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Routenbeschreibung
Richelsley (580m)

Reichenstein – Knotenpkt.30 – Richelsley – Ruitzhof – Unterführung Vennbahn - Ruesejass – Jrongsloch – Pferdsweed – Holzbrücke - Reichenstein

Anfahrt:
Von Norden (Aachen), bzw. Osten (Schleiden) fährt man auf der B 258 durch den Naturpark Eifel bis Monschau. Beim nördlichen Kreisverkehr hält man sich westwärts und erreicht auf der Eupener Straße die deutsche Exklave Mützenich. Dabei überquert man den schmalen belgischen Korridor entlang ehemaliger Vennbahn. Von Westen (Eupen) kommt man auf der N 67 dorthin. Die Exklave entstand nach dem I. Weltkrieg, als die Kreise Eupen und Malmedy an Belgien abgetreten werden mussten. Ebenso die Enklave des gerade mal 3,4 km2 kleinen Gebiets Neutral-Moresnet südwestlich von Aachen. Durch den Versailler Vertrag von 1920 fiel die Vennbahn-Strecke ebenfalls an Belgien, wodurch das westlich davon gelegene Mützenich vom deutschen Staatsgebiet abgetrennt wurde. In Mützenich fährt man südwärts auf der Reichensteiner Straße (L 106) bis zum Viadukt der ehemaligen Vennbahn, der sich im belgischen Korridor befindet, welcher insgesamt 28 km lang ist. Unmittelbar nach Unterquerung der steinernen Bogenbrücke biegt man links ab (weißes Schild: Kloster Reichenstein) und fährt wieder auf deutschem Territorium auf einer Schotterpiste 300 m zum Kloster Reichenstein, wo es einen kleinen Parkplatz und eine Picknickbank gibt (520 m).
6,8 km Rundtour (Schwierigkeit: T 1):
Reichenstein – Knotenpkt.30 – Richelsley – Ruitzhof – Unterführung Vennbahn - Ruesejass – Jrongsloch – Pferdsweed – Holzbrücke - Reichenstein
Vom Kloster Reichenstein wandert man auf dem geschotterten Jahrhundertweg rechts am Teich vom Angelsportverein Kalterherberg vorbei zurück zur Landstraße L 106 und läuft auf dieser nach links ca. 200 m südwärts zurBushaltestelle „Reichenstein“ und zum Parkplatz an rechter Straßenseite. Dort befindet sich der Knotenpunkt 30 des 125 km langen Bahntrassenradweges (RaVel L48-Vennbahn) auf belgischem Territorium. Dieser geteerte Radweg wurde zwischen 2003 und 2013 zu einem der längsten grenzüberschreitenden Bahntrassen-Radwege Europas ausgebaut, welcher zudem nirgendwo steiler wird als 2°. Denn über diese Trasse fuhr von 1889 bis Ende der 1980er Jahre die Vennbahn. Sie war früher eine bedeutende Eisenbahnstrecke zwischen Aachen und Luxemburg. Ursprünglich für den Kohlentransport und wirtschaftlichen Aufschwung gebaut, verband sie das Kohlerevier Aachen – Rothe Erde mit den Stahlhütten im luxemburgischen Troisvierges (ehem. Ulfingen). Deren Bedeutung verfiel jedoch in den 1920er Jahren aufgrund der Zoll-Hindernisse. Lediglich die Trasse von Rothe Erde bis zur belgischen Grenze nach Schmidthof verblieb auf deutschem Territorium entsprechend dem Vertrag vom 6.11.1922. Man überquert die Trasse bei einem Picknickplatz in Form eines rostigen Eisenbahnwaggons und wandert auf breitem Waldweg in den Tannenwald in südwestliche Richtung wieder auf deutschem Staatsgebiet. Dieser rot-weiß markierte „Weg des Gedenkens“ (Weg-Nr. 43) erinnert an den Schmuggel an der deutsch–belgischen Grenze nach dem I. Weltkrieg und nach der Währungsreform 1948 bis zur Senkung der Kaffee-Steuer im Jahr 1953. Auf dem Wanderweg ignoriert man 2 Rechtsabzweigungen, dann befindet man sich wieder auf belgischem Land. Bei einem Wegweiser an einer Forstwegkreuzung hält man sich rechts in Richtung „Kreuz im Venn“ und bleibt auf dem Kulturweg Nr. 43 und mit rot-weißer Markierung. Westwärts kommt man zu einer Weggabelung, wo man geradeaus bleibt. Leicht bergauf erreicht man dann die Richelsley mit dem großen Kreuz darauf. Das 6 m hohe und 1,3 Tonnen schwere „Kreuz im Venn“ wurde am 28.6.1890 errichtet und thront auf einem 80 m langen und 12 m hohen und nur wenige Meter breiten Felsen aus Konglomeratgestein. 