TourenFührer - Gipfel

Hanspeter Willi

Gipfel: Hochwart, 2670 m.ü.M.

Hochwart
2670 m.ü.M.
CH - Glarus - St. Gallen
748270 | 204040 (Schweiz)
46:58:15:N | 9:23:14:E
Nördlicher Abschluss der Grauen Hörner, vom Rest der Kette durch den Lavtinasattel deutlich abgetrennt.
Die Grauen Hörner bilden einen von Nord nach Süd an Höhe zunehmenden Gipfelkamm vom Hochwart über die Lavtinahörner zum Pizol. Im Westen begrenzen das Gilbiplateau und der Kessel des Oberlavtina die Kette, im ostseitigen Schuttkessel ist der kleine, in den letzten Jahren stark geschwundene Pizolgletscher eingelagert.
Der Hochwart selber ist eine nordseitig steil abfallende Schneide, an deren westlichem Ende sich ein Gipfelkreuz erhebt. Der eigentliche Gipfelaufbau wird stellenweise von Rissen durchzogen, die effektiv höchsten Punkte ragen als wenige Meter hohe Blöcke wenig vertrauenserweckend über der steilen Nordwand.

Aufbau:
Die Nordflanke kumuliert als kurze, aber steile Felswand über brüchigem Schutt und turmbewehrten Felsbänken.
Die Ostflanke besteht aus felsdurchsetzten Grashängen mit einer kurzen Wandstufe am Gipfelkopf.
In der Südflanke finden sich problemlos zu begehende Grashänge vom Lavtinasattel empor bis an die wenig hohen Felsstufen am Gipfel.
Als einzig wirklich ausgeprägter Grat zieht der südlich des Gipfels endende, unschwierig zu begehende Westgrat hinunter zum Stafinella-Plateau.

Gestein:
Verrucano

Normalweg zum Gipfel:
Vom Lavtinasattel auf einem Pfad durch die Südflanke

Panorama:
Gegen Süden verdecken die höheren Spitzen der Grauen Hörner die Fernsicht. Als Ausgleich bietet der Gipfel eindrückliche nordseitige Tiefblicke. Auch die umliegenden Gipfel präsentieren sich in teils schönen Bildern.

Namensgebung:
Wem auf diesem Gipfel die Tiefblicke vergönnt waren, wird den Namen als selbsterklärend erachten.

spezielle Hinweise:
Der Hochwart liegt an der Grenze zum wildreichen Eidgenössischen Jagdbanngebiet Graue Hörner.
Mit dem Beginn des Einwinterns muss aus Rücksicht auf die hier überwinternden Tierbestände bis zum Zeitpunkt der Schneeschmelze im Frühling jegliche Tourenaktivität aus Richtung des Weisstannentals her unterbleiben. Auch in der restlichen Jahreszeit sollte es eigentlich selbstverständlich sein, sich am Berg derart zu verhalten, dass die Tierwelt möglichst wenig gestört wird.

Einige kritische Bemerkungen zum Thema Pizolbahnen:
Infolge der raschen Erreichbarkeit von den Bergstationen der Pizolbahnen her wird bei schönem Wetter in diesem Gebiet vor allem der Pizol von Volk aller Art regelrecht überrannt. Zwar ist die Situation nicht ganz so schlimm wie im Bereich der zu Recht berüchtigten Fünf Seen-Wanderung, jeden echten Bergfreund packt aber rasch einmal das kalte Grausen ob des Treibens.
Da dem Hochwart das Renommee eines Pizol abgeht, hält sich trotz seiner leichten Erreichbarkeit auch an schönen Tagen das Aufkommen und die Art der hier anzutreffenden Berggänger in erträglichem Rahmen.
WETTER-AUSBLICK
Wettervorhersage für Hochwart (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-AUSBLICK
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
Nr. 3 vom 29.09.2011
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Hanspeter Willi

Routen

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