Verhältnisse - Detail

Gipfel: Vrenelisgärtli, 2904 m.ü.M.

Route: Normalroute ab Glärnischhütte

Berge gleich Leben

Verhältnisse

13.06.2021
2 Person(en)
ja
Gut
Wetter: Von den Bedingungen her, war es eine interessante Winterbesteigung!

Verhältnisse: Nassschnee! D.h. man ist beim Aufstieg 10cm bis 20cm eingebrochen. Es war in der Nacht bedeckt, und somit war die Abstrahlung nicht genügend.

Start um 23.15 Uhr auf der Glärnischhütte. Wir waren um 05.00 Uhr auf dem Gipfel, und wollten den Sonnenaufgang erleben. Das Vrenelisgärtli war da aber andere Meinung. Macht nichts, es war trotzdem sehr schön.
Wir waren um 08.00 Uhr retour auf der Glärnischhütte.
Ganze Route
Nasschnee
Kann weiterhin noch gut gemacht werden. Die Nächte sollten klar und kälter sein, damit eine ausgezeichnete Abstrahlung erfolgt.
WETTER-PROGNOSE
Wettervorhersage für Vrenelisgärtli (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-PROGNOSE
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
LAWINENRISIKO-INDIKATOR VON SKITOURENGURU.CH (PROGNOSE)

Lawinenrisikoindikator anzeigen
WEBCAMS (im Umkreis von 5km)
 
Unterwegs in den Glarner Alpen. Schweiz.
Quizfrage: Wie heisst dieses Couloir, Runse vom Vrenelisgärtli auf dem ersten Bild? Danke.

Der Glärnisch besteht aus zwei Hauptgraten, die V-förmig angeordnet sind und den nach Westsüdwesten abfliessenden Glärnischfirn umschliessen. Der rechts des Glärnischfirns nach Westen verlaufende Grat trägt den Ruchen (2901 m ü. M.) und wird im Norden durch das Klöntal mit dem Klöntalersee begrenzt.
Der links nach Südwesten verlaufende Grat ist geringfügig höher und trägt den Bächistock (2915 m ü. M.) Sowie nordöstlich davon den namenlosen und bis 1960 als höchsten Punkt des Glärnisch angesehenen nunmehrigen Punkt (2910 m ü. M.) über dem sich zurück ziehenden Bächistockfirn sowie einen mit einem Kreuz markierten und bis 2013 auf der Landeskarte höher als der Bächstock markierten Punkt 2914 (bis 2013: "2915", während der Bächistock mit 2914,3 Metern eingezeichnet war).

Vrenelisgärtli-Sage:
Das erwähnte Firnfeld am Vrenelisgärtli ist der Ort, an dem der Sage nach das Vreneli (kleine Verena) vor Zeiten einen Garten anlegen wollte. Die Pflanzung dort oben war eine Versuchung Gottes, und so begann es zur Strafe heftig zu schneien, und das Vreneli wurde samt der Schüssel, mit der es sich gegen den Schnee zu schützen versuchte, eingeschneit und blieb seither dort oben.
Die Sage ist offensichtlich eine Reaktion auf die Abkühlung der Temperaturen in Mitteleuropa ab ca. 1300, als ein Klima, das wärmer war als das heutige, in mehreren Schüben durch ein erheblich kälteres abgelöst wurde („Kleine Eiszeit“).

Das Firnfeld ist übrigens im Sommer 2003 vollständig abgeschmolzen, aber Überbleibsel des Vreneli oder seines Kessels sind nicht gefunden worden...!

Vielen Dank für die ausgezeichnete Bedienung durch Fridlis Hüttenteam in der Glärnischhütte!

C`est fantastique!
www.raphaelwellig.ch
Zu diesem Eintrag wurden 0 Fragen / Kommentare verfasst,
 
Du bist nicht eingeloggt. Diese Funktion steht nur für eingeloggte Benutzer zur Verfügung.
18.06.2021 um 23:12
3293 mal angezeigt