Verhältnisse - Detail

Gipfel: Monte Rotondo, 2622 m.ü.M.

Route: Pont de Tragone – Pont de Timozzo – P 1112 – Bergerie de Timozzo – Source de Triggione – Lavu del’ Oriente – Nordcouloir – Monte Rotondo - retour

AndréTT

Verhältnisse

07.06.2019
1 Person(en)
Sehr wenige (max. 5 Personen)
ja
Ausgezeichnet
Tourenbeginn um 06:40 Uhr bei 12°C unter wolkenlosen Himmel. Gegen Mittag kamen rasch Wolken auf und am Nachmittag zog ein Gewitter mit Regen auf, welcher mich im Abstieg ab dem Lavu del’Oriente kurz streifte. Auf der Nordseite ab dem Oriente-See lagen noch viele Schneefelder. Auf diesem ließ es sich gut laufen, sofern man sich von deren Rändern und bei Schmelzbachläufen fern hielt (Einbruchgefahr). Im Couloir lag bis 10 m unterhalb des Felsgrates sehr fester Firn, in welchen man kaum treten konnte. Hierfür sollte man Steigeisen mitführen. Vor der Tür an der Westseite des Biwaks Abri Helbronner lag noch eine hohe Schneewächte, so dass ich über das Wellblechdach zum Gipfelkreuz stieg.
Die Route beinhaltet viele Höhenmeter und sollte darum recht früh begonnen werden. Landschaftlich ist sie abwechslungsreich durch den sehenswerten Oriente-See. Vom Gipfel hat man ein gutes Panorama über die 2000er von Korsika, sofern keine Wolken aufgezogen sind.
Wettervorhersage:
https://www.meteoblue.com/de/wetter/woche/corte_frankreich_3023506
Webcam:
https://de.webcams.travel/webcam/fullscreen/1350021024
Aufgrund der Touren in den letzten Tagen meinte ich, ähnliche Firnverhältnisse anzutreffen, so dass ich bei dieser Tour keine Steigeisen mitnahm. Dies erwies sich als riskant. Denn im Couloir war nur eine alte vereiste Spur vorhanden und aufgrund der Abschattung gab es im oberen Bereich keine Trittschnee-Verhältnisse. Darum wich ich zum rechten Couloir-Bereich aus, zu bröseligen Felsen hin und kletterte aufwärts zum Grat. Über dessen teilweise loses Blockgestein klettert man dann zur Scharte am Couloir-Ende. Im lockeren Gestein kam allerdings keine Freude auf, sondern innerlicher Ärger über eigene Entscheidung, auf 1 kg Steigeisen im Rucksack zu verzichten.
Parkieren kostet im oberen Valée de la Restonica nach der Tragone-Brücke (943 m) € 6,00 (Stand: 2019). Wer über Nacht bleibt, zahlt das Doppelte. Das weiße Ticket wird auf die Windschutzscheibe geklebt. Kontrolliert wird vom Naturpark-Ranger, der morgens durch das Tal hinauf und abends wieder hinab fährt und dabei abkassiert, wen er antrifft.
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18.07.2019 um 20:25
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