TourenFührer - Route

Gipfel: Küchlspitze, 3147 m

Hanspeter Willi

Route: ab Konstanzer Hütte DAV über den Kleiner Küchlferner und die Südwestflanke

ab Konstanzer Hütte DAV über den Kleiner Küchlferner und die Südwestflanke
Alpine Wanderung
1459 m
5.0 Stunden
Ausgangspunkt ist die  Konstanzer Hütte des DAV. Diese liegt an der Gabelung des Verwalltals in Schönverwall und Fasultal. Man erreicht sie von St. Anton aus auf der hinter dem Verwallsee mit einem Fahrverbot belegten Fahrstrasse durch das Verwalltal.
Bis zum Verwallsee ist tagsüber für die Befahrung eine Maut zu entrichten.
Schwierigkeit: T1
Zeitbedarf: 2 bis 2.5 Stunden ab St.Anton, 1 knappe Stunde ab Verwallsee.

Ab Konstanzer Hütte wandert man auf dem Karrenweg das Fasultal hoch bis zur Fasulhütte.
Schwierigkeit: T1, markiert

Pfadspuren führen nun nördlich des aus dem Kessel zwischen Küchlspitze und Nördlichem Schönpleiskopf herunterkommenden Baches in steilem Anstieg zum kleinen Gebirgssee auf 2530 Meter Höhe (hier herrlicher Ausblick zum Patteriol).
Über steilen Moränenschutt erreicht man von hier den harmlosen Restfirn des sich südlich der Küchlspitze erstreckenden Kleinen Küchlferners.
Schwierigkeit: T3, im unteren Teil Pfadspuren, ab See weglos.

Den Firn (oder was noch davon übrig ist) begeht man bis an sein oberes, nördliches Ende unter der Südwestwand, wo im Aufstieg linkerhand eine gut gangbare Rinne den Durchstieg durch die begrenzende Wand erlaubt. Die Rinne gabelt sich nach etwa 50 Metern, hier führt der linke Ast auf den Schutt oberhalb der Wandstufe. Man quert den Schutt an dessen oberen Rand, bis nach etwa 50 Meter gut gangbare Schrofenrinnen nirgends ausgesetzt, aber zum Gipfel hin mit zunehmender Steilheit zum höchsten Punkt führen.
Schwierigkeit: T5 bis T6-, kurze Kletterstellen, im unteren Teil im Schwierigkeitsgrad I, zum Gipfel hin bis Schwierigkeitsgrad II ansteigend, aber nirgends ausgesetzt.
Die Route muss selbständig gefunden werden, es sind keine Markierungen vorhanden.
Zeitbedarf: ab Konstanzer Hütte DAV zum Gipfel etwa 5 Stunden
Vorbemerkung: Ich bin diese Route im Jahre 1992 das letzte Mal gegangen. Damals war der Kleine Küchlferner ein harmloses, vor sich hinserbelndes Firnfeld.
Fels ändert sich kaum, Gletscher hingegen schon. Auf Grund von Erfahrungen mit anderen Gletschern dieser Höhenlage müsste der Kleine Küchlferner inzwischen eigentlich gänzlich abgeschmolzen (oder mindestens markant zurückgegangen) sein. Gemäss Alpenvereinsführer Verwallgruppe aus dem Jahre 2005 soll es ihn allerdings immer noch geben.
Falls jemand über aktuelle Informationen über den Zustand des Kleinen Küchlferner verfügt, bitte ich um Überarbeitung.

Bei guten Tourenbedingungen, wie man sie im Hochsommer und Frühherbst normalerweise antrifft, ist für den Felsbereich für sichere, etwas klettergewandte Berggänger mit Gespür für Routenfindung nebst gutem Schuhwerk keine weitere Ausrüstung notwendig.
Für die Begehung des Kleinen Küchlferners wird sicherheitshalber noch die Mitnahme von Steigeisen empfohlen. Ein Seil ist für die Begehung nicht notwendig.

Bei erschwerten Verhältnissen wie Nässe, schattseitig gefrorenem Boden, Schneelage oder Vereisung - was gerne, aber nicht ausschliesslich im Frühsommer oder Herbst auftritt - führt der vernünftige Berggänger mindestens Grödel oder Steigeisen mit sich und passt sein Verhalten am Berg den aktuell herrschenden Verhältnissen an.

Betreffend Schwierigkeitsbewertung beachtet bitte die neue Berg- und Alpinwanderskala des Schweizerischen Alpenclubs (http://www.bergportal.ch/infos/SAC_Wanderskala.pdf).
Ergänze diese Route (ab Konstanzer Hütte DAV über den Kleiner Küchlferner und die Südwestflanke) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 2 vom 01.12.2009
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Hanspeter Willi

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