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Gipfel: Bech da Mesdi / Mesola (Crepes de Padon), 2762 m

AndréTT

Route: Via Ferrata delle Trincee

Via Ferrata delle Trincee
Klettersteig
mittel
780 m
5.5 Stunden
Anfahrt:
Aus Westen kommend ab Ausfahrt Bozen-Nord von der Brennerautobahn A 22 auf der SS 241 durch das Eggental über den Karerpass (1741 m) nach Vigo im Fassatal. Ab dort auf der SS 48 nordwärts nach Canazei (1465 m). Von dort auf der SS 641 über Alba zum Stausee Lago di Fedaia (2053 m) und an dessen Nordufer entlang bis zum Passo di Fedaia (2057 m) oberhalb vom östlichen See-Ende. Wer von Osten (Cortina d’Ampezzo) auf der SS 242 anreist, fährt über den Passo di Falzárego (2105 m) bis Cernadoi (1495 m) und biegt südwärts auf die SS 203 ab Richtung Belluno. Bei Caprile (1014 m) verläßt man diese und fährt rechts auf die SS 641 und dann westwärts durch die Provinz Belluno zum Fedaia-Pass hinauf. Dieser trennt die Regionen Terntino Alto Adige im Südwesten und Venetien im Nordosten. Die Grenze setzt sich fort über die Crepes de Padon mit dem Felsbuckel Mesolina (2642 m) im Osten und der Felsspitze Bech da Mesdi (2762 m) im Westen. Über diesen Felsgrat verlief ein Steig aus dem 1. Weltkrieg. Heute in einigen Abschnitten der Klettersteig. Beim Rifugio Passo Fedaia gibt es 2 große Parkplätze.
Zustieg:
Bei der Fedaia-Pass-Hütte beginnt der Aufstieg auf Venetianischer Seite nordwärts am Holz-Wegweiser (Richtung Passo Padon, bzw. Rif. Padon) vor der Straßenüberbrückung (im Winter Skipiste). Man folgt dem rot-weiß signalisierten unbefestigten Fahrweg Nr. 699 (im Winter Skipiste) bis hinauf zum Passo Padon (2369 m). Nach 10 min. weist ein Holzschild nach links zum Osservatorio 15/18. Der Pfad dorthin endet bei einem Höhlenstein. Man bleibt also auf dem Fahrweg, dessen Linksschleife man geradeaus in nordöstliche Richtung abkürzen kann. Über unsteile Weidehänge des Ciamp de Stanzon mit den Schafherden unterquert man den 4er-Sessellift, der auch im Sommer fährt von der Capanna Bill bei Ciandarei (1688 m) zur Bergstation (2401 m) oberhalb vom Rifugio Passo Padon (2369 m). Nach Unterschreiten der Seile der Bahn befindet sich rechts ein Landeplatz für den Helikopter auf einem Grasabsatz. Man läuft nun in 3 kurzen Kehren nordwärts hinauf zum Padon-Sattel. Rechts beginnt der grasige Felsgrat Spic de Anzonera (Crepe Rosse) mit kleiner Felsspitze, auf der ein Kreuz steht, und über den der Wanderweg Nr. 636 (Sentiero delle Creste) nach Laste rechts abzweigt. Hier trifft man auf Stationspunkt 16 des Sentiero geologico di Arabba. Man folgt jedoch dem Holzwegweiser „Viel dal Plan“, bzw. „Portavescovo“ und „Ferrata D. Trincee“ und dem Fahrweg nach links direkt zur Padon-Hütte hin (¾ Std.). Wenn man über deren südseitige Holzterrasse läuft, findet man weitere Holzwegweiser an hinterer Holzhausecke vor. Danach gabelt sich der weiterführende Bergweg. Nach Westen zweigt rot-weiß markierter Steig Nr. 636 ab hinauf zum Bivacco Ernesto Bontadini. Links davon in südwestliche Richtung rot-weiß signalisierter Horizontalweg Nr. 680. Er ist hier identisch mit dem gelb-rot gekennzeichnet Sentiero geologico di Arabba. Der Bergweg dreht nach rechts und man kommt nun in die Region Trentino. An linker Seite hat man nahe Blicke auf die Nordschräge der Marmolada mit ihren kümmerlichen Gletscherresten und hinab zum Stausee. Nach 20 min. gabelt sich der Weg beim P 2365. Links führt der Weg hinab zum westlichen Ende des Stausees und zur Rifugio E. Castiglioni (alla Marmolada). Man hält sich jedoch nach rechts und wandert unsteil bergauf rot-weißen Markierungen und Stangen folgend in nordwestliche Richtung zum unteren Südwestrücken des Bech da Mesdi etwas unterhalb vom P 2551. Dort wendet sich der Sentiero geoligico di Arabba kurz nach Nordosten, um