Ulato23.06.2026
Routenbeschreibung
Graustein (2400m)
Ulato
Die Route bietet sehr lohnende Kletterei und ist im Hochsommer am Vormittag im Schatten. Die Schwierigkeiten sind relativ anhaltend. Es dominiert technische Plattenkletterei, aber hin und wieder gibt es athletische Passagen, bzw härtere Leistenkletterei. Die Absicherung ist gut, bis sehr gut, aber einige schwierige Passagen sind zwingend. Der Fels ist fast immer hervorragend (und praktisch ohne Kletterspuren). Die Klettersequenzen sind interessant (abwechslungsreich). Eine leichte Nachsanierung könnte 2-3 Schwachpunkte der Bohrstrategie ausgleichen). Das Material an sich ist gut. Die Routenfindung ist einfach (den Bh nach). Ausnahmen bei Felsqualität/Absicherung sind unten erwähnt
Übersicht: Die recht breite W-Wand des Grausteins hat rechts grosse Höhlen und links einen Vorbau. Die Route beginnt am rechten Rand des Vorbaus, überschreitet, dann das große Grasband zur Hauptwand und führt im oberen Wandteil weiter, dort insgesamt leicht rechtshaltend. Sie endet etwas rechts der Falllinie des markanten grauen Steins auf dem Gipfel.
SL1a (6+, 40 m). Einstieg über die erste Länge von Luftballons. Sehr schöne Zuführung (und Felsgewöhnung), Vermeidung von Graszustieg. Luftballons startet an dem klaren grauen Pfeiler. Am Einstieg ist eine längere Schlinge eingeknotet. In ca. 20 m Höhe sieht man eine sehr auffällige gelbe Verschneidung schräg nach R (schöner Hangelriss). Nach dem steilen Felsteil hält man über Grasschrofen leicht nach R aufwärts. Dort ist eine neue solide Abseilkette unter einer neuen Bh Reihe (Route nicht im Führer).
SL1b (T5, 15 m) Über das Grasband nach R zum Originalstart von Ulato. Man erkennt die Wand gut aufgrund des Fotos hier (in 6 m Höhe ist eine gelber Fleck mit ausgebrochener Schuppe). Achtung: Rechts(3 m) von Ulato verläuft Gletscho (6c+) und 1.5 m weiter rechts am Pfeiler verläuft Alee (7a).
SL2 (45 m, 7): Zunächst linkshaltend in sehr kompaktem Fels zu einer Schuppe (darunter gelbe Felsschuppe). Mit Hilfe der Schuppe geht es hoch und dann kurz links ums Eck (Aufrichter; Crux). Den nächsten Bh (links vom Eck) sollte man verlängern (da er etwas L der Linie gebohrt ist). Dann geht es zwingend über einen Aufschwung (sehr plattig) zum Riss (Diagonalriss, der leicht nach rechts führt, in leichteres Gelände), dann kleine Wandstufe, und in leichtem Gelände nach oben. Man kann den Stand überspringen und 5 m höher am Rand des Grasbands Stand machen. Allerdings ist der untere Stand viel bequemer, der obere ist etwas ‚ugschickt‘ gebohrt. Man kann den auch insgesamt auslassen (das Seil reicht trotzdem übers Grasband)
SL3 (35 m, T5): übers Grasband hoch. Man kann an einem soliden Felsen gerade hoch Zwischenstand machen oder eine Zwischensicherung einhängen (1 Bh, und ein Riss für Cam). Von dort leicht nach R oben (eine Rinne Querend). Stand ist gut sichtbar (Schlinge), etwas R einer Felsspitze/Sporn, die von der Wand nach unten zieht (theoretisch könnte man hier in die Luftballons wechseln: geht 15 m weiter links am linken Rand der Schrofenzone in der Hauptwand nach oben).
