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Gipfel: Sulzfluh, 2817 m

AndréTT

Route: Sulzfluh-Klettersteig

Sulzfluh-Klettersteig
Klettersteig
schwer
1185 m
7.0 Stunden
ZufahrtVariante 1: (für direkten Zustieg) über St. Antönien nach Partnun:
Auf der Autobahn A13 bis Ausfahrt Landquart. Dann ostwärts in den Prättigau auf der Kantonalstraße 28 bis Küblis. Wer von Südosten (Davos) anreist gelangt auf dieser gut ausgebauten Fernverkehrstraße nordwärts dorthin. Entlang des Schanielabaches fährt man nordwärts bis St. Antönien (1420 m). Ab St. Antönien sind alle Parkplätze kostenpflichtig. Bei der Straßengabelung am Ortsausgang von St. Antönien fährt man geradeaus weiter nach Partnun zum Parkplatz P5 (1655 m), oder einige Kehren hinauf zum kleinen Parkplatz P6
beim Berggasthof Alpenrösli (1775 m).

Zufahrt Variante 2: (für Rundtour i.V.m Klettersteig Gauablick-Höhle über Lindauer Hütte) nach Latschau:
Von der Autobahn A 12 Abfahrt Montafon südwärts auf der B 180 ins Montafon, oder von Bludenz die Bundesstraße 180, dann 188 ins Montafon bis Vandans (645 m). Am Ortsausgang hinter der Shell-Tankstelle an linker Straßenseite und direkt nach dem Bahnübergang wird rechts abgebogen beim grünen Schild Golmerbahn. Durch den Ort geradeaus bergaufwärts, obwohl die Hauptstraße links abbiegt. In Serpentinen führt die Teerstraße hinauf zum Turbinenhaus des Pumpspeicherwerks und vielen geteerten Parkplätzen an der Zustiegsstation der Golmerbahn und zum oberen Stausee (987 m). Vor dem Kraftwerksgelände biegt schmale Teerstraße (Kurvahüsli") links ab. An rechter Seite befindet sich ein Schotterplatz zum Parken (1040 m).
Zufahrt mit dem Velo zur Lindauer Hütte:
Auf geteertem Gauertalweg fährt man taleinwärts am Alt's Schualhüsli vorbei. Nach einem Brunnen an rechter Straßenseite zur Ruafa-Brücke (1105 m) hört das Teersträßchen auf. Es beginnen 2 Schotterstraßen ins Gauertal südwestwärts. Auf rechtem Güterweg gelangt man über Kalkofen (1175 m), wo rechts der Kalkofenweg nach Matschwitz abbiegt, zur Jausenstation Gauertalhaus an linker Seite vorbei. Nachdem man einen Baumstamm-Brunnen an linker Seite passierte, erreicht man nach 50 min. den Abzweig Gauen (1247 m), wo es rechts hinauf geht nach Platzadels. Geradeaus nun in 25 min. weiter bis Letzibach (1310 m). Geradeaus führt rot-weiß markierter Schotterweg zur Unteren Latschätzalpe (1360 m), wo ein Wanderweg durch einen Zaun über Wiesen aufwärts führt zur Lindauer Hütte. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, fährt auf anderer (gelb-weiß markiert) Schotterpiste links über eine Brücke von Letzibach auf dem Gauertalweg zur Lindauer Hütte hoch durch den Porsalengerwald bis zum Abzweig kurz vor der Lindauer Hütte, wo der Zustieg zum Klettersteig Gauablick-Höhle beginnt (1560 m). Rechts um die Kurve erreicht man nun die Lindauer Hütte nach 1,5 Std. (1744 m). Zu Fuß benötigt man eine knappe Stunde länger.

Zustieg bei Variante 1:
Vom Parkplatz Nr. 5 in Partnun läuft man nach 5 min. über eine Brücke und 145 Hm zum Gasthof Alpenrösli (P6) hinauf, der Beschilderung Sulzfluh folgend. Vom Parkplatz P6 (1775 m) läuft man anfangs nordwärts, dann nach Nordosten über Almwiesen Wanne und Gruoben (1977 m). Beim P 2094 biegt man links ab zur Sulzfluh-Hütte. Weiter westwärts unterhalb der Südwand läuft man nun kurz in Richtung Carschinahütte. Dann zweigt rechts ein Pfad ab zum Geröllhang (blaues Klettersteig-Schild). Man orientiert sich zu einer weißen Felsplatte am unteren Wandfuß (2320 m). Bei einem roten „E“ befindet sich der Einstieg (1 ¾ Std.). Im Frühsommer kann sich dort noch ein Schneefeld halten. Ein Textilseil hilft als Zugmittel über die gefurchte Kalksteinplatte hinweg zum unteren Ende des Sicherungsseils.