dann in großem Linksbogen zur Porta Vescovo (2478 m) mit dem Rif. L. Gorza und der Bergstation der Gondelbahn von Arabba zu drehen. Zuvor zweigt man jedoch oberhalb vom P 2463 nach 40 min. rechts ab, um nach 6 min. auf dem Bergrücken auf Wanderweg Nr. 636 zu treffen, welcher von westlicher Porta Vescovo mit der Seilbahnstation hierherkommt und als Klettersteig über die Felskette der Mesola und durch den Kriegsstollen zum Bivacco Ernesto Bontadini (2552 m) führt (6 min.). Grasiger Bergrücken endet an der steilen Westkante der Bech da Mesdi, wo das Drahtseil beginnt unterhalb einer abgebrochenen Marmortafel (2599 m).
(Schwierigkeit: KS 4, bzw. C/D, italien. D):
Die Ferrata delle Trincee ist ein Abschnitt des Höhenweges Alta via del Padòn (Weg-Nr. 636). Der Aufstieg am Anfang über senkrechte Felsplatte stellt bereits die größten Schwierigkeiten dar. Nach einer Rissverschneidung quert man auf einem Felsband nach links und die Kletterschwierigkeiten werden geringer. Im anfänglichen Verlauf der Route entlang des Seils sind viele Felstritte teilweise erheblich abgespeckt aufgrund der Massenbegehungen. Im oberen Bereich bietet es sich im kompakten und rauen Vulkangestein an, auf Reibung tretend auch mal frei kletternd (K 1+) auszuscheren, um einem Pulk auszuweichen. Allzusteil ist die schräge Platte hierfür an manchen Stellen nicht. Auf dem Felsgrat überschreitet man zu Anfang eine 10 m lange Hängebrücke über eine Felsscharte. Erst links, dann rechts vom Grat passiert man den Gipfel der Mesola-Kette, Bech da Mesda (Sas de Mezdi), etwas unterhalb. Beim Wegweiser „Sasso dell‘ eremita Portavescovo“ nach rechts gibt es ein Schmankerl als spektakulärer Abstecher: Zur südlichen Felsnadel seilgesichert senkrecht hinauf und links daneben hinunter. Zurück zum Wegweiser klettert man anschließend (Wegweiser Bivacco Bontadini) durch eine nordseitige Rinne hinab zu einem langen Felssattel (Gehgelände). In diesem steht ein stumpfer Felspfeiler. Von dortigem Wegweiser (2683 m) gibt es einen Trampelpfad auf der Südseite hinab zum Sentiero geologico Arabba (einfacher Notabstieg). Es folgt ein gesicherter Steig durch ehem. Stellungen aus 1. Weltkrieg zur Nordseite. Hier quert man den Felskamm über abschüssige Wiesen, dann an Ruinen-Resten vorbei hinab zu einer Felsrinne. Dort wechselt man nach rechts und läuft entlang der Südflanke zu einem ersten Tunnel, der jedoch nur eine Sackgasse ist. Weiter dann entlang der Südseite zu zweitem, ca. 40 m langen Tunnel. Nach diesem kommt noch einmal Gehgelände entlang der Südseite. Bei einer Felsbucht führt das Seil steil nach oben (Holzwegweiser: bivacco Bontadini). Nach unten hin zum Weg Nr. 680 gibt es einen weiteren Notabstieg. Im oberen Verlauf gelangt man dann zu einem 300 m langen Stollen, für den eine Lampe erforderlich ist. Bei dessen Durchgang sieht man 4 Seitenstollen zu Ausguck- und Luftöffnungen. Nach dem Ausgang erblickt man das 1981 errichtete Bivacco Ernesto Bontadini unmittelbar unter einem. Man läuft nun wenige Schritte hinab zur gemauerten Schutzhütte mit Wellblech-Dach der CAI-Sektion Livinallongo (2552 m).
Hier beginnt ein 20 minütiger Aufstieg zum grasigen Gipfelkopf Mesolina (2642 m). Im unteren Teil gibt es eine kurze, mit Seil gesicherte, unschwierige Passage. Abstieg von dort auf selben Weg hinunter.
Abstieg:
Auf rot-weiß signalisiertem Bergweg Nr. 636 kraxelt man obere Felsstufen mit kurzer Seilhilfe hinab in östliche Richtung in 10 min. zur Bergstation des Sessellifts (2401 m). Dort steht noch eine Kanone aus dem 1. Weltkrieg. Weiter in 5 min. hinab zum Rifugio Passo Padon (2369 m). Ab hier zurück zum Parkplatz wie aufgestiegen (30 min.).
KS-Set, Helm
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Nr. 2 vom 03.09.2019
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