SL4 (40 m, 6b): Vom Stand zwei Meter nach links, dann leicht an der Kante hoch und Bh1 weit R drüben clippen (unbedingt verlängern!). Dann leichteres Gelände nach R oben. Bh3 ist für Kletterer mit < 1,85 Größe schwer zu clippen. Man kommt ohne anklettern hin, aber nur wenn man auf einen brüchigen Stein steht, und es ist nicht klar, wie lange der noch hält (weiter Sturz, wenn nicht). Wenn der Bh mal geclippt ist, dann kommt die Cruxstelle der SL (super gesichert, mit Bh auf Brusthöhe). Danach nach R oben halten. Dort sehr dichte Bh (Bh5 und Bh6), die man unbedingt verlängern muss, denn jetzt geht es wieder nach links. Dort erreicht man einen Diagonalriss, der nach R oben führt. Am Schluss muss man nochmal ernsthaft anpiazen (unangenehm mit starkem Seilzug). Ein Stand weiter unten hätte sich angeboten.
SL5 (20 m, 7+) Nach links oben (am Anfang tief queren, dann durch leichteres Gelände gerade hinauf auf kleines Türmchen (1.5 m großer Hinkelstein). Der klingt hohl, hält wohl aber noch eine Weile (zumindest war es uns nicht möglich ihn rauszuwackeln / auszuräumen). Bei einer sanften Nachsanierung sollte hier im soliden Fels weiter R ein Bh hin (jetzt muss man sich mit einem Cam, bzw einer Zackensclinge behelfen). Zum Stand folgt dann ein fast waagrechter Quergang nach R über eine Platte (Zauberkünstler schaffen einen fliegenden Fusswechsel im entscheidenden Loch – andere müssen eine recht akrobatische Alternative nutzen). Stand ist unter alter Bohrhakenleiter. Hier ist auch die Ulatomaske aus der Südsee.
SL6 (25 m, 7): Nach rechts plattig um die Kante (erst absteigen, dann gerade hoch, dann nach R – mehrere anspruchsvolle Züge). Dann steil hoch und leicht rechts über die letzte schwierige Stufe (Boulderstelle mit Klimmzug) die einfacher aussieht als sie ist).
SL7 (25 m, 5) leicht linkshaltend nach oben, dann gerade hoch. Es kommen insgesamt noch 3 Bh bis zum Stand (es gibt gute Risse für Cams).
Abseilen: 2 x bis zum Band. Dann übers Band zu dem Stand oben auf der Platte. Von dort 50 m bis runter ins Grasgelände unter der Wand
Erstbegeher: Ludy Bookelmann, Christoph Klein (2006)
Es gibt zwei etwas einfachere Routen weiter links in der Wand, wo der Vorbau noch höher ist, nämlich „Härta Huaschta“ und „Luftballon“.
Übersicht: Die recht breite W-Wand des Grausteins hat rechts grosse Höhlen und links einen Vorbau. Die Route beginnt am rechten Rand des Vorbaus, überschreitet, dann das große Grasband zur Hauptwand und führt im oberen Wandteil weiter, dort insgesamt leicht rechtshaltend. Sie endet etwas rechts der Falllinie des markanten grauen Steins auf dem Gipfel.
SL1a (6+, 40 m). Einstieg über die erste Länge von Luftballons. Sehr schöne Zuführung (und Felsgewöhnung), Vermeidung von Graszustieg. Luftballons startet an dem klaren grauen Pfeiler. Am Einstieg ist eine längere Schlinge eingeknotet. In ca. 20 m Höhe sieht man eine sehr auffällige gelbe Verschneidung schräg nach R (schöner Hangelriss). Nach dem steilen Felsteil hält man über Grasschrofen leicht nach R aufwärts. Dort ist eine neue solide Abseilkette unter einer neuen Bh Reihe (Route nicht im Führer).
SL1b (T5, 15 m) Über das Grasband nach R zum Originalstart von Ulato. Man erkennt die Wand gut aufgrund des Fotos hier (in 6 m Höhe ist eine gelber Fleck mit ausgebrochener Schuppe). Achtung: Rechts(3 m) von Ulato verläuft Gletscho (6c+) und 1.5 m weiter rechts am Pfeiler verläuft Alee (7a).