Zustieg bei Variante 2:
Von der Lindauer Hütte wandert man am Botanischen Garten vorbei in südliche Richtung zum Drusator hinauf. Auf halber Höhe zweigt rechts ein Steig ab zu den Drei Türmen. Geradeaus weiter und vorbei am alten Zollwachthaus erreicht man die Felsenscharte nach 1 ¼ Std. mit dem Wegweiser und Ländergrenzen-Schild (2340 m). In südliche Richtung läuft man dann unsteil bergab nach links wendend zu einem Grassattel Carschinafurgga mit Landeplatz für einen Helikopter nordöstlich vom Schafberg (2221 m). Weniger Meter links oberhalb vom Sattel steht die Carschinahütte der SAC-Sektion Rätia(2236 m), zu der man nach 35 min. gelangt. Man läuft weiter auf rot-weiß markiertem Pfad oberhalb des Güterweges nach Partnun nun in östliche Richtung, wo bald nach links ein blauweiß signalisierter Steig abzweigt (blaues Schild „Sulzfluh-Klettersteig“). Dieser Steig führt zum Schotterhang, wo man kurz vor dem KS-Einstieg auf den rechten Zustiegsweg von Partnun trifft (50 min.).
(Schwierigkeit: KS 4+, C/D+)
Der 2005 gebaute Klettersteig ist eine Mischung aus alpinem und Sportsteig. Er wird vom Bündner Bergführerverband betrieben. Fast 600 m Sicherungsseil führen schnörkellos und teilweise recht luftig über senkrechte Eisenbügelstrecken hinauf. Im Winter sind am Ein- und Ausstieg die Seile abgebaut (Wintersperre). Der Einstieg über die schräge Felsplatte ist schon mal nicht einfach ohne Griff-, oder Trittbügel. Nach beginnendem Sicherungsseil und einigen Eisenbügeln über erste felsstufe erreicht man links die 5 m lange Eisenleiter an der Südwand. Auf weiteren großen, massiven Eisenbügeln gelangt man zum „Obelix“-Quergang. Danach klettert man steil hinauf auf eine Rampe („Geissrücken“). Nach etwas Schrofenterrain folgt nächste Felsstufe zum Zackengrat. Diese läuft im „Großen Grasband“ auf halber Wandhöhe aus. Dort gibt es einen Sitzbalken („Bänkli“) zum Genießen der Aussicht ins südliche Rätikon. Danach quert man nach links hinauf zu einer senkrechten Eisenklammern-Passage. Anderen Ende quert man nach links („Panoramica“). Die folgende Steilpassage führt dann zum „Rinnenquergang“ und kleinem Felskopf mit 6 m langer 2-Seilbrücke (Deichmann-Steg). Danach kommt ein kurzes, das schwierigste Stück (D-): ein Felsüberhang mit Eisenbügeln („Klagemauer“). Anschließend überbrückt man auf einer waagerecht montierten 4 m lange Leiter einen Felsspalt. An deren Ende kommt man zur Spendenkasse und der Box an der Felswand mit dem Steigbuch. Nach nächster Felsstufe, die Gipfelmauer, verflacht das Gelände. Vom Seilende läuft man dann über beginnendes Plateau zum großen Holzkreuz auf dem Gipfel (2,5 Std.) mit der Landesgrenze zwischen Graubünden und Vorarlberg.
Abstieg bei Variante 1:
Vom Gipfel läuft man westwärts unsteil hinab zu einem flachen Felssattel. Den rot-weißen Signalisierungen folgt man dann in nördliche Richtung über einen Hang (Altschneefelder) zum sichtbaren Wegweiser Gemschtobel (2698 m). Auf dem Schotterpfad und in leichter Kraxelei stellenweise mit Stahlseil gelangt man in Serpentinen steil nach rechtsdrehend zum P 2158. Danach gabelt sich der Weg. Auf dem rechten Abzweig kommt man zur Carschinahütte. Geradeaus in südliche Richtung stößt man dann auf den Wegabzweig P 2094. Von hier zurück wie aufgestiegen (2 Std.).

Abstieg bei Variante 2:
Beim Wegweiser Gemschtobel (P 2698) läuft man nordostwärts weiter auf rot-weiß markiertem Bergweg entlang der Landesgrenze Richtung Tilisuna-Hütte. Kurz nach dem P 2664 (Wegweiser) verläßt man diesen jedoch nach links und läuft auf blau-weiß markiertem Steig weiter Richtung Norden. Beim nächsten Wegweiser („Klettersteig Gauablickhöhle Einstieg“) gabelt sich der Steig. Man folgt nicht links den blauen Markierungen durch den schattigen „Rachen“ (verfirnte Altschneefelder auch im Sommer) hinab, sondern geradeaus blau-weißen Markierungen bis kurz vor dem P 2483. Hier achtet man auf eine kleine Steinpyramide an linker Seite. Hier verläßt man den Steig und stößt beim zweiten Steinmandl auf das obere Ende des Sicherungsseiles vom Gauablick-Klettersteig.

Das untere Ende des Klettersteigs befindet sich an einem unsteilen Schotterhang. Man folgt den Trittspuren hinab zur Hochebene „Auf den Bänken“, wo von links der Bergsteig durch den „Rachen“ ankommt. Man läuft nun auf diesem blau-weiß signalisierten Bergsteig in nördliche Richtung bis zum Felskopf P 2102. Rechts um ihn herum beginnt dann der steile Abstieg hinunter zu einem flachen Schmelzbach-Tobel, wo man auf rot-weiß markierten Bergweg zum Bilkengrat trifft (P 1684). Von hier läuft man in westliche Richtung zum beginnenden Porzalengawald. Durch diesen etwas bergauf dann zur Lindauer Hütte, wo man kurz davor auf den unbefestigten Fahrweg trifft. Von hier retour wie Zustieg Variante 2.
KS-Set, Helm
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Nr. 2 vom 05.07.2018
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