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Gipfel: Vulin Potok, 411 m

AndréTT

Route: Ferrata Vulin Potok

Ferrata Vulin Potok
Klettersteig
leicht
370 m
4.0 Stunden
Zufahrt:
Von Norden (Banja Luka), oder Osten (Sarajevo) über Jablanica kommt, fährt auf der E 73 nach Mostar. Wer von Kroatien anreist, fährt auf der Autobahn A 10 in südostliche Richtung Metkovic. Vor diesem Grenzort südlich der Autobahn durchfährt man nach der Ausfahrt Kula Norinska auf der Autobahn die kroatischen und bosnisch-herzegowinischen Grenz- und Zollkontrollstationen. Danach hat der Autobahnabschnitt die Nummerierung A1. Der lediglich 5 km lange, aber schon mautpflichtige Abschnitt endet bei der Ausfahrt Medugorje in der Herzegowina. Von hier fährt man südwärts auf der R 801, ab Krča auf der M 6 durch die Großstadt Čapljina durch. Nach der Straßenbrücke über die Neretva biegt man links ab auf die M17 und fährt nordwärts entlang des östlichen Ufers des Flusses bis nach Mostar. Wer sich die Maut und Durchfahrt durch Čapljina sparen will, kann die A10 über Ausfahrt Metkovic verlassen und südwärts auf der D 62 nach Metkovic fahren und über dortige Straßenbrücke die Neretva überqueren. Gleich danach trifft man auf die Fernverkehrsstraße D 9 (auf herzegowinsche Seite: M-17). Auf diese biegt man links ab und fährt zu bereits sichtbaren Grenzstationen. Die M-17 führt nordwärts am östlichen Ufer des Flusses nach Čapljina an westlicher Uferseite mit der Brücke dazwischen. Auf der M-17 bleibt man nordwärts bis Mostar. Am Ortseingang biegt an einem Ampelabzweig scharf rechts die M 6-1 ab. Auf dieser fährt man dann in südöstliche Richtung 10 km nach Blagaj. Zuvor folgt man nicht einer Linkskurve der Fernverkehrsstraße, sondern verläßt diese geradeaus. Vorbei an einigen Autocamp-Plätzen fährt man durch die kleine Stadt orientalischen Typs bis zum Zentrum. Hier gibt es einen kleinen kostenpflichtigen Parkplatz (60 m). Da sich der Rückweg als Rundweg über die ehemalige Festung von Herceg Stjepan gestaltet, parkiert man besser kostenfrei auf großem Schotterparkplatz nördlich, unterhalb der Burgruine Stjepan Grad außerhalb der Stadt. Hierzu biegt man vor dem Zentrum links ab und fährt eine Teerstraße bergauf an einigen Häusern und der weißen Villa Muzej Galerija an rechter Straßenseite vorbei zum Ende der Teerstraße (205 m).
Zustieg:
Vom Parkplatz unterhalb des ehemaligen Forts Stjepan läuft man die Teerstraße wieder zurück in die Ortsmitte (20 min.). Am Hotel Blagaj rechts vorbei gelangt man an das nördliche Ufer der Buna. Rechts unterhalb vom Weg sieht man einige ehemalige Wassermühlenhäuser und Fischzuchtzonen vor dem Restoran „Fajic“. An einigen Holzbuden und Ständen vorbei läuft man in östliche Richtung direkt auf das Derwisch-Kloster Tekija zu, wo die Teerstraße endet (10 min.). Die Gebäude des Klosters sind eng an dortige Felsen gebaut. Unterhalb von dieses entspringt die Buna gewaltig aus einem großen Karstloch (Vrelo Bune). Vor dem Gittertor des Klosters läuft man rechts auf einer Holzbrücke über den Fluss zum Restoran „Hladovina“. Durch dessen Terrasse hindurch gelangt man auf die Rückseite der Häuser zu einem freien Platz, nicht ohne zuvor einige Meter zur Aussichtskanzel an der Restorant-Terasse gelaufen zu sein, um sich diese riesige Buna-Quelle anzuschauen. Beim freien Platz stößt man auf eine unbefestigte Straße, welche man südwärts folgt (Schild: Eko Centar Blagaj). Diese Station mit Mini-Imbiss und kostenpflichtigen Parkplatz davor erreicht man nach 10 min. Abenteuerspielplatz und eine große Kletterwand gehören ebenfalls zum Areal (60 m). Von hier läuft man zu den Sektoren mit Sportkletterrouten und zum Klettersteig. Viele Informationstafeln über die Kletterrouten und die Ferrata stehen dort mit Übersichtskarte. Ein rot-weiß markierter Weg führt durch lichtes Gesträuch zur Schlucht des Vulina – Baches, der aber nur im Winter Wasser zur Buna führt. Nach 5 min. trifft man auf den Wegweiser zu den Kletterrouten in den Sektoren A bis D an linker Felswandseite. Zur Ferrata weist der Pfeil geradeaus. Man läuft nun in die dünn bewachsene Schlucht ostwärts hinein bis zum nächsten Schild (10 min.). Dann trifft man auf ersten Eisenbügel eine er Minifelsstufe. Nach rotem, vierkantigem Holzpfeiler mitten auf dem Weg (80 m) beginnt an rechter Felsseite das Sicherungsseil.
