Verhältnisse - Detail

Gipfel: Mont Avic, 3007 m.ü.M.

Route: Südflanke und Westgrat

heinz67

Verhältnisse

08.08.2012
1 Person(en)
ja
Auf dem Wanderweg noch 2 - 3 kleine Schneefelder angetroffen, ansonsten völlig schneefrei. Trotz "Feragosto" war ich bei bestem Wetter erstaunlicherweise der einzige Hüttenbesucher mit Ziel Mont Avic.
Schuttkegel und Aufstieg in die Lücke des Westgrates machten - entgegen den Befürchtungen aus der Ferne - keinen besonders steinschlägigen Eindruck.
Kein Thema, nur ein paar kleine Schneeflecken.
Es hat in der Gegend auch keinen einzigen noch so kleinen Gletscher.
Grossartige, freundliche Bewirtung im Rifugio Barbustel. Mann kann täglich zwischen zwei Vorspeisen (Pasta an Tomatensauce oder hervorragende Minestrone) und zwei "Secondi" (Fleisch und meist etwas Vegetarisches) wählen. Dessert oft auch auswählbar.
Der Hüttenwart und Autor eines Tourenführers gibt gerne und zuverlässig Auskunft über die Besteigung des Mont Avic.
Der Mont Avic ist der letzte Dreitausender in der östlichen Verlängerung der Gran-Paradiso-Kette, bevor sie vom hier Nord-Süd verlaufenden Aostatal durchschnitten wird. Er bietet eine herausragende Aussicht auf den Kranz vom Mont Blanc über die südlichen Walliser Viertausender. Der gletscherfreie Zustieg und die recht einfachen, gutgriffigen Felsen machen die Tour auch für Alleingänger geeignet.
Diesmal habe ich den "Normalaufstieg" zum Rifugio Barbustel aus dem Valle di Champorcher über den Col de Lac Blanc gewählt. Nach Möglichkeit empfiehlt es sich, von Chevrère (in einem kleinen Tal oberhalb Champdepraz) via Lac de Servaz aufzusteigen. Problem ist, dass es keine öV-Verbindung in dieses Tal gibt. Empfehlung: Wenn man in der Nähe in einem Hotel im Haupttal (Aostatal) übernachtet, z.B. in Verrès, das Personal fragen, ob es einen Transport nach Chevrère organisieren könnte. Hat bei mir bei einem Hüttenbesuch letztes Jahr geklappt.
Der Aufstieg führt unweit eines alten Schmelzofens vorbei (kurzer Abstecher empfehlenswert) durch schöne Föhrenwälder mit der seltenen Art Pinus uncinata (Hakenkiefer) zum wunderbaren Lac de Servaz und dann durch herrliche Rundhöckerlandschaften mit Lärchenbeständen zur Hütte. Diese bietet einen schönen Blick zu den Viertausendern an der südlichen Schweizergrenze von Dent d' Hérens über Matterhorn bis ins Monte-Rossa-Massiv. In der Umgebung der Hütte eine Reihe von herrlichen Bergseen.
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08.09.2012 um 21:43
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