TourenFührer - Route

Gipfel: Zimba, 2643 m

AndréTT

Route: Hüter-Hütte - Zimbajoch - Westgrat - Zimba - retour - Rells

Hüter-Hütte - Zimbajoch - Westgrat - Zimba - retour - Rells
Klettertour
1178 m
8.0 Stunden
Zufahrt:
Über die Autobahn A14 Abfahrt Montafon, bzw. von Bludenz die Bundesstraße 180, dann 188 ins Montafon bis Vandans (645 m). Dort rechts abbiegen beim grünen Schild Golmerbahn. Auf dieser Rodunder Straße (L83) ca. 200 m nach der Flußbrücke bei erster Kreuzung links abbiegen, durch den kleinen Ort südwärts links am Tourismus-Büro vorbei bei nächster Kreuzung in die Rellstalstraße rechts einbiegen. Dieser langen, immer schmaler werdenden Straße westwärts zum Wald rechts vom Rellsbach folgen bis zu deren Ende hinter den Häusern von Innerbach, wo sich der Parkplatz von Lendi (770 m) befindet neben einer großen überdachten Holzbrücke über den Rellsbach.
Zustieg:
Vom Parkplatz führt geradeaus südwärts ein Schotterweg nach Ganeu (im Winter Schneeschuhtrail). Nicht dort entlang, sondern rechts eine Schotterpiste dem Wegweiser ("Rells Güterweg") folgend anfangs in 3 Serpentinen hinauf, wo davor rechts ein Pfad nach Zwischenbach und Vandans abzweigt. Der Güterweg führt taleinwärts weiter und schließlich nach knapp 2 Std. links unterhalb der Voralpe Fahra-Ziesch (eh. Ruggel) vorbei (1400 m). Weiter rechts am Abzweig Alte Saga vorbei (1420 m). Jedoch ist der Verbindungsweg hinab ins Bachtal zum Bachweg seit einigen Jahren gesperrt wegen Murenabgänge.
Bis nach Rells (1470 m) ist es von dort nur noch 1/4 Std.
Alternative Aufstiegsrute wäre der Bachweg auf linker Bachuferseite. Jedoch benötigt man für diesen Steig eine halbe Stunde länger. Auch ist sein Zustand nicht immer bekannt.
Wer nicht bis Rells laufen mag, orientiert sich an die Fahrzeiten vom gelben Wanderbus, der bis zum Alpengasthaus Rells fährt. Allerdings nur im Sommer. Ansonsten nur nach Vereinbarung.
Nach der Hubertuskapelle gelangt man vor schmaler Fußgängerbrücke neben befahrbarer Betonbrücke rechts zum Wegekreuz von Rells. Geradeaus führt der Schotterweg südwärts zum Schweizertor, bzw. zum Golm-Grüneck über die Zaluanda-Alpe. Rechts entlang wendet man sich dem Schotterweg zu, der gelb-weiß markiert ist und nach Öffnen (u. wieder Schließen) eines großen Metallgittertores einen direkt in 1 Std. zur Heinrich-Hüter-Hütte der ÖAV-Sektion Vorarlberg in Serpentinen führt (1760 m). Von dort führt blau-weiß markierter Zimba-Steig nordwärts erst durch Latschenkiefern, dann über Geröll ständig steiler werdend und im Zickzack zu einer Felsstufe. Dort befindet sich ein Wegweiser und Wegabzweig nach rechts zur Neyerscharte. Dieser Weg hat bis zur Scharte KS-Charakter und ist eine Zustiegsmöglichkeit zum Ostgrat. Zum Westgrat führt der Steig geradeaus weiter steil auf splittigen Bändern und über Felsstufen stellenweise stahlseilversichert zum Zimbajoch (2387 m) in 75 min. Auf dem Zimba-Steig gelangt man über die Nordseite dann zur Sarotla-Hütte und durchs Sarotlatal nach Galaverda im Brandnertal.
Schwierigkeit II+ bis IIIb:
Vom Zimbajoch ostwärts auf altem Weg. Dieser führt(e) jedoch über oft noch verschneite Nordseite hinab. Südlich (rechts) vom Grat Steigspuren entlang grasdurchsetzten Felsstufen hoch zur Gratscharte und einer schrägen Westplatte (Sohmplatte, IIIb, 15 min. ab Zimbajoch). Spätestens hier seilt man sich ein. Ca. 3 m gerade hoch zu erstem Haken (Express-Sicherung), dann schräg links hoch zu Plattenende (3 weitere Haken unterwegs) und Standplatz. Durch rechten Schrägriß zu einem Felsband (Reepschnursicherung über einen Felsblock). Nach kurzer Wandpassage zu Standplatz (mit Abseil-Haken). Pfadspuren nach zum Grat. Diesem folgend zu Felskante mit weiterem Standplatz.
Wer nicht über die Sohmplatte kommt, kann alternativ vor dieser links (nordwärts) etwas abklettern und durch Kamin ("Kaminle") über brüchiges Gelände zum Grat gelangen (II+).
Vom Standplatz geht man rechts haltend über schüttiges Band durch kleine Schlucht hinauf. Weiter am roten Felsturm vorbei, rechtshaltend über ein Band zu kleiner Scharte. Dann auf grasdurchsetztem Hang erst rechts, dann links haltend (ein alter Bühler-Ringhaken) zu Scharte mit einer Stahlseilschlinge und 2 massiven ovalen Abseil-Ringösen dran. Nun über ein Felsband ca. 14 m links haltend und steil über Felsblöcke zu einer Rampe. Von dort schräg rechts über Felsstufen in flacher werdendes Gehgelände. Auf Pfadspuren erst rechts haltend, dann linksdrehend zu einer umgekippten Stange. Weiter von dort die letzten Meter direkt hinauf zum Gipfelkreuz (2,5 Std. ab Zimbajoch).
Abstieg:
Wie Aufstieg abklettern. Oder abseilend, wenn wenig Aufsteigende unterwegs sind. Man kann fast alles über kurze Strecken abseilen. Es sind genügend Abseilhaken unterwegs. Schneller ist man dabei mit kurzem Halbseil (30 m). Lediglich an 28 m hoher Sohmplatte ist ein 60 m langes Halbseil (oder zwei 30 m Halbseile) vorteilhaft, so daß man in einem Zuge genußvoll abseilen kann, ohne in der Luft zu pendeln. Auf halber Höhe ( ca. 13 m unterhalb oberem Abseilhaken) befindet sich in der Platte innerhalb der Seillinie ein Ringhaken. Hier muß man Zwischenstand machen und sich einhängen, hat man nur ein 30 m Seil dabei.
Von der Scharte abklettern zum Zimbajoch (1 Std. vom Gipfel). Weiter wie Aufstieg hinab zur Hüter-Hütte (70 min.).
übliche Kletterutensilien, wenigstens 5 Expressen, paar Bandschlingen, eine lange Reepschnur, Karas und ein Abseilgerät (8, Tube, oder was auch immer). Mehr technisches Zeug ist nicht erforderlich. 30 m -, oder 60 m - Seil. Kürzeres Seil ist nur an der Sohmplatte beim Abseilen von Nachteil. Ideal: zwei 30 m Seile.
Ergänze diese Route (Hüter-Hütte - Zimbajoch - Westgrat - Zimba - retour - Rells) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Füge dieser Route (Hüter-Hütte - Zimbajoch - Westgrat - Zimba - retour - Rells) deine eigenen Fotos hinzu.
Nr. 3 vom 02.07.2014
Versionen vergleichen
9049 mal angezeigt

Verhältnisse