Verhältnisse - Detail

Gipfel: Monte Alluratu/Mont Al Lardo, 540 m.ü.M.

Route: Via Ferrata di a Manicella (Parcours-Varianten 1 bis 5)

AndréTT

Verhältnisse

04.06.2019
1 Person(en)
Wenige (5-20 Personen)
ja
Ausgezeichnet
Tourenbeginn um 10:00 Uhr bei 21°C unter wolkenlosem Himmel.
Wer in diese Tour im Parc de Loisiers einsteigt, darf dieses nicht tun wie bisher in anderen Via Ferratas gewohnt mit seinen Erfahrungen und seinem Material. Sondern wie in einem Freizeitpark, wo es Vorgaben gibt und Randbedingungen herrschen, ein privater Betreiber haftungs- und versicherungsrechtlich in Regress genommen werden kann, so dass jener sich andererseits davor vorsorglich schützt durch zwingende Sicherungsmaßnahmen. Dazu gehört die Materialbeistellung und Gestellung von Aufsichtspersonal, wofür ein Kostenbeitrag für die Teilnahme zu entrichten ist. Das dürfte nachvollziehbar sein.
Webcam:
https://www.webcam-4insiders.com/de/Webcam-Bastia/13787-Bastia-Webcam.php
Wettervorhersage:
http://www.meteocentrale.ch/de/europa/frankreich/wetter-bastia/details/S077900/
Ich war in der 10:00 Uhr – Gruppe, bestehend aus 17 Teilnehmern. Ein junges Pärchen stieg durch den Parcours V4, ich durch den V5. Wir kamen ziemlich zeitgleich zurück um 14:50 Uhr. Wir kletterten nicht auf Tempo, sondern legten auch Fotopausen ein, was sich wegen der „sicherheitstechnisch gezwungenen Seilbindung“ manchmal als nicht immer einfach gestaltete. Lustig war die Kreuzung von V4 und V5 im Fels, als wir uns einander überholen wollten mit diesem kommunizierenden Karabinersystem. Da war Denken aller Beteiligten angesagt.
Ich selbst stand mit dem Karabinersystem von Anfang an „auf Kriegsfuß“. Stets hakelte einer der Karabiner. Allerdings benötigte ich auch erst eine Weile, um zu lernen, was es mit dem Magnet-Detektor auf sich hat. Das Prinzip war mit dem Video-Vortrag nicht bei mir angekommen. Wenn man zum Ausklinken und Einklinken von Karabinern 3 bis 5 Versuche benötigt pro Fixpunkt, dann trübt das den Spaß am Klettern erheblich. Die Tyroliennes waren dagegen erholsame Wohltat. Aber wer in den Parc de Loisers geht, sollte es besser nicht tun, wegen den (kurzen) Ferrata-Sequenzen, sondern wegen den vielen ZIPlines. Und für dortigen Ablauf sind m.E. vorbildliche sicherheitstechnische und Betriebsablaufvorkehrungen vorhanden. Angefangen beim organisatorischen Ablauf im Geschäft. Bishin zu freundlichen Guides vor Ort. Für unsere Morgengruppe war es Luik, der sogar etwas deutsch konnte. Dessen Nerven ich allerdings anfangs etwas strapazierte, weil ich ohne Helm über die Hängebrücke lief (den Hinweis im Geschäft habe ich wohl falsch verstanden) und anfangs gleich in die letzte Tyrolienne vom V2 einstieg, allerdings verkehrt rum, was nicht so gleich erkennbar war, weil diese horizontal angeordnet ist und Start- und Landepodest bei der gleich aussehen. Außerdem wußte ich bis dahin nicht, dass die Startpunkte am Seil mit blauem Isolierband gekennzeichnet sind. Nichts desto trotz möchte ich dem Organisations- und Sicherungskonzept mein Kompliment geben. Ich empfehle aber jedem, insbesondere denen mit raren Französisch-Kenntnissen sich vor Benutzung dieser Y-Kabel die Bedienungsanleitung im Internet durchzulesen, sogar in deutscher Sprache, auf den Seiten von 47 bis 68 unter. http://www.clic-it.eu/assets/uploads/public/CLiC-iT_MOUNTAIN_Notice_d_utilisation.pdf
Wenn mir das Funktionsprinzip vorher bewußt gewesen wäre, hätte ich die Karabiner an manchen Hakelstellen wohl weniger Tomahawk-ähnlich bedient (Nach dem Motto: mit Gewalt geht alles). Und wer in diesem Parc pfiffig sein will, dem empfehle ich noch folgenden „Geheimtipp“: Die Guides haben alle das kleine rote Teil „C-ZAM Rescu“ Modell DAS194 vom o.g. Hersteller bei sich am Gürtel. Mit diesem kann man dem ausgeklinkten Karabiner gegenüber dem noch eingeklinkten Karabiner vortäuschen, die andere Seite des Bowdenzuges wäre wieder eingeklinkt. Dann ist man mit beiden Karas aus dem Seil und kann frei herumlaufen (im Gehgelände), oder andere überholen, usw. Dieses Teil kann man hier zuvor im Internet-Handel beziehen und kostet nicht viel.
Hier die Benutzungspreise für die Parcours (Stand 2019): V1: € 27,00 für Erwachsene, € 24,00 für Kinder; V2: € 29;00; V3: € 35,00; V4: 39,00; V5: € 45,00.
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18.07.2019 um 20:29
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