TourenFührer - Gipfel

Hanspeter Willi

Gipfel: Zinerspitz, 2508 m.ü.M.

Zinerspitz
2508 m.ü.M.
CH - Glarus - St. Gallen
745700 | 200812 (Schweiz)
46:56:33:N | 9:21:9:E
Der Zinerspitz ist eine flache, zweigipflige Pyramide, die sich von Osten, Süden und Westen mit ihrem hellen Gestein und ihren scharfen Formen klar von den umliegenden Gipfeln abgrenzt.
Von Norden her gesehen tritt der Gipfel kaum aus dem Gratverlauf vom Sazmartinhorn zum Heidelpass hervor.

Aufbau:
Der Westgrat zum Seezberg weist erst eine kurze Wandstufe auf. Anschliessend besteht er teilweise aus Platten und sinkt nur wenig ab.
Der brüchige Nordostgrat zum Egghorn verläuft flach, weist aber ausgesetzte und nicht ungefährlich zu begehende Teilstücke auf.
Der in den Weiden der Alp Egg auslaufende Südgrat ist im Gipfelbereich rückenartig, im unteren Teil von zwei steilen Aufschwüngen durchsetzt.
Die Nord- und Ostflanken sind steil und brüchig, während die Westflanke weniger steile Gras- und Schutt-rinnen durchziehen.

Gestein:
Sardona-Flysch, am Gipfelaufbau Seewerkalk.

Normalweg:
Von der Alp Egg über die Westflanke und den obersten Teil des Südgrats.

Erste dokumentierte Besteigung:
2.8.1889 - Dr. Walter Gröbli mit Führer David Kohler, über den Ostgrat.

Panorama:
Die Rundsicht wird ringsum durch höhere Gipfel eingeengt.
Ausblicke bieten der Südosten mit den Albulaalpen, dem Plessurgebirge und den Berninaalpen sowie der Norden mit den Appenzeller Alpen.
Dafür kommen die höheren Gipfel der näheren Umgebung zur Geltung, insbesondere die Nordseite des Ringelgebirges und die Gipfel des hintersten Calfeisentals, aber auch der Hangsackgrat, der Pizol und das Sazmartinhorn.

Namensgebung:
Zur Herkunft des Namens liegen keine Erkenntnisse vor.

Die Erstauflage des betreffenden SAC-Führers aus dem Jahr 1916 führt den Gipfel als Zinerspitze mit einer Höhe von 2515 Metern. In der zweiten Ausgabe von 1925 wird die Höhe auf 2510 m, in der dritten Auflage von 1958 auf 2508 m korrigiert.

Auf der Dufourkarte ist der Gipfel ab 1859 als Punkt 2520 kotiert. In der Siegfriedkarte von 1889 erfolgt erstmals die Bezeichnung als Zinerspitz, die Höhe wird gleichzeitig auf 2510 m angepasst. 1951 wird auf der LKS die Höhe auf 2508 m korrigiert.

Eigenständigkeit des Gipfels - Prominenz: 73 m
Bezugsscharte: Eggtaljoch (2435 m)
Prominence master: Egghorn (2726 m)
Definition: Meter über dem tiefsten Punkt zur nächsthöheren Erhebung.

Eigenständigkeit des Gipfels - Dominanz: 0.965 km
Dominance master: Egghorn (2726 m)
Definition: Abstand zum nächstgelegenen, gleich hohen Punkt am Fuss oder Hang eines höheren Berges.

Jagdbanngebiet Graue Hörner:
Dieser Gipfel liegt im wildreichen Eidgenössischen Jagdbanngebiet Graue Hörner.
Mit dem Beginn des Einwinterns muss aus Rücksicht auf die hier überwinternden Tierbestände bis zum Zeitpunkt der Schneeschmelze im Frühsommer jegliche Tourenaktivität aus Richtung des Calfeisentals und des Weisstannentals unterbleiben.
Detaillierte Informationen zu bestehenden Einschränkungen sind unter folgender Webseite abrufbar: http://www.wildruhezonen.ch
Auch in der restlichen Jahreszeit sollte es eigentlich selbstverständlich sein, sich am Berg derart zu verhalten, dass die Tierwelt möglichst wenig gestört wird.
WETTER-AUSBLICK
Wettervorhersage für Zinerspitz (Quelle: meteomedia.de)
 
LAWINEN-AUSBLICK
SLF Lawinenkarte (Quelle: slf.ch)
 
Nr. 5 vom 12.12.2017
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Hanspeter Willi

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