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Gipfel: Monte Emilius, 3559 m

AndréTT

Route: Via Ferrata Monte Emilius

Via Ferrata Monte Emilius
Klettersteig
mittel
1750 m
13.5 Stunden
Zufahrt:
Von Osten (Turin) her kommend auf mautpflichtiger Autobahn A5, von Norden (Martigny) über die E 27 und durch mautpflichtigen Tunnel du Grd. St. Bernard, oder von Westen (Chamonix) auf der E25 / A5 durch mautpflichtigen 11 km langen Tunnel du Mt. Blanc nach Aosta (583 m). Im Ort braunem Schild „Pila“ (nicht Pila Seilbahn) südwärts über den Fluß Dora Baltea zum Ort Charvensod. Weiter südwärts die 18 km lange und serpentinenreiche Straße hinauf zur Wintersport-Retorte von Pila(s) mit großem Parkplatz auf rechter Straßenseite (1760 m). Vor den Lokalitäten auf linker Straßenseite befindet sich ein großer Caravan-Stellplatz.
Von Aosta fährt auch eine Luftseilbahn hinauf nach Pila.
Zustieg (Schwierigkeit: T3+):
An linker Straßenseite und oberhalb der Talstation des Winter-Sessellifts befindet sich eine große Wegweiser Übersicht. Die Wege sind ab dann meist nur noch mit den gelben Weg-Nummern in gelbem Kreis markiert. Entlang der Seilbahnstützen führt ein Schotterweg (im Winter Piste) zum Chalet du Soleil an linker Seite (10 min.) Unmittelbar dahinter beginnt links (ostwärts) in den Wald hinauf der Weg Nr. 19A. Dabei werden 2 MTB-Pisten überquert. Der Weg stößt südostwärts auf den Weg Nr. 16. Auf diesem ein Stück der Skipiste hinauf, dann links abzweigend weiter ostwärts zur Alpe Chamolé. An dieser und an einem Wasserpumpwerk rechts vorbei führt der Weg im rechten Bogen unsteil hinauf nach 2 Std. zum Chamolé-See (2325 m).
Alternative : mit dem 2er Sessellift „Seggiova“ zur Bergstation (2309 m) westlich vom Chamolé-See während dessen Betriebszeiten. Und von dort auf breitem Wanderweg zum See.
Vom Westufer führt der Wanderweg 102 (Rückweg) zum Colle Chamolé, bzw. Rif. Arbolle, bzw. Wanderweg 19A zum Col Tza Sèche, und zum Pointe Valetta.
Man läuft jedoch vom Ostufer idyllischen Sees nordwärts auf Weg Nr. 19 hinauf zu einem flachen Sattel auf einem Bergkamm. Von dort sieht man auf die Westseite des Bergs und rechten Colle Carrel mit dem Bivacco Federigo. Am See zweigt rechts vom Weg Nr. 19 auch der Wanderweg 20A ab und führt zu flachem Aussichtsberg Col Replan (2459 m) auf dem sich ein gemauerter Windrosenkreis befindet mit den Erläuterungen zum Panorama. Der Weg 20A führt hinab zum flachen Sattel und nordwärts zum Colle Pian Fenêtre 2221 m und von dort südwärts hinab zur Alpe Comboé (2100 m). Der Weg Nr. 19 kürzt diesen Umweg ab und man steigt direkt am Sattel steil hinab nach Comboé mit der alten (verschlossenen) Kapelle St. Maria Magdalena (50 min. ab Chamolé-See). Ostwärts entlang des Baches gelangt man auf Weg Nr. 16A nach 5 min. zur Holzbrücke, auf welcher man den Bach überquert. Dort befindet sich ein Wegweiser. Nun ostwärts steil durch den Wald nach oben zur Hochmulde Pian Vale, wo sich früher eine Alp befand (2378 m). Auf gerölliger Moräne nun steil im Zickzack aufwärts zu einer Steinpyramide mit Stock. Dort zweigt der Westweg (Nr. 16) zum Berg links ab. Geradeaus nun den gelben Markierungen folgend steil durch sandiges Gelände zum Colle Carrel (2907 m), benannt nach früherem Bergsteiger Georges Carrel, mit der Biwak-Schachtel, wo 9 enge Schlafplätze enthalten sind (4 Std. ab Pila). Auf anderer Bergseite befindet sich ca. 100 m tiefer ein kleiner Bergsee, wo man Wasser zur Verfügung hat. An der Nordseite der Blechwand des Federigo-Biwaks befindet sich ein Holzbrett. Hier kann man sich bequem anseilen.
Andere Aufstiegsvariante 1:
Von Pila gleich nordostwärts auf Wanderweg Nr. 14 zur Ermitage de St. Grat (Kapelle San Grato, 1773 m) zu einer Schotterstraße und auf dieser in Serpentinen hoch zur Alpe Chamolé (weniger Höhenmeter, aber etwas länger).
Andere Aufstiegsvariante 2:
Aufstieg am Vorabend zur Rifugio Alpe di Arbole (2610 m). Dort übernachten und ggfs. Gepäckdepot. Von dort Richtung Alpe Chamolé nordwärts bis zum Gran Pian hinab (2162 m), wo der Pfad Nr. 16C rechts abzweigt. Auf diesem zum Pian Vale (2378 m), wo man auf o.g. Zustiegspfad (Nr. 16A) trifft zum Bivacco Federigo.
