TourenFührer - Route

Gipfel: Gross Schärhorn, 3294 m

Günter Joos (Gringo)

Route: via Griesfirn-Chammlilücke, Abstieg über Chammlijoch und Iswändli

via Griesfirn-Chammlilücke, Abstieg über Chammlijoch und Iswändli
Berg-/Hochtour (Sommer)
1600 m
Vom Klausenpass her erreichen wir die Chammlialpe (2054 m) mittels eines Fahrweges. Hinter den Alphütten senkt sich der Fahrweg ab. Wir verlassen diesen und setzten unsere Route auf meist gut erkennbaren Pfadspuren fort. Nach überwiegend grasigem Gelände wird es zunehmend schottrig, bis wir uns endgültig in der wüstenhaften Moräneneinöde des ehemaligen Griesfirns wiederfinden. Wer dort Steinmännchen findet, darf sich freuen, ansonsten peilen wir den gut sichtbaren Gletscher an. Der Aufstieg zu diesem erfolgt in einfacher Kraxlerei durch Gletscherschlifffelsen hindurch. Möglicherweise ist auch ein Aufstieg durch das in Aufstiegsrichtung linke Couloir direkt unterm Chammliberg hindurch möglich. Der Eisaufstieg zur Chammlilücke kann bei aperen Verhältnissen unerquicklich werden (Neigung ca. 40 Grad), zudem ist man hier permanent steinschlaggefährdet.

Mit Erreichen der Chammlilücke (2853 m) hat man den kritischsten Teil der Tour hinter sich gebracht. Jetzt geht es über den Hüfifirn hinweg unter den Ostgrat des Gross Schärhorn. Der Grat wird durch die felsig-schuttige Nordflanke erreicht. Hat man den Firn einmal verlassen, wird man bald schon die ersten Steinmännchen erspähen, welche uns helfen, einen guten Pfad im Gelände aufzufinden, über welchen wir problemlos zum Grat aufsteigen können. Vor uns erhebt sich eindrucksvoll der Gipfel. Was zunächst eine steile Kletterpartie vermuten lässt, ist in Wahrheit eine Wanderung über ordentliche Pfadspuren (je nach Jahreszeit auch mal mit Schneepassagen). Nur der letzte Aufschwung zum Gipfel abverlangt etwas 1er-Kletterei, mit einer kurzen 2er-Stelle zum Finale.

Nach unserer Rückkehr hinunter ans Ufer des Hüfifirns führt uns eine Gletscherwanderung um den Chammlihoren herum (Spalten im Bereich des Südzipfels). Wir schöpfen aus unseren Kraftreserven, um den Gegenanstieg ins Chammlijoch (3021 m) zu bewältigen. Mit dem anschließenden Abstieg über das Iswändli haben wir nun die Normalroute zum Clariden erreicht. Die Rückkehr zum Klausenpass erfolgt über mit Steinmännchen und teilweise Farbmarkierungen versehenem Steig.
ÖV-Zeiten von www.arrlee.ch
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Nr. 2 vom 27.07.2015
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