Verhältnisse - Detail

Gipfel: Uri-Rotstock, 2928 m.ü.M.

Route: Rundtour: von der Musenalp via Chlitaler Firn in Sattel P.2798, auf Uri-Rotstock. Retour via Rotstocksattel, P.2695, Gitschenhörelihütte, Biwaldalp, Sattel P.1829 auf Musenalp

Alpenexplorer

Verhältnisse

14.07.2019
4 Person(en)
Wenige (5-20 Personen)
ja
Gut
Eins muss gleich am Anfang gesagt werden: die Markierungen sind auf der ganzen Tour hervorragend gemacht und die Fixseile an allen heiklen Stellen angebracht. Danke an diejenigen, die dabei die Hand angelegt haben!

Es liegt extrem viel Schnee auf der Strecke. Daher gebe ich "nur" die Bewertung GUT. Ich kenne den Uri-Rotstock ganz trocken und komfortabel begehbar. Das war er heute nicht unbedingt.

Ab ca. 2'300 m liegt durchgehend Schnee, sodass man sich eher an den Steinmännchen orientiert als an den halbverdeckten Markierungen. Als kritisch erweist sich die steile verschneite Stelle unter dem Sattel unterhalb P. 2'798 m. Der Schnee wird schon vor dem Mittag weich und hält an dieser Stelle schlecht. Leider hat er unter mir nicht gehalten und ich fuhr ziemlich schnell ca. 30 m runter direkt auf den Fels zu. Ein paar Schürfungen, ein kleiner Schock, sonst nichts schlimmes. Trotzdem zeigt dieses Vorkommnis, wie heikel gewisse Schneepassagen sein können. Ich würde daher empfehlen, statt den Schneehang den Fels links davon zu nehmen (siehe Foto). Stöcke und womöglich Pickel sind sicher nicht abwegig.
Es bleibt viel Schnee auf der Strecke liegen. Ich wage die mutige Aussage, dass die Schneemengen über den Sommer nicht wegschmelzen werden. Und übrigens: dies ist die Art und Weise wie Gletscher entstehen: indem der alte Schnee nicht schmilzt. Lasst uns hoffen ;-)
WETTER-PROGNOSE
Wettervorhersage für Uri-Rotstock (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Bei der U.R. Roundtour gibt's einen mühsamen Abschnitt zu Ende der Tour, und zwar den Anstieg zum Sassigrat von der Biwaldalp her. Will man diese 200 Hm vermeiden, kann man auf den Abstieg zur Biwaldalp verzichten und auf ca. 1'830 m direkt zum Sassigrat traversieren. Der Pfad ist allerdings schlecht gepflegt und offenbar wenig benutzt. Es gibt einige sehr ausgesetzte Stellen, die zwar machbar, aber nicht gesichert sind. Ich würde diese Abkürzung nur erfahrenen und nicht zu müden Berggängern empfehlen :-)

Neuerdings muss man für den Parkplatz bei der Talstation 5 Fr. zahlen. Wir parkierten ca. 15 Minuten unterhalb Neiberg, was gratis ist.
Zu diesem Eintrag wurden 2 Fragen / Kommentare verfasst,
 
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15.07.2019 um 21:48
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