1959 wurde das Kreuz demontiert, neu verzinkt und wieder aufgestellt. Einige Verzierungen ließ man dann jedoch weg. Zum Kreuz hinauf wurden 30 Steinstufen angelegt, sowie einen schrägen Betonsteg. An der Ostseite des Felsens gibt es eine Felsnische mit einer Marienfigur. An jedem 1. Mai findet eine Prozession zu dieser Lourdesgrotte statt mit anschließender Feier „Hier wohnt der Frieden“. Nun wandert man in südwestliche Richtung auf dem Weg des Gedenkens (dieser Abschnitt ist identisch mit dem Fernwanderweg GR 14 nach Bastogne). Bei nächster sternförmiger Kreuzung biegt halbrechts der GR 14 ab. Man bleibt halb links auf dem Weg Nr. 43 nun südostwärts bis man auf einen querenden Forstweg trifft, der zugleich die Grenze bildet zwischen Deutschland und Belgien. . Hier schlägt man links ein und wandert ein kurzes Stück nordostwärts zum Ende des Waldes. Nach einem vermoosten Grenzstein „B“ / „D“ am rechten Wegerand biegt man rechts ab und wandert nun auf dem Kulturweg Nr. 43 in deutscher Exklave „Ruitzhof“ südwärts am Waldrand entlang an einem Jägerhochstand links vorbei. An linker Wegseite befindet sich das Weide- und Ackerland vom Ruitzhof. Vor den Häusern biegt man bei einem Wegweiser links ab und kommt zur nahen Picknickbank „Eifelblick“ Dort gibt es eine Panorama-Tafel mit Blick auf den „Eifeldom“, der Kirche von Kalterherberg. Der Ruitzhof gehört heute zum Monschauer Stadtteil Kalterherberg. Es handelt sich um eine von den 5 verbliebenen deutschen Exklaven in Belgien. Während der Ackerweg nach links abbiegt, folgt man einer grasigen Traktorspur nach rechts zum Waldrand. Erst südostwärts, dann nordostwärts gelangt man zu einer aus Steinen gemauerten Unterführung des Radfernweges und befindet sich wieder im „belgischen Korridor“ ehemaliger Vennbahn. Nach rechts entlang der Nordseite der Trasse folgt man einem unscheinbaren unmarkierten Wanderweg und überquert auf einer kleinen Brücke unterhalb der großen Steinbrücke ehemaliger Vennbahn das Flüßchen Rur. In dem Korridor läuft man noch kurz südostwärts bis man bei einer Picknickbank und Holzwegweiser auf ein Teersträßchen (Rosengasse) trifft (Ruesejass). Auf diesem nun nordwärts wieder auf deutschem Hoheitsgebiet rechts an einem Weiher („Am alten Badetümpel“) vorbei. Anschließend überquert man den Bachtobel Langenbruchsief vor einer Picknickbank bei der Erlebnisstation „Belgischer Zöllner“ des Kulturwanderweges. Danach gabelt sich der breite Weg. Man hält sich links und läuft an einer Schranke vorbei. In leichtem Rechtsbogen folgt man dem Verlauf der Rur an rechter Uferseite bis man auf die Landstraße L 106 in deren Linkskurve trifft (Jrongsloch). Rechts oberhalb der Kurve steht die 1926 erbaute Norbertuskapelle. Links von der Straßenbrücke der L106 über die Rur gibt es einen Parkplatz. Man bleibt rechts von der Brücke und folgt nach der rot-weißen Schranke auf einem breiten Kiesweg (Reichensteiner Weg) weiter dem rechten Ufer der Rur in nördliche Richtung. Bald sieht man linkerhand oben das Kloster Reichenstein. Bei der nächsten Erlebnisstation des Kulturweges (Pferdsweed) gibt es 2 Liegebänke. Beim dortigen Wegweiser biegt man links ab, um das Rurtal zu verlassen. Westwärts überquert man eine Wiese zu einer Picknickbank und gelangt über eine Holzbrücke zum anderen Ufer der Rur am Waldrand. Dort stößt man auf einen Querweg, wo man links einschlägt. Auf dem Waldweg nun südwestwärts hinauf. Dabei überquert man auf einem Holzsteg den Ermesbach. Schließlich erreicht man den Angler-Teich, wo man nach links zum nahen Parkplatz am Kloster kommt.
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Letzte Änderung: 19.04.2026, 17:44Alle Versionen vergleichenAufrufe: 28 mal angezeigt

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Kartenmaterial

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Richelsley (580m)

Reichenstein – Knotenpkt.30 – Richelsley – Ruitzhof – Unterführung Vennbahn - Ruesejass – Jrongsloch – Pferdsweed – Holzbrücke - Reichenstein


Wanderung

T 1

135 hm

3.0 h

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