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Gipfel: Monte Vioz, 3645 m

AndréTT

Route: Ex. Rif. Mantova – Lago di Valle della Mite – Brik – Rif. Mantova al Vioz – Mte. Vioz – Cima Linke – Mte. Vioz – Brik – Cima Vioz – Rif. Doss dei Cembri

Ex. Rif. Mantova – Lago di Valle della Mite – Brik – Rif. Mantova al Vioz – Mte. Vioz – Cima Linke – Mte. Vioz – Brik – Cima Vioz – Rif. Doss dei Cembri
Alpine Wanderung
1470 m
7.0 Stunden
Zufahrt:
Von Osten (Bozen) südwärts auf der Weinstraße SS 42 über Eppan (Appiano), dann zum Mendelpass (1363 m) westwärts abzweigend und weiter kurvenreich nach Fondo (988 m). Dort biegt die SS 42 links ab und man bleibt auf ihr südwestwärts nach Cagno. Am nördlichen Ufer des Lago di S. Giustina, wo sie auf die SS 43 von Mezzolombardo im Süden trifft, wird die Straße breiter. Weiter nun südwestwärts über Malé bis Cusiano (946 m). Nach dem Ortsausgang biegt vor Fucine beim P 957 nach rechts die SP 87 nordwestwärts ab ins Val di Peio. Wer von Westen (Sondrio) anreist, fährt auf der SS 38 Richtung Tirano, biegt aber vorher bei Tresenda rechts ab und fährt steil aufwärts über Aprica (1172 m) und wieder hinab ostwärts nach Édolo (699 m), wo man links abbiegt auf die SS 42 zum Passo Tonnale (1883 m). Dort kommt von Norden die kurvenreiche SP 29 aus Bórmio (1217 m) an. Von Norden Anreisende durch den Vinschgau gelangen auf ausgebauter SS 38 über das hohe Stilfser Joch (2758 m) dorthin, oder von Unterengadin durch das Val Müstair auf schmalem Teersträßchen über den Pass Umbrail (2501 m) nach Bórmio. Vom Passo Tonale fährt man auf der SS 42 ostwärts hinab nach Fucine (982 m) nach dem Otsausgang biegt man vor Cusiano links ab beim P 957. Taleinwärts fährt man auf der SP 87 bis nach Cogolo (1170 m). Auf der SP 87 fährt man links am Ort vorbei westwärts ins Val del Monte bis Pèio Fonti (1383 m). Das Val del Monte und das val di Sole trennt Ortler- von der Presanellagruppe. Am Ortseingang des Winterskiorts Pèio Fonti befindet sich links die Terme di Pèio. Nach der Rechtskurve beim Hotel Pejo fährt man nordwärts zu folgender Linkskurve. Von hier ab gibt es an rechter Straßenseite eine längere Schotterfläche vor schmalem Abwasserkanal, wo man sein Auto abstellen kann. Ansonsten fährt man nach nächstem Rechtsabzweig in die Via dei Cavai zur Talstation der kleinen Gondelseilbahn gleich dahinter zum kostenpflichtigen Parkplatz mit Schranke links von der Talstation.
Mit der Kleinkabinenbahn für 8 Personen fährt man in nördliche Richtung hinauf zum Rifugio Scoiattolo (1998 m) rechts neben der Bergstation am Bergbuckel Tarlenta. Links von der Bergstation mit einem Trinkwasserbrunnen befindet sich die Talstation der Großkabinen-Luftseilbahn „Pejo 3000“ (2001 m). Mit dieser fährt man in 12 min. zur Bergstation (2991 m). An der Südflanke der Punta Taviela. Oder man läuft nach rechts breiten Wanderweg hinab unterhalb der Terrasse vom Rifugio Scoiattolo in 5 min. zur Talstation des 4er Sessellifts (1974 m) und fährt mit diesem in 25 min. hinauf zur Rifugio Doss dei Cembri (2320 m) am dreieckigen Wasserbecken. Dort beginnt der Aufstieg über den langen Südostgrat (Normalweg) zum Mte. Vioz.
Route: Schwierigkeit: T4+, ital. F
An der Bergstation der Großkabinen-Luftseilbahn „Pejo 3000“ steht rechts etwas davor noch mit Drahtgeflecht gestützter Ruinenrest der alten Berghütte „Mantova“ (2985 m), welche 1908 von der ehemaligen Sektion Halle (Saale) des DÖAV errichtet und unterhalten, im 1. Weltkrieg jedoch zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde. Auf rot-weiß markiertem Bergweg Nr. 138 (Wegweiser: Rif. Dos dei Cembri) läuft man nordostwärts in 15 min. hinab in Valle della Mite bis zu einem flachen, grün schimmernden, aber verlandenden Schmelzsee (2826 m). Während der Wanderweg (im Winter Schneeschuhroute und Skipiste Nr. 12) südostwärts durch das Tal führt zur Rifugio Doss dei Cembri mit der Bergstation vom Sessellift, verläßt man rechts vom See diesen und läuft durch gerölligen Talkessel zu einer braunen Schuttrinne vor einem im Osten (Holzwegweiser: Rif. Vioz, Punta Linke). Man folgt gelben Punkten und Stangen und steigt im Zickzack durch diese hoch zu einer Scharte im felsigen Südostgrat nördlich des Dente del Vioz (55 min.). Dort trifft man links vom Felstor Brick (3206 m) auf den Normalweg über den Südostgrat ab dem Rifugio Dos dei Cembri (Holzschild: Funivia Peio 3000). Auf dem rot-weiß markierten und gut ausgebauten Weg Nr. 105 steigt man in Serpentinen nun in nördliche Richtung hoch durch braun-geröllige Südflanke des Bergs an einem Gedenkstein vorbei bis zur Rifugio Mantova al Vioz (3535 m) mit der Glocke an der Eingangstür (50 min.). Vor der Hütte steht ein Holzkreuz und befindet sich der Hubschrauber-Landeplatz. Links von der Hütte steht eine kleine Kapelle bestückt mit Gedenktafeln für Verunglückte und mit Glocke an der Westseite der Kapelle. Die zweithöchste Hütte der Ostalpen wurde 1911 von der DÖAV-Sektion Halle (Saale) fertiggestellt. Im 1. Weltkrieg war sie Kommando-Sitz des österreichisch-ungarischen Heers. Nach Kriegsende ging sie in italienischen Staatsbesitz über und wurde dem CAI überlassen. 1971 wurde sie vollständig vom Trentiner Alpenverein (SAT) saniert, 1996 noch einmal renoviert.
Über inzwischen gletscherfreies Blockwerk läuft man die letzten 110 Hm nordwärts, anfangs entlang der Wasserrohrleitung hinauf zum Gipfel, der sich auf südlichem Gratkamm vom Monte Cevedale (Zufallspitze) befindet (15 min.). Der Berg liegt auf der Grenze zwischen den italienischen Provinzen Trentino und Sondrio im Nationalpark Stilfser Joch. Auf seinem Vorgipfel steht ein neues Holzkreuz. Auf dem Gipfel befindet sich eine dreikantige Vermessungssäule aus Bronze (5 min.).
Lohnenswert ist ein Weiterweg in westliche Richtung zur Cima Linke (3631 m). Ein verwittertes Holzschild weist zu einem dicken Textilseil, welches an Stangen unsteil westwärts hinabführt zum Sattel des dahinschmelzenden Vedretta di Vioz. Vorbei an alten Holzmasten, zerstreutem Holzmaterial, Seilbahnmaterial, Schutzschilde und Eisendrahtresten der militärischen Auseinandersetzung im 1. Weltkrieg gelangt man in 10 min. zum kleinen „Museo Punta Linke“ im Inneren der kleinen Felsspitze und einer am Fels außenstehenden Baracke. Den Namen bekam der Berg im 1. Weltkrieg. Er war die „linke“ österreichisch-ungarische Vorgipfel-Stellung der Vioz-Spitze. Heute befindet sich dort das höchst gelegene Freilichtmuseum des 1. Weltkriegs in Europa. In der ausgebauten Kaverne taucht man unweigerlich in die Welt von vor 100 Jahren ein. Man sieht eine deutsche Zugmaschine für damaligen Seilbahnbetrieb über südlichen Vioz-Gletscher, sowie Werkzeug und den Unterkunftsraum.
Abstieg:
Auf gleichem Wege zurück bis zur Steiggabelung bei Brick (65 min.). Beim Holzschild „Funivia Peio 3000“ zweigt rechts der Steig durch das Valle della Mite ab. Man bleibt jedoch auf dem Vioz-Weg Nr. 105, der 1. Weltkrieg aufwendig als breite Trasse in den Fels gebaut wurde entlang der Nordostseite des plattengepanzerten, felszackenreichen Südostgrats mit der hohen Schneide Dente del Vioz (2905 m). Die 9 Abschnitte des Wegs sind mit roten Nummern im Kreis gekennzeichnet. Nach einem Rechtsschwenker zu einem Grasbuckel (2635 m) durchquert man den Felsgrat zu seiner Südseite durch eine Scharte (2552 m) vor dem Felssporn Cima Vioz. Kurz danach verläßt man den Wanderweg Nr. 105, welcher südostwärts hinunter über Malga Saline nach Pèio führt. Über einen Felstrümmerhang läuft man auf Steig Nr. 139 westwärts hinab zur Endmoräne im unteren Valle della Mite. Dort trifft man auf den Wanderweg Nr. 138 von der Bergstation „Pejo 3000“ über den Schmelzsee im oberen Tal. Nun auf unbefestigtem Schotterweg südostwärts zur nahen Rifugio Doss dei Cembri (2 Std.). An rechter Seite befindet sich die Bergstation des 4er Sessellifts hinab zum Rifugio Scoiattolo (2315 m.) und etwas unterhalb ein dreieckiges Wasserreservoir für die Skikanonen.
ggfs. Steigeisen
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Nr. 2 vom 17.09.2017
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