedkarte von 1874 ist der Gipfel erstmals als Punkt 2640 kotiert. Mit der LKS von 1960 erhält der Gipfel die Bezeichnung Älplichopf, gleichzeitig wird die Höhe auf 2641 m angepasst.

Eigenständigkeit des Gipfels - Prominenz: 85 m
Bezugsscharte: Älplijoch (2556 m)
Prominence master: Gross Schibe (2937 m)
Definition: Meter über dem tiefsten Punkt zur nächsthöheren Erhebung.

Eigenständigkeit des Gipfels - Dominanz: 0.82 km
Dominance master: Gross Schibe (2937 m)
Definition: Abstand zum nächstgelegenen, gleich hohen Punkt am Fuss oder Hang eines höheren Berges.

Jagdbanngebiet Graue Hörner:
Die Gebiete östlich und südlich der Seez sowie nördlich der Tamina liegen im wildreichen Eidgenössischen Jagdbanngebiet Graue Hörner, wobei der Älplichopf (2641 m) die westliche Grenze bildet.
Mit dem Beginn des Einwinterns sollte aus Rücksicht auf die hier überwinternden Tierbestände bis zum Zeitpunkt der Schneeschmelze im Frühsommer jegliche Tourenaktivität vor allem aus Richtung des Calfeisentals unterbleiben.
Detaillierte Informationen zu bestehenden Einschränkungen sind unter folgender Webseite abrufbar: http://www.wildruhezonen.ch
Auch in der restlichen Jahreszeit sollte es eigentlich selbstverständlich sein, sich am Berg derart zu verhalten, dass die Tierwelt möglichst wenig gestört wird.
WETTER-AUSBLICK
Wettervorhersage für Älplichopf (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-AUSBLICK
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
Nr. 3 vom 04.01.2018
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Hanspeter Willi

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