SL2 (45 m, 7): Zunächst linkshaltend in sehr kompaktem Fels zu einer Schuppe (darunter gelbe Felsschuppe). Mit Hilfe der Schuppe geht es hoch und dann kurz links ums Eck (Aufrichter; Crux). Den nächsten Bh (links vom Eck) sollte man verlängern (da er etwas L der Linie gebohrt ist). Dann geht es zwingend über einen Aufschwung (sehr plattig) zum Riss (Diagonalriss, der leicht nach rechts führt, in leichteres Gelände), dann kleine Wandstufe, und in leichtem Gelände nach oben. Man kann den Stand überspringen und 5 m höher am Rand des Grasbands Stand machen. Allerdings ist der untere Stand viel bequemer, der obere ist etwas ‚ugschickt‘ gebohrt. Man kann den auch insgesamt auslassen (das Seil reicht trotzdem übers Grasband)
SL3 (35 m, T5): übers Grasband hoch. Man kann an einem soliden Felsen gerade hoch Zwischenstand machen oder eine Zwischensicherung einhängen (1 Bh, und ein Riss für Cam). Von dort leicht nach R oben (eine Rinne Querend). Stand ist gut sichtbar (Schlinge), etwas R einer Felsspitze/Sporn, die von der Wand nach unten zieht (theoretisch könnte man hier in die Luftballons wechseln: geht 15 m weiter links am linken Rand der Schrofenzone in der Hauptwand nach oben).
SL4 (40 m, 6b): Vom Stand zwei Meter nach links, dann leicht an der Kante hoch und Bh1 weit R drüben clippen (unbedingt verlängern!). Dann leichteres Gelände nach R oben. Bh3 ist für Kletterer mit < 1,85 Größe schwer zu clippen. Man kommt ohne anklettern hin, aber nur wenn man auf einen brüchigen Stein steht, und es ist nicht klar, wie lange der noch hält (weiter Sturz, wenn nicht). Wenn der Bh mal geclippt ist, dann kommt die Cruxstelle der SL (super gesichert, mit Bh auf Brusthöhe). Danach nach R oben halten. Dort sehr dichte Bh (Bh5 und Bh6), die man unbedingt verlängern muss, denn jetzt geht es wieder nach links. Dort erreicht man einen Diagonalriss, der nach R oben führt. Am Schluss muss man nochmal ernsthaft anpiazen (unangenehm mit starkem Seilzug). Ein Stand weiter unten hätte sich angeboten.
SL5 (20 m, 7+) Nach links oben (am Anfang tief queren, dann durch leichteres Gelände gerade hinauf auf kleines Türmchen (1.5 m großer Hinkelstein). Der klingt hohl, hält wohl aber noch eine Weile (zumindest war es uns nicht möglich ihn rauszuwackeln / auszuräumen). Bei einer sanften Nachsanierung sollte hier im soliden Fels weiter R ein Bh hin (jetzt muss man sich mit einem Cam, bzw einer Zackensclinge behelfen). Zum Stand folgt dann ein fast waagrechter Quergang nach R über eine Platte (Zauberkünstler schaffen einen fliegenden Fusswechsel im entscheidenden Loch – andere müssen eine recht akrobatische Alternative nutzen). Stand ist unter alter Bohrhakenleiter. Hier ist auch die Ulatomaske aus der Südsee.
SL6 (25 m, 7): Nach rechts plattig um die Kante (erst absteigen, dann gerade hoch, dann nach R – mehrere anspruchsvolle Züge). Dann steil hoch und leicht rechts über die letzte schwierige Stufe (Boulderstelle mit Klimmzug) die einfacher aussieht als sie ist).
SL7 (25 m, 5) leicht linkshaltend nach oben, dann gerade hoch. Es kommen insgesamt noch 3 Bh bis zum Stand (es gibt gute Risse für Cams).
Abseilen: 2 x bis zum Band. Dann übers Band zu dem Stand oben auf der Platte. Von dort 50 m bis runter ins Grasgelände unter der Wand
Erstbegeher: Ludy Bookelmann, Christoph Klein (2006)
Es gibt zwei etwas einfachere Routen weiter links in der Wand, wo der Vorbau noch höher ist, nämlich „Härta Huaschta“ und „Luftballon“.
Die Route ist komplett eingebohrt; Material 10 Expressschlingen. Eventuell 1-2 kleine Cams
Von Partnun südöstlich dem Wanderweg Richtung Plasseggen folgend, dann weglos über einen Gratrücken, der auf die Wand hinzeigt und auf dem ein Weidezaun steht. Vom letzten Pfosten des Weidezaunes leicht rechts ausholend, dann links in ca. 70 Metern bis zum Einstieg (ca. 30 min ab Partnun).
Verhältnisse zu dieser Route
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