(Schwierigkeit: KS 3+, bzw. C, italien. D):
Der über 1,5 km lange Klettersteig (Pfad-Nr. 14) auf über 3000 m Höhe ist nicht immer durchgehend gesichert und hat zwischendrin wenige freie, aber einfache Kletterstellen (K1) in festem Gneisgestein enthalten. Der 2004 gebaute Klettersteig zählt zum höchsten in den Alpen. Von der großen international geschriebenen bunten Informationstafel am Biwak wendet man sich zum östlich beginnenden Felsgrat. Die ersten Meter rechts von diesem, dann auf dessen linken Seite durch und felsnah hochwärts zu kleiner Schutthalde. An rechter Seite der Gratfortsetzung befindet sich unteres Seilende. Unschwierig beginnt nun Gratkletterei tweilweise ungesichert bis zu erster Felsspitze, unter der sich dahinter eine 40 m lange Hängebrücke mit ihren langen Holzflächen anschließt, welche eine Felsscharte überbrückt (3150 m). Nun rechts von einer Verschneidung hinauf und nach kurzem Gratstück quert man Gehgelände. Man orientiert sich dabei nach sporadischen Steinmandl. Obwohl es vor nächster Felsstufe deutliche Trittspuren nach links gibt, steigt man rechts eine Rinne hinauf. Nach einer senkrechten 10 m hohen Wand mit Eisenbügel gelangt man zum Westgipfel (Petit Emilius, 3285 m). Von hier zeigt sich das Ziel als imposante Pyramide vor einem. Der Westgrat weist eindeutig den Routenverlauf dorthin. Anfangs quert man einen flachen Kamm zur Klettersteig-Infotafel und einem Wegweiser (3287 m). Von hier gibt es einen unmarkierten Notausstieg („Ingreso / uscita Via ferrata“, Nr. 17a) durch steile Schuttflanke hinab (Schwierigkeit: T4+, bzw. ital. EE) zum Lago Gelato, wo man auf den Bergweg zum Rifugio Arbole trifft. Danach überklettert man nach schrägen Platten seilgesichert auf dem Felsgrat 4 steile Stufen mittels Eisenbügel. Eine 7 m hohe Verschneidung zum Schluß ist dabei die schwierigste Stelle. Danach endet das Sicherungsseil an einer Infotafel zum Steig (gleiche wie beim Biwak) im Geröll knapp südlich vom Grat kurz vor dem Gipfel. Bis 1839 hieß der Punkt Pic de dix heures. Er wurde dann nach der 14 jährigen Bergsteigerin Émilie Argentier benannt. Auf diesem befindet sich kleines geschmiedetes Kreuz von 1943 und die silberne Madonnenstatue von 1995 (3 Std.).
Abstieg:
In leichter Kletterei (K1) seilfrei über den Südgrat (Normalweg Nr. 14) an einer Gedenktafel an einen am 10.8.2003 verunglückten 57-Jährigen vorbei bis zu einem kleinen Sattel (Colle Tre Cappucini, 3246 m) kurz vor den 3 markanten Felsfingern vom Punta Dei o Tre Cappucini (3270 m). Dort verläßt man den Grat und steigt den Geröllhang westwärts hinab. Hin und wieder trifft man auf rote Strichmarken. Man orientiert sich zu sichtbarem Lago Gelato dabei stets links haltend, bis man bei einer Steinpyramide mit gelben Wegweiserschildern auf Bergpfad Nr. 102 trifft, welcher ostwärts zum Col de Arbolle (3155 m) in 20 min. führt und weiter zum Lago Superiore. Südlich vom Lago Gelato (2956 m) befindet sich nächster Wegweiser. Am Westufer des Sees vorbei kommt hier der Notabstieg vom Petit Emilius hier an. Nach Süden biegt der Steig Nr. 17 zum Col Ross (3071 m) ab. Von hier beginnt ein bequemerer Wanderweg südwestwärts über einen Geröllhang, anschließend in Serpentinen in grasiges Gelände hinab an rechter Tobelseite vom Torrente di Comboé entlang zum Lago d’Arbole mit dem Rifugio Arbole (2510 m) an dessen Nordufer in 3 Std. Von der Hütte vor der Alpe di Arbole führt breiter Wanderweg (Nr. 102) flach westwärts zum Bach hinunter. Nach der Brücke folgt noch einmal erheblicher Gegenanstieg zum Colle di Chamolé (2641 m). Dort zweigt links alpiner Panoramasteig Nr. 19A über den Colle Tza Sèche ab zur Punta della Valletta. Den Sattel verläßt man jedoch nordwärts über steilen Hang in Serpentinen hinab zum Lago di Chamolé (1 Std.). Weiter wie Aufstieg (2 Std.).
KS-Set, Helm, ggfs. Sommersteigeisen
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Nr. 1 vom 03.09.2016
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