(Schwierigkeit: KS / C / ital. D):
In der zusehends enger werdenden Bachschlucht wurden 1 km Seilkabel verlegt. Gleich nach dem Einstieg wechselt man auf linke Schluchtseite. Das Seil führt hinauf zu einem Doppel-Klemmblock. Die beiden im Schluchtspalt steckenenden Felsbrocken werden auf Eisenbügeln an rechter Konkaven Felswand überklettert. Danach trifft man weitere Geröllsteine, die man umlaufen kann. Dann trifft man auf eine senkrechte Felsstufe. Mittels Bügel und Seil überwindet man die an linker Felsseite. Danach trifft man auf einen weißen Wegweiser („Sector multi-pitchs“) nach links und ein neues Stahlseil führt links hinauf. Hierbei handelt es sich jedoch um ein Zustiegsseil für die Kletterroute (7a) dort. Man läuft jedoch geradeaus weiter schluchteinwärts, bis man auf nächsten weißen Wegweiser („Ihsan Project“) trifft, der nach rechts hinauf weist. Ebenfalls führt ein Zustiegsseil dorthin, welches man ignoriert. Geradeaus läuft weiter teilweise über grasige Stellen bis man auf nächsten Klemmblock trifft. Diesen überwindet man auf Eisenbügel an rechter Felswand. Danach öffnet sich im „Sector Hladovina“ (weißes Schild) die Schlucht wieder. Bei einem felsbraunen Amphitheater endet diese jedoch anscheinend. Nach rechts weist weißes Schild zum „Sector Ispod Vodopanac“.Geradeaus befindet sich ein verwachsener Mini-Tümpel unterhalb der schroffen U-förmigen Felswände um einen. Halb links beginnt nun eine luftige Bügeleisenparade senkrecht nach oben bis man eine ausgewaschene Felsrinne erreicht. Durch diese kommt man teilweise seilgesichert an einer Wasserlache vorbei zum oberen Bereich der nun mehr verwachsenen Bachschlucht. Vorbei an einem Autoreifen (wie der wohl hierher kam ?) läuft man links an einem Felspfeiler vorbei den rot-weißen Markierungen folgend. Dann führt das Seil an linker Felsseite durch eine kurze schräge Verschneidung hinauf zu einer photogenen grauen Felswand mit braunem Streifen und Felszacken davor. Diese wird wieder über viele Eisenbügel senkrecht nach oben überwunden. Abschließend führt das Seil durch eine glattgeschliffene unsteile U-förmige Stufe, wo es endet (70 min.). Beim weißen Schild 10 min. danach endet der Steig, den man auch in umgekehrter Richtung klettern kann.
Rückweg:
Man läuft weiter die sich immer mehr öffnende und flacher werdende Schlucht hinauf zu einem Grashang. An linker Seite sieht man hinten Turmmauerreste auf dem Felsbuckel Orlovaca (411 m) thronen. Zu diesen orientiert man sich, wobei der Pfad rechtsherum und nicht hinauf führt. Nach links zweigt in einem flachen Bergsattel mit einer anschauenswerten natürlichen Felsmauer der Zustieg zum „Sector Rebro“ ab. Der Pfad dreht vom Sattel nach links in nordwestliche Richtung über die Hochebene von Velez. Dann hören die rot-weißen Markierungen auf. Man folgt Trittspuren, oder weglos unschwer zur nun sichtbaren Burgruine (45 min.). Nördlich der Hochebene verläuft die Straße M 6-1, wie man bei der Zufahrt nach Mostar in der Linkskurve geradeaus verließ. Der Besuch der Burgruine ist lohnenswert und kostenfrei (290 m). Von oben bekommt man Übersicht und Tiefblicke auf Blagaj und kann den Zustiegsweg bis zur Kletterwand beim Eko Centar verfolgen. Von der ehemaligen Festung läuft man nun auf bequemen, breiten angelegten Wanderweg in Serpentinen hinab zum nahen, großen Parkplatz (10 min.).
KS-Set, Helm
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Nr. 2 vom 05.05